Frauen des FC Oppenwehe übernehmen bei der Blutspende den Küchendienst

Helfer im Hintergrund

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Peter Töws, Lina Kroll, Andrea Lorenz und Stephan Gierhake vom Blutspendeteam (sitzend v.l.) lassen sich den Imbiss schmecken. Zusammen mit Ulrike Gralla (l.) und Reinhold Gralla (r.) sorgte die Küchenhelferinnen Renate Spreen, Ingrid Hohlt, Ulla Kruschin, Elisabeth Schäfer, Annegret Vahrenhorst und Birgit Meier (v.l.) wieder für einen reibungslosen Ablauf bei der Blutspende in Oppenwehe. ·

Oppenwehe - Von Anika BokelmannDer Blutspenderaum ist leer – es dauert noch eine Stunde, bis die ersten zum Aderlass kommen. Doch in der Küche der Oppenweher Grundschule herrscht Trubel. Sechs Frauen sind damit beschäftigt, den Imbiss vorzubereiten, der nach der Spende gereicht wird. Später werden vier weitere Helferinnen in der zweiten Schicht arbeiten. „Die Spender sollen zufrieden nach Hause gehen“, erklärt Reinhold Gralla vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), warum das Essen bei der Blutspende so wichtig ist.

„Die ehrenamtlichen Helfer haben die meiste Arbeit“, weiß Ulrike Gralla vom Stemweder DRK. Nach ihrer Arbeit kommen die Männer und Frauen, um in der Küche, an der Anmeldung oder an den Betten zu helfen und damit das Ärzteteam vom Blutspendedienst OWL zu unterstützen. Doch bei aller Arbeit kommt der Spaß nicht zu kurz. So scherzen Renate Spreen, Birgit Meier, Annegret Vahrenhorst, Ingrid Hohlt, Ulla Kruschin und Elisabeth Schäfer beim Vorbereiten in der Schulküche und sorgen für Ablenkung von den Aufgaben – Kaffee kochen und Brote schmieren sowie Abwaschen und Aufräumen.

Daher ist ein Schichtdienst nötig. In der ersten Gruppe mit sechs Frauen wird „der große Andrang abgefertigt“, erzählt Ulla Kruschin. In dieser Zeit gehe es am stressigsten zu, denn alles wird vorbereitet und dann im Kühlschrank aufbewahrt. Die zweite Schicht bleibt bis 21 Uhr, um nach der Blutspende wieder alles auf Vordermann zu bringen.

„Wenn sehr viele Spender kommen, müssen die Frauen am Abend auch nochmal für Nachschub sorgen“, sagt Elisabeth Schäfer. Aber darauf habe man keinen Einfluss – mal seien die Lebensmittel sehr knapp bemessen, mal würde viel übrig bleiben, so Schäfer. Auch die Urlaubszeit mache sich in diesem Jahr kaum bemerkbar, freut sich Ulrike Gralla über die konstanten Zahlen beim Aderlass.

In Oppenwehe sorgen die Frauen der Turngruppe des FC Oppenwehe seit etwa zehn Jahren für einen reibungslosen Ablauf in der Küche. In Levern übernehmen die Frauen des Singkreises, in Wehdem und Dielingen die Frauen vom DRK den Küchendienst.

Beim Blutspendetermin am Donnerstag schmierten die Frauen Brotplatten von zehn Laiben Brot, kochten zig Kannen Kaffee und stellten vier Pakete Milch dazu. Für die Fleischwaren – zum Imbiss gehören in Stemwede meistens Bockwürstchen mit Salat – wurden etwa 80 Euro ausgegeben, wie Reinhold Gralla als Blutspendebeauftragter weiß. „Wir kaufen stets bei heimischen Firmen“, betont er. Auch für Vegetarier sowie islamische Spender gebe es die passenden Lebensmittel, sagt Gralla, der gemeinsam mit seiner Frau die Gesamtorganisation der Blutspenden hat.

Finanziert wird der Imbiss durch eine Pauschale, die der DRK-Ortsverein für jeden Blutspender erhält. „In der Regel kommen wir damit aus“, so Gralla. Sollten doch mal mehr Spender kommen als gewöhnlich, helfe der Ortsverein aus.

Bevor sich die Türen der Oppenweher Grundschule für die Spender öffnen, sitzen alle Helfer gemeinsam um die gedeckten Tische und essen von ihren vorbereiteten Platten. Schließlich brauchen sie für die nächsten Stunden genug Energie.

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