Freiwillige Feuerwehr Stemwede übernahm sechs Kameraden in die Ehrenabteilung

Gerd Rybak: Dank auch an die Ehefrauen

Sechs Kameraden der Feuerwehr wurden in die Ehrenabteilung der Feuerwehr Stemwede übernommen. Bürgermeister Gerd Rybak und Gemeindebrandmeister Joachim Lübke bedankten sich bei Friedhelm Hagemeier, Günter Maler, Horst Möller, Helmut Schumacher, Wilhelm Strauer und Eckhardt Engfer (v. l.).

Levern - (km) · Der Dank ist den Feuerwehrmännern gewiss, wenn sie aus dem aktiven Dienst ausscheiden und in die Ehrenabteilung übernommen werden. Es ist gute Tradition, dass Jahr für Jahr der jeweils amtierende Bürgermeister diesen Dank ausspricht. Nach 24 Jahren Ekkehardt Stauss war das am Sonnabend in der Kleinen Festhalle Bürgermeister Gerd Rybak.

Und er dankte zunächst den Ehefrauen der Kameraden, weil „ohne Ihr Verständnis und Ihr Mitwirken“ die Feuerwehr nur die Hälfte wert wäre. War schon Stauss der Feuerwehr sehr verbunden, wie Rybak betonte („Der denkt mit Wehmut im Bäuchlein an die Feuerwehr.“), stehe er ihm in nichts nach. „Ich habe Respekt vor dem, was ihr in der Vergangenheit geleistet habt.“

Mit den sechs Kameraden, die nun in die Ehrenabteilung wechselten, wachse die auf 191 Mitglieder an. Diesen Verdienst hätten sie sich mit Erreichen der Altersgrenze erworben. Bis dahin hätten sie ihren Dienst „Retten, Löschen, bergen“ getan.

Zu jedem hatte sich Rybak einige Informationen besorgt. So ist Hauptfeuerwehrmann Friedhelm Hagemeier seit 35 Jahren im Dienst der Feuerwehr, unter anderem führte er 25 Jahre die Kasse in Westrup. „Er saß auf der Kasse wie ein Huhn auf den Eiern“, hatte sich Rybak sagen lassen.

Hauptfeuerwehrmann Eckhardt Engfer brachte es auf 36 Dienstjahre. Er kümmerte sich um die Belange der Jugendfeuerwehr Drohne-Dielingen. 34 seiner 40 Dienstjahre als Schriftführer war Unterbrandmeister Horst Möller bei der Löschgruppe Haldem und „immer bei Einsätzen dabei“. Hauptbrandmeister Helmut Schumacher, wusste Rybak, sei stellvertretender Löschgruppenführer in Niedermehnen gewesen und „bei allen flüssigen Wetten mit von der Partie“. Insgesamt brachte er es auf 40 Dienstjahre.

Mit 42 Dienstjahren hat Hauptfeuerwehrmann Günter Maler mit der aktiven Phase aufgehört. Er galt als ruhiger und besonnener Feuerwehrmann der Löschgruppe Twiehausen, „der keinem Späßchen abgeneigt war“. Auf beachtliche 43 Dienstjahre hat es Hauptfeuerwehrmann Wilhelm Strauer gebracht. Auch er sei für jeden Spaß zu haben gewesen und soll bei einem Ausflug nach Bayern sogar versucht haben, zu fensterln, was aber irgendwie wegen der falschen Leiter misslungen sei.

Diese sechs Männer verkörperten „235 Jahre und 216 Tage Dienst am Nächsten“. Das hätten sie freiwillig und selbstlos getan und sich dabei inhaltlich einer immer komplizierter und anspruchsvoller werdenden Aufgabe gestellt. „Was Sie geleistet haben, ist nicht selbstverständlich“, betonte der Bürgermeister.

Und er sei froh, sagte Rybak weiter, dass die Bereitschaft, etwas für die Allgemeinheit zu tun, in Stemwede viele Nachahmer gefunden habe. Derzeit bestehe die Wehr aus 429 Aktiven und 64 Jugendlichen. Sie alle bewiesen, dass die Feuerwehrideale in Stemwede noch Bestand hätten. „Darauf können wir stolz sein“, so Rybak, ehe er den sechs Kameraden die Urkunden überreichte und ihnen dankte. Das tat auch Gemeindebrandmeister Joachim Lübke, der zu Beginn der Veranstaltung betont hatte, wie froh er sei, dass die meisten Kameraden ihre Partnerin mitgebracht hätten. Für alle gab es Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke.

Grußworte überbrachte den Stemweder Kameraden für den verhinderten Kreisbrandmeister dessen Stellvertreter Klaus Schwichow. Er zeigte sich erstaunt über die große Beteiligung der Kameraden und sagte, dass das für den guten Zusammenhalt in der Feuerwehr spreche. Dann sprach er einige organisatorische Veränderungen bei der Feuerwehr des Kreises Minden-Lübbecke an, unter anderem auch den Beitritt zum Verband der Feuerwehren. Nun könnten wieder Leistungsnachweise und Ehrenurkunden vergeben werden, betonte er.

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