Buntes herbstliches Programm an der Oppenweher Bockwindmühle

Hochprozentiges auf Rädern

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Gern lässt sich Karl-Heinz Bollmeier (3.v.l.) die vielen Funktionen und Aktionen der Amateurfunker (v.l.) Ingrid „DF3QI“, Alfred „DH6YAG“, Hartmut „DL8YDU“, Heinrich „DL3YAB“ und Diethard „DL8NL“ erklären.

Oppenwehe - Das Wetter hätte besser kaum sein können. Herbstlich zwar, aber mit warmer Jacke ließ es sich draußen durchaus gut aushalten. Und wem beim jüngsten Mühlentag an der Oppenweher Bockwindmühle trotzdem etwas kühl ums Herz wurde, der wärmte sich kurzerhand von innen auf. Zur Freude der vielen Besucher rollte am Nachmittag das urige Schnapsmobil aufs Mühlengelände und war im Nu dicht umlagert.

Eigenhändig „zusammengeschustert“ hat Manfred Nubbemeyer aus Lemförde das besondere Gefährt mit dem rund 100 Jahre alten Humboldt-Deutz-Motor. „Die Brennanlage stammt aus dem Jahr 1935“, erzählt der Hobby-Konstrukteur. Er habe die mobile Brennerei entworfen und in unzähligen arbeitsintensiven Stunden liebevoll aus Schrott zusammengebaut. Kaum hatte er am Sonntag das Mühlengelände angesteuert, fanden sich testfreudige „Schnapsdrosseln“, die das Gebräu aus den Brennkesseln vernaschen wollten.

Dazu spielten die Oppenweher Mühlenmusikanten gewohnt stimmungsvoll altbekannte Ohrwürmer, und manch ein Mühlenbesucher ließ es sich nicht nehmen, ein Tänzchen unter freiem Himmel zu wagen.

Für alle „Süßschnäbel“ hatte Willi Schlottmann seinen Honig-Stand aufgebaut. Der Hobby-Imker hielt nicht nur seinen begehrten Brotaufstrich bereit, gern erklärte er die Produktion der fleißigen Insekten anhand von Waben und Bienenkörben. „Mein Honig bleibt bis zum letzten Rest im Glas streichfähig“, erklärt Schlottmannn. Das läge an einem speziellen Rührverfahren.

Ein nicht alltägliches Hobby stellten die Amateurfunker des Ortvereins Wiehengebirge im Altkreis Lübbecke vor. Sieben des etwa 70 Mitglieder zählenden Vereins hatten ihre Gerätschaften auf dem Mühlengelände aufgebaut und berichteten stolz, dass sie Kontakte in alle Welt pflegen würden.

Am Sonntag empfingen sie Nachrichten via Morsezeichen aus Neuseeland und Indonesien. „Wir brauchen keine Netzversorgung und keine Telefonleitung – wenn in Krisenzeiten jegliche Kommunikation zusammenbricht, können wir Funker noch immer senden und empfangen“, erklärte eines der Mitglieder.

Nach dem Bummel über das Mühlengelände bot sich Gelegenheit, unter den großen Bäumen bei Kaffee und Kuchen oder bei Bratwurst und kühlen Getränken zu stärken.

Einen Abstecher zur Mühle hatten auch die Silberkonfirmanden der Kirchengemeinde Oppenwehe unternommen, schon seit Jahren würde der Termin dieser besonderen Konfirmation mit dem Mühlentag abgestimmt, um für ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm der Jubilare zu sorgen, sagte Mühlenvereins-Chef Karl-Heinz Bollmeier.

Das einzige, was an diesem Mühlentag fehlte, war der Wind, um die Mühlenflügel in Bewegung zu setzen, damit die drei Hobby-Müller Hans-Rudolf Galla, Ralf Brand und Irka Müller die drei Mahlgänge der Bockwindmühle erklären konnten. Aber auch ohne Mehlproduktion gab es am Sonntag etliche Fragen der Besucher zu beantworten. · hm

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