„Käfer-Treffen“ mit vielen Stammgästen

Hier haben wir alles, was wir brauchen

Satmmgäste beim VW-Treffen des „Käferclubs Lübbecker Land“ auf dem gelände an der Reithalle in Pr. Ströhen: Detlef und Gertrud Kampf aus Hamburg-Niedorf.

Pr. Ströhen - (ges) · Einerseits ist es die familiäre Atmosphäre, die Detlef und Gertrud Kampf jedes Jahr nach Pr. Ströhen lockt, andererseits sind es die zivilen Preise, die die beiden Senioren aus Hamburg-Niedorf auf dem Sportgelände an der Reithalle zu Stammgästen beim jährlichen VW-Treffen des „Käferclubs Lübbecker Land“ gemacht haben.

        Zum siebten Mal in Folge hatte das Ehepaar aus der Hansestadt jetzt für mehrere Tage mit seinem VW-Bulli T1 und angehängtem Eriba Puck einen Stellplatz auf dem Sportgelände bezogen. Beide zählten zu den ersten der annähernd 200 Teilnehmer am Käfer-Treffen. „Inzwischen wird uns immer der gleiche Stellplatz zugewiesen“, freuen sich die beiden passionierten Bulli-Fahrer, „auch das ist längst nicht überall so“. Bei der Verteilung der Schlafgelegenheiten waren sich Gertrud und Detlef Kampf schnell einig: „Ich nächtige im Wohnanhänger“, feixt der 71-Jährige, „und meine Frau macht sich im T1 breit“.

Schon Anfang der Woche hatten beide die notwendigen Utensilien in ihrem mit 30 Pferdestärken und einer 6-Volt-Anlage ausgestatteten VW-Bulli verstaut, um direkt von Hamburg-Niedorf Mitte der Woche gemütlich („gute 80 Sachen läuft der Veteran bei einem Durchschnittsverbrauch von acht Litern noch“) nach Pr. Ströhen zu fahren, angetrieben vom Reiz, „dort viele Freunde und Gleichgesinnte wiederzutreffen“. Am Donnerstagmorgen waren die Hansestädter da, am späten Montagnachmittag ging es wieder zurück, mit einem mehrtägigen Zwischenstopp in Celle.

Seitdem der 71-Jährige und seine zwei Jahre ältere Ehefrau im Besitz des blau-weißen VW-Bullis sind, haben sie nicht nur die Liebe zum „Volkswagen“ entdeckt, sondern kurven auch jährlich zu mehr als zehn Käfer-Treffen. Bis Bautzen im Osten, Schweinfurt im Süden, Cuxhaven im Norden und Fürstenau im Westen. „Einmal waren wir auch schon im holländischen Venlo, das Treffen war uns aber zu groß“, erinnert sich das Ehepaar. „Hier ist alles viel gemütlicher und überschaubarer.“

Großartige Touren in die Umgebung haben Gertrud und Detlef Kampf nicht unternommen, ein Ziel hat die 73-Jährige aber – wie jedes Jahr – angesteuert: Die Gärtnerei an der Pr. Ströher Allee, um von dort ein schönes Blumengebinde mit nach Hause zu nehmen. „Ansonsten haben wir hier auf dem Platz alles, was wir brauchen, insbesondere die Freunde, mit denen wir allabendlich bis weit nach Mitternacht zusammensitzen und klönen.“

Dann erinnern sich beide noch an frühere Jahre, „in denen wir von Mai bis September von einem Käfertreffen zum nächsten gedüst sind und fast jedes Wochenende unterwegs waren“. Heute lässt es das Hamburger Ehepaar etwas ruhiger angehen: „Zehn Treffen reichen uns inzwischen.“ Die nächsten sind übrigens schon wieder fest eingeplant. Vom 27. bis 29. August geht es nach Engelsdorf bei Leipzig, am 5. September zu einem Tagestreffen nach Elmshorn.

Die jüngste Veranstaltung des Käferclubs Lübbecker Land war bereits die 18. auf dem Gelände an der Pr. Ströher Reithalle. Nach der Gründung der Interessengemeinschaft im Jahre 1986 richteten die heimischen Käfer-Freunde die ersten drei Treffen auf dem Schützenplatz in Wehe aus. „Weil die Veranstaltung jedesmal größer wurde, war das Gelände schon bald zu klein“, erinnert sich der gebürtige Kleinendorfer Bernd Wude. „Ein Jahr waren wir dann auf dem Gelände an der Realschule in Rahden, bevor wir mit Unterstützung der Stadt und den Pr. Ströher Vereinen hier unsere Zelte aufschlagen durften.“

Ebenso wie der Clubsprecher waren auch die übrigen 25 Mitglieder des Käferclubs im Einsatz, wie schon in den 17 Jahren zuvor unterstützt von zahlreichen freiwilligen Helfern. „Es ist immer der gleiche Stamm, der uns tatkräftig hilft“, ist Wude stolz auf die fleißige Helferschar.

Neben den annähernd 200 Volkswagen verschiedener Formen und Farben, manche „aufgemotzt“, andere im Urzustand, waren auch mehrere Amphibienfahrzeuge zu sehen. Mit einem ganz besonderen Käfer war Otto Weymann aus Kassel angereist: Mit einem nach eigenen Angaben ältesten zugelassenen Käfer aus dem Jahre 1942. Angegliedert war auch wieder eine Autoteile-Tauschbörse, bei der Hobby-Schrauber ein ums andere Mal Zubehör fanden, was sie zuvor schon viele Monate gesucht hatten.

Die Veranstalter kümmerten sich nicht nur um gekühlte Getränke, sondern auch um eine deftige Verpflegung in fester Form. Zudem boten sie eine abendliche Party, eine Ausfahrt durch das Lübbecker Land und eine Rallye an, bevor sich die Teilnehmer mit dem Versprechen verabschiedeten, auch im nächsten Jahr zum Käfer-Treffen nach Pr. Ströhen zu kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Frankfurt nach Aufholjagd gegen Benfica im Halbfinale

Frankfurt nach Aufholjagd gegen Benfica im Halbfinale

Nordkorea reizt Trump: Atomgespräche mit USA nur ohne Pompeo

Nordkorea reizt Trump: Atomgespräche mit USA nur ohne Pompeo

Waldbrandgefahr: Viele Osterfeuer in Ostdeutschland abgesagt

Waldbrandgefahr: Viele Osterfeuer in Ostdeutschland abgesagt

Alte Schule auf der Auto Show in New York

Alte Schule auf der Auto Show in New York

Kommentare