In 50 Jahren hat sich viel verändert / Betriebswissenschaft und Umweltschutz neue Aspekte

Ehrung für Land- und Hauswirtschaft mit Goldenen Meisterbriefen

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Sechs Landwirtschaftsmeister und fünf Meisterinnen der ländlichen Hauswirtschaft erhielten ihre Goldenen Meisterbriefe von Kreislandwirt Rainer Meyer (r.).

Minden-Lübbecke - Die Landwirtschaft vor 50 Jahren sah noch ganz anders aus als heute. In erster Linie ging es darum, die Bevölkerung zu ernähren. Wer heute im Supermarkt vor den Regalen steht, hat die Qual der Wahl. Qualitative Merkmale wie „wenig Fett“ rückten erst später in den Fokus der Verbraucher. Diese Erläuterungen gab Rainer Meyer zu Beginn der kleinen Feierstunde der Goldjubilare in der Kreisstelle Minden-Lübbecke der Landwirtschaftskammer NRW.

Sechs Goldene Meisterbriefe überreichte der Kreislandwirt an Landwirtschaftsmeister und fünf weitere an Meisterinnen der ländlichen Hauswirtschaft aus Lübbecke, Pr. Oldendorf, Rahden, Hille und Minden. Die Jubilare waren Friedrich Aukamp, Heinrich Bischoff, Karl-Hermann Blaue, Ernst Dedert, Martin Große-Dunker (war abwesend) und Fritz Sander. Unter den Jubilarinnen fanden sich Lieselotte Bödeker, Ingrid Droste, Inge Löhr-Dreier, Ursula Meyer und Irmgard von Behren.

Den Jubilaren sprachen Meyer und Werner Weingarz, Geschäftsführer der Kreisstelle, ihren Dank aus. Sie hätten in den zurückliegenden 50 Jahren die Landwirtschaft zu dem gemacht, was sie heute sei. Ein wesentlicher Unterschied zum Jahr 1965 lag in der Spezialisierung der Landwirte, um auf dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Heute gäbe es mehr und deutlich bessere Produkte, so Meyer. Allerdings erwirtschafte Deutschland insgesamt keinen großen Überschuss auf dem Weltmarkt, sondern sichere lediglich die Selbstversorgung. Der freie Wettbewerb habe zur Folge gehabt, dass Zölle und Beihilfen reduziert oder abgeschafft wurden.

Heute sei die Landwirtschaft in einer Krise, da Landwirte unter politischen Entscheidungen, wie zum Beispiel dem Russland-Embargo zu leiden hätten. Diese Entwicklung hätten die Jubilare miterlebt und mit dafür gesorgt, dass die Landwirtschaft in Deutschland trotzdem wettbewerbsfähig und umweltschonend sei und sehr gute Produkte auf den Markt bringe.

Weingarz schloss sich dem Dank an die Jubilare an, die sein Vorredner ausgesprochen hatte. Er erwähnte die Betriebswissenschaft und die Umweltthematik als neue Aspekte in der Landwirtschaft. Auch lobte er anerkennend die Meisterinnen der ländlichen Hauswirtschaft, die heute eine durchaus gleichwertige Stellung hätten. Sie seien ein Merkmal für Qualität und Kultur auf den Höfen. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Jubilare den Nachmittag ausklingen.

IL

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