Bünselmarkt: Wolfgang Schimmeck und Dietmar Meier ziehen sich zurück

Gewerbeschau-Chef und Marktmeister im Aufbruch

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Krisengespräch bei der Markteröffnung 2013: Marktmeister Dietmar Meier (l.) und Gewerbeschau-Planer Wolfgang Schimmeck (r.) ziehen sich aus Altersgründen aus dem Bünselmarkt-Geschehen zurück. Nachfolger hat Rüdiger Vogt (Mitte) für beide schon im Blick. · Archivfoto: Pröpper

Oppenwehe - Seit Jahrzehnten setzen sich der Polizeibeamte Dietmar Meier und der Fleischermeister Wolfgang Schimmeck aus Oppenwehe an mehreren Fronten für den traditionsreichen Bünselmarkt des Spargeldorfes ein. Meier ist als Marktmeister aktiv, Schimmeck als Planer der Gewerbeschau und des Oldtimer-Treffens. Beide ziehen sich jetzt aus Altersgründen zurück.

Während Meier schon beim nächsten Markt nur noch im Hintergrund stehen möchte, ist Schimmecks genaues „Dienstende“ noch unbekannt.

„Ich werde dem neuen Team mit Rat zur Seite stehen“, sagte Dietmar Meier gestern auf den bevorstehenden Markt-Ruhestand angesprochen. Neue Leute müssten jetzt das Ruder in die Hand nehmen. Sein Rückzug nach rund 20 Jahren sei altersbedingt und habe „nichts mit der Misere im letzten Jahr zu tun“, spielte der Marktmeister auf das Fernbleiben der Fahrgeschäfte 2013 an.

Als Nachfolger von Werner Sämann war der Bürgermeister-Vertreter in die Rolle des Marktmeisters gerutscht. Der Bünselmarkt sei zu dieser Zeit noch eine reine Angelegenheit der Gemeinde gewesen, so der 60-Jährige. Wer ihn ersetzen soll, ist noch nicht ganz spruchreif.

Wie Rüdiger Vogt als stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins Oppenwehe-Oppendorf auf Nachfrage erklärte, hat er aber schon einen „neuen Mann“ aus dem Verein „Wir in Oppenwehe“ im Auge. Der Verein wolle sich zukünftig stärker in Organisation und Abwicklung des Marktes einbringen.

Wer Wolfgang Schimmecks Aufgaben übernehmen soll, steht dagegen schon fest. Laut Vogt haben sich Klaus und Andreas Schäffer sowie Mike Möller als Team dazu bereit erklärt. Eine konkrete Entscheidung will der Gewerbeverein demnächst bei seiner Jahreshauptversammlung treffen.

Unter Schimmecks Regie läuft die Gewerbeschau seit 1977. „Ich höre nur aus Altersgründen auf. Wir gehen nicht im Streit auseinander“, betonte der Fleischermeister gestern. Die Oldtimer-Schau wolle er zusammen mit Günter Hübner noch weiterführen. „Wenn ich noch aushelfen soll, dann tue ich das“, so der 75-Jährige. Der Gewerbeschau habe es zuletzt an Publikumsverkehr gefehlt. „Das lag aber nicht nur an der Schau“, verwies Schimmeck auch auf den erkrankten Krammarkt.

Kommunalpolitik

weiterhin treu

Er habe immer erklärt, im Alter von 60 Jahren seinen „geordneten Rückzug“ antreten zu wollen, sagte Dietmar Meier gestern über seine ehrenamtlichen Tätigkeiten. Vor kurzem feiert er seinen sechsten runden Geburtstag.

Bei der gestrigen Jahreshauptversammlung des FC Oppenwehe wollte Meier nach 30 Jahren nicht wieder für das Amt des Geschäftsführers kandidieren (Bericht folgt).

Weiterhin mitarbeiten will er hingegen in der Stemweder Kommunalpolitik. Am 4. Februar nominiert die CDU-Ortsunion Oppenwehe ihre Kandidaten für die Ratswahl, und Meier will sich im Gegensatz zu seinem Oppenweher Parteifreund Jörg Tielbürger wieder aufstellen lassen. Zwei neue Kandidaten würden für Oppenwehe „einen zu großen Umbruch“ bedeuten, meint das langjährige Ratsmitglied. Seinen Platz, so er denn gewählt werde, hätte er nur geräumt, so Meier, „wenn sich eine hoffnungsvolle Person“ als Nachfolger gefunden hätte. · kap

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