„Pünktchen und Anton“ fesselte kleine und große Zuschauer / Theatergruppe Warmsen-Bohnhorst eingespieltes Team

Ein Duo mit Herz und Verstand

Ein beeindruckendes Zusammenspiel verschiedener Generationen zeigte die Theatergruppe Warmsen-Bohnhorst am Sonntag in der Begegnungsstätte in Wehdem mit dem Stück „Pünktchen und Anton“.

Wehdem - (Art) · „Es war kolossal spannend.“ Diese Lieblingsfeststellung der kleinen Louise, genannt Pünktchen, konnten wohl auch die großen und kleinen Zuschauer unterschreiben, die sich zur Aufführung von Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ am Sonntagnachmittag in der Begegnungsstätte in Wehdem eingefunden hatten.

        Die Theatergruppe Warmsen-Bohnhorst wusste mit natürlicher Spielfreude, pfiffigen Texten, einem schlichten, aber gut durchdachten wechselnden Bühnenbild sowie harmonischem Zusammenspiel kleiner und großer Darsteller fast schon profihaft zu überzeugen.

Es war jedem sofort vertraut – das Erich Kästner-Duo „Pünktchen und Anton“. Luise (Chiara Gerling), genannt Pünktchen, lebt mit ihren Eltern, dem Fabrikdirektor Pogge (Michael Twardy) und seiner Frau (Anita Meier), die beide kaum Zeit für sie haben, dem Kindermädchen Fräulein Andacht (Katharina Dröge) und der Köchin Berta (Sabine Damke) in einer großen Berliner Villa. Obwohl ihre Eltern sehr wohlhabend sind, muss Pünktchen trotzdem ohne das Wissen der Eltern auf Druck des Kindermädchens mit ihr betteln gehen. Dabei lernt sie auch Anton (Eike Ferdinand Zeh) kennen, der ebenfalls bettelt, allerdings aus echter Not. Denn er kümmert sich neben der Schule und dem Lebensunterhalt um seine kranke Mutter (Sandra Zeh).

Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensverhältnisse werden Pünktchen und Anton bald dicke Freunde, die viel miteinander unternehmen und erleben. Antons Scharfsinn sorgt dafür, dass das böse Treiben des windigen Verlobten des Kindermädchens auffliegt und dieser nach versuchtem Einbruch in die Pogge-Villa mit Hilfe von Anton und Köchin Berta festgenommen wird. Ende gut – alles gut, hieß es zum Schluss auch in Wehdem, als Anton mit seiner Mutter, dem neuen Kindermädchen Pünktchens, in die Villa der Pogges einziehen darf. Pünktchen ist nicht mehr allein und Anton und seine Mutter leben endlich in gesicherten Verhältnissen.

Beeindruckend das Spiel, vor allem der jungen Darsteller mit viel Witz, kindlicher Natürlichkeit und dem manchmal schon „altklugen“ Wissen um die Dinge des Lebens. Vor allem die Textsicherheit der Mädchen und Jungen ließ bewundernde Stimmen bereits während der Aufführung im Publikum laut werden. Der lang anhaltende Schlussapplaus endete mit der Vorstellung aller Akteure, auch Pünktchen Nummer zwei, denn bei der nächsten Aufführung wird Saskia Wiehe die Rolle des patenten Mädchens übernehmen.

„Ihr hattet die schwierigsten Rollen“, bedauerte Regisseur Ernst Stahlhut mit Jenny Engelking, Nico Minkner, Joshua Meyer, Celine Dohrmann, Joeline Meier diejenigen Kinder, die bei diesem Theaterstück nur spielerisch agierten und keine Sprechrolle hatten. „In eurem Alter so lange den Mund zu halten, ist wirklich hart, das wird sich beim nächsten Mal“, versprach er. „Da bekommt auch ihr Redezeit.“

Der Dank des Ensembles an die Zuschauer zeigte, dass hier aufeinander traf, was zusammen passt. „Es hat Spaß gemacht, vor Euch zu spielen“, so Martin Wiehe, „Chef“ der Theatergruppe. Am kommenden Sonntag ist das Stück um 15 Uhr in der Haupt- und Realschule Uchte, am Sonntag 14. Februar, um 15 Uhr in der Grundschule Lavelsloh zu sehen.

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