Lohnunternehmen von Reinhard und Hartmut Franke in Oppendorf feierte mit einem „Tag der offenen Tür“ Jubiläum

50 Jahre im Dienste der Landwirtschaft

Firmengründer Reinhard Franke und Ehefrau Ursula sowie der heutige Betriebsleiter Hartmut Franke und seine Frau Kerstin (im Vordergrund) empfingen beim „Tag der offenen Tür“ zahlreiche Kunden und Geschäftsfreunde.

Oppendorf - (ges) Einen leichten Stand hatte Reinhard Franke 1959 nicht, als er seinen Landwirtschaftlichen Lohnbetrieb in Oppendorf gründete. Er war während des Zweiten Weltkrieges aus seiner Heimat in Petersdorf bei Frankfurt/Oder vertrieben worden, 1953 an den Stemweder Berg gekommen und hatte sich zunächst mit Gelegenheitsjobs bei der damaligen Schleppergemeinschaft Oppendorf über Wasser gehalten.

        „In den zurückliegenden 50 Jahren hat sich in der Landwirtschaft strukturell viel verändert“, betonten der Firmengründer  und sein Sohn Hartmut, der den Lohnbetrieb heute führt, während der Jubiläumsfeier auf dem Firmengelände Am Osterheider Ring 3. Zahlreiche Kunden nutzten den „Tag der offenen Tür“, um sich bei Essen und Trinken, Musik und Unterhaltung über den Maschinenpark der Jubiläumsfirma zu informieren. „Insbesondere in den Mittagsstunden war richtig was los“, resümierte Hartmut Franke nach der Veranstaltung. Insgesamt bewertet er die Jubiläumsfeier positiv, „weil wir mit den Besuchern ins Gespräch gekommen sind“.

Firmengründer Reinhard Franke startete den Schritt in die Selbstständigkeit 1959 mit einem 30 PS starkem MAN-Trecker und vier Geräten: einer Dreschmaschine, einem Kartoffeldämpfer, einer Wiesenwalze und einem Kartoffelroder. Eine Scheune oder einen ähnlichen Unterstand gab es in den Anfangsjahren noch nicht. Erst 1966 ließ Reinhard Franke eine kleine Halle errichten.

Weil Anfang der 60er Jahre ein schlagartiger Umbruch in der Landwirtschaft einsetzte, schaffte der Firmengründer den ersten Mähdrescher, damals noch mit Absackstand, und eine Getreidespritze an. 1964 kam der erste Mähdrescher mit Korntank auf das Firmengelände. Im Zweijahresabstand kam jeweils das größte Erntemodell hinzu, so dass 1971 bereits vier Mähdrescher auf dem Hof standen.

Die Flurbereinigung und die damit verbundenen Flächenzusammenlegungen brachten dem Landwirtschaftlichen Lohnunternehmen einen weiteren Auftragsschub. Der Maschinenpark wurde um einen Mais-, Raps- und Stoppelrübenhäcksler aufgestockt. Zum Unterstellen der Gerätschaften folgten Erweiterungen der Hallenkapazitäten – in den Jahren 1976, 1987 und 1996. „Den ersten selbstfahrenden Maishäcksler haben wir 1978 angeschafft“, berichtete der Firmengründer anlässlich der Jubiläumsfeier, „und 1980 wurde der erste Kabinenmähdrescher mit einer Arbeitsbreite von 4,5 Metern an uns ausgeliefert“.

Bevor Reinhard Franke die Firmenleitung am 1. Juli 1991 in die Hände seines damals 21-jährigen Sohnes Hartmut legte, hatte er zwischenzeitlich noch Gerät zum Maisdreschen und -mahlen (CCM) und einen Silierwagen für die Grassilage gekauft. „1989 besaßen wir die erste Großpackenpresse im ganzen Kreis Minden-Lübbecke“, weiß Franke bis heute.

Die Expansion des Landwirtschaftlichen Lohnunternehmens hat sich bis heute fortgesetzt: 1992 wurde die Firma Kreienbrock aus Wes-trup übernommen, wenig später das Angebot der Lohnarbeiten um die Gülleausbringung mit Schleppschläuchen und Getreideaussaat mit Säkombination erweitert. „In den 90er Jahren wurden die Maschinen zwar komfortabler und langlebiger, aber auch erheblich teurer“, weiß Firmenjunior Hartmut Franke. Dennoch investierte er immer wieder in die Zukunft und ersetzte in die Jahre gekommene Technik durch modernstes Gerät. Immer vor dem Hintergrund, ein zuverlässiger Partner für die Landwirte rund um den Stemweder Berg zu sein.

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