Vorschläge beim ersten Leverner Dorfgespräch vorgestellt / Respekt und Kritik

Ideen für mehr Lebenskultur

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Auf gemischte Reaktionen stießen die Ideen, die Ralf Wenzel (r.) den Levernern am Dienstagabend beim ersten Dorfgespräch präsentierte. ·

Levern - Gedanken, Anregungen und Ideen, wie das Leben in Levern auch zukünftig attraktiv gestaltet oder optimiert werden kann, bildeten am Dienstagabend die Basis der Gespräche im Rahmen des ersten Dorfgesprächs. In den Diskussionen ging es unter anderem um das Freizeitangebot und den Tourismus des Ortes.

Rund 30 Bürger und Vereinsvertreter waren ins Hotel Meyer-Pilz gekommen, um sich das Konzept von Gitta und Dirk Huntemann, Ullrich Kettler und Ralf Wenzel anzuhören. Unter dem Dach des Heimatvereins hat sich die Interessengemeinschaft Dorfentwicklung Anfang des Jahres zusammengefunden. Seitdem haben die Funktionsträger einige Projekte für Levern angeregt, die sie den Interessierten nun vorstellten.

Bernd Binsack von der Gemeinde Stemwede berichtete vom „Offenen Treff Levern“, den er im Mai angestoßen hatte. Derzeit sei die Beteiligung noch steigerungsfähig, so der Jugendförderer. Zusammen mit Henning Rodenbeck vom CVJM Levern würde er beim nächsten Treffen am Dienstag, 2. Juli, gerne mehr Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren im Gemeindehaus begrüßen.

„Einen Platz zum Arbeiten und für Ideen“ suchen die rührigen Mitglieder der Interessengruppe als eine Art „Dorfschmiede“. Darin wollen sie den „Kurs auf der eingeschlagenen Richtung halten“, so Ralf Wenzel. Weitere Ideen, deren Details noch besprochen werden müssen, stellte Wenzel vor: Von der Mitgestaltung des Schulgeländes, einer Schlittschuhlauf-Bahn sowie einem Schwimmteich war am Dienstag die Rede.

Auch wenn die Ideen von der Mehrzahl der Anwesenden positiv aufgenommen wurden, so gab es doch auch Kritik. Insbesondere am Schwimmteich schieden sich die Geister. „Es ist das Projekt mit dem größten Risikopotenzial“, erklärte Ullrich Kettler. Zudem handele es sich um eine Idee von vielen, und „wenn die nicht umgesetzt wird, ist das auch nicht schlimm“.

Paul Dingemann (FWG) fragte sich, ob es überhaupt Geld für die Realisierung gebe, woraufhin Ralf Wenzel daran erinnerte, dass das erste Treffen lediglich der Ideensammlung diene. „Die Kosten sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht relevant“, fand auch Ingrid Hölscher, die dem Einsatz der Interessengruppe Respekt zollte. Jürgen Lückermann (FWG) gingen die Ideen „zu weit“. „Wir sind attraktiv genug, und mit den Projekten wird Leistungsdruck aufgebaut“, so der Leverner.

„Es gibt noch Verbesserungspotenzial“, erklärte Ralf Wenzel hinsichtlich des bestehenden Angebots an Infrastruktur und des regen Vereinslebens. Um auch in Zukunft Familien und neue Bürger nach Levern zu locken, müsse „die Lebenskultur“ erweitert werden. „Wie lange wollen wir noch warten, bis uns die Jugendlichen den Rücken kehren“, fragte sich auch Gerhard Stegmann (SPD). Die Mitglieder der Interessengruppe wollen sich mit neuen Ideen bei etablierten Veranstaltungen einbringen: „Beim Kindertag im Heimathaus kann man Medaillen verteilen, und das Frühlingsfest 2014 braucht auch neue Anregungen“, so Ralf Wenzel.

Damit die Ziele auch langfristig überlebensfähig bleiben, regten die Verantwortlichen des Dorfgesprächs eine so genannte Projekt-Patenschaft an. „Wir brauchen Kümmerer, die das Projekt betreuen, es erhalten oder auch erweitern“, unterstrich Ralf Wenzel den Gedanken, der die Verwaisung von Plätzen und Gruppen verhindern soll.

Die angesprochenen Ideen sollen in den nächsten Wochen in kleineren Arbeitsgruppen weiter konkretisiert werden. „Zur Ideensammlung werden wir Vereine, Einzelpersonen und Firmen ansprechen“, erklärte Wenzel. Das Dorfgespräch soll ab sofort eine feste Einrichtung werden. Jeder ist eingeladen, sich an jedem zweiten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Hotel Meyer-Pilz zu beteiligen. „In jedem schlummern kleine Ideen“, lädt Wenzel Interessierte ein. Weitere Informationen zu der Interessengruppe Dorfentwicklung gibt es auch auf deren neuen Internetseite. · abo

http://www.levern.de

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