Neujahrsempfang des Kreislandfrauenverbandes in Espelkamp / „Glanz und Gloooria“ strapazierten Lachmuskeln

„Gute Wünsche stiften Gemeinschaft“

Großer Bahnhof in Espelkamp: Vorsitzende Marlis Klocke und der Vorstand des Kreislandfrauenverbandes begrüßten neben rund 300 Landfrauen auch eine Vielzahl an Ehrengästen, darunter Steffen Kampeter und Landrat Dr. Ralf Niermann zum Neujahrsempfang im Bürgerhaus. Fotos (3): Schubert

Rahden - ESPELKAMP (Art). Gute Wünsche stiften Gemeinschaft und zaubern ein Lächeln ins Gesicht des Gegenübers. - Ein Grund mehr, warum der Kreislandfrauenverband am Anfang eines Jahres zum Neujahrsempfang einlädt.

       Bei einem Gläschen Sekt, einem munteren Rahmenprogramm und einem kleinen Imbiss wurde am Sonnabend im Espelkamper Bürgerhaus gleichzeitig eine besondere Premiere gefeiert: Nach dem Zusammenschluss der beiden Kreisverbände der Altkreise Lübbecke und Minden war die Jahresauftaktveranstaltung die erste gemeinsame Begrüßung des neuen Jahres. Kreisvorsitzende Marlis Klocke freute sich, dass auch viele Landfrauen aus dem Mindener Raum dabei waren.

Kritisch warf die Vorsitzende in ihrer Begrüßung einen Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklung und stellte die Verantwortung für ein menschliches Miteinander heraus. „Wir wissen, wie wir unseren Lebensunterhalt verdienen, aber nicht mehr wie man lebt. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben mehr Medizin, aber weniger Gesundheit. Haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Das ist das paradoxe unserer Zeit.“

Als Resultat dieses Wertewandels ließ Klocke auch den Dioxinskandal nicht außer Acht, der derzeit die Landwirtschaft erschüttert. „Skrupellose Gewinnsucht, die gedankenlos der Landwirtschaft einen Imageschaden zufügt und mitunter zu existenziellen Auswirkungen auf den Höfen führen kann.“

Mit rund 300 Teilnehmerinnen war die Veranstaltung besser besucht als erwartet. Darüber hatte eine Vielzahl an Ehrengästen, darunter die Bürgermeister oder deren Stellvertreter der Städte und Gemeinden sowie Vertreterinnen benachbarten Landfrauenverbände und des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes ebenso den Weg in die Stadt im Grünen gefunden wie der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Kampeter und Landrat Dr. Ralf Niermann. Er ist seit längerem förderndes Mitglied der Landfrauen und wurde von Annegret Flömer, stellvertretende Frontfrau an der Seite Marlis Klockes und Mitorganisatorin, als solcher „geoutet“.

Espelkamps stellvertretende Bürgermeisterin Christel Senkel freute sich ebenfalls über die vielen Gäste und verband ihren Neujahrsgruß mit einer Einladung an alle, die zum ersten Mal hier zu Gast waren: „Nutzen Sie die Zeit zu einer Fahrt durch unsere 60 Jahre junge Stadt. Nicht nur die Fassaden mit kreativem Farbdesign der Aufbau werden ein beeindruckendes Erlebnis sein.

„Sie setzen mit ihrem Engagement glanzvolle Akzente im und für den Kreis“, stellte Landrat Dr. Niermann in seinem Grußwort heraus, verbunden mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. „Sie sind mutig genug, mit dem Zusammenschluss neue Wege zu gehen. Es ist gut, dass es Sie gibt.“

Jung und modern präsentierte sich die erste Showeinlage. Die Jugendlichen der Hip-Hop-Tanzgruppe der Tanzschule Patsy Hull aus Lübbecke ernteten mit ihren Choreografien viel Applaus.

Abschalten vom Alltag und mit einem Lächeln Kraft für das neue Jahr tanken. Dafür sorgten im unterhaltsamen Teil Hilde Feld (Gesang) und Barbara Habig (Gitarre) als Kabarett-Duo „Glanz und Gloooria“. „Fettnäpfchen statt Cremetöpfchen“ lautete das Motto des kurzweiligen Programms, mit dem sie voll ins (Frauen-)Leben griffen. Mit spitzer Zunge und entwaffnendem Wortwitz ließen die Kabarettistinnen keine menschliche Schwäche aus, sondern holten sie, verpackt in ausdrucksstarke Chansons, auf die Bühne.

Mit einem Sphinx-Rätsel knackten sie die Stimmungsbremse und ernteten mit den Gewohnheiten von „Klaus-Dieter“ erste Lacherfolge. „Ohne Porno geht Klaus-Dieter nie ins Bett“ sang Feld mit süffisanter Miene, wenig später sorgte ein abgewandeltes „Minimal-Tanga“ für Aufsehen – und schon flog ein solcher goldglänzend ins Publikum. Sehr zur Freude der wenigen männlichen Gäste. Wovon Frauen beim griechischen Chiropraktiker träumen, demonstrierten die beiden Künstlerinnen mal ohne Musik in ihrem ganz speziellen Nacken-Entspannungs-Programm. Und als sich Feld zum Schluss des gut einstündigen Programms mit Hilfe von Lübbeckes stellvertretendem Bürgermeister Uwe Kröger in ein „aufgeblasenes“ Frauenzimmer verwandelte, gab es für das Publikum lachmuskeltechnisch kein Halten mehr.

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