Winterdienst: Vier Landwirtschaftliche Ortsvereine geben Angebote ab

Gemeinde Stemwede schafft Salz-Notreserve an

„Mehr Streusalz können wir nicht vorhalten“, sagte André Köster am Donnerstag. Im Bauhof in Westrup lagern nun 70 Tonnen, in Oppenwehe liegt die 28 Tonnen umfassende Notreserve. ·
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„Mehr Streusalz können wir nicht vorhalten“, sagte André Köster am Donnerstag. Im Bauhof in Westrup lagern nun 70 Tonnen, in Oppenwehe liegt die 28 Tonnen umfassende Notreserve. ·

Rahden - WESTRUP · Frohe Weihnachten sehen anders aus: Statt mit Tannenbaum und Festtagsbraten beschäftigten sich die Mitarbeiter des Stemweder Bauhofes vergangenes Weihnachten mit glatten Straßen und Schneemassen. Teilweise arbeiteten sie an den Festtagen in Doppelschichten, um Herr über die Straßenlage zu werden.

„Man kann nicht überall zugleich sein“, sagte Bauhof-Mitarbeiter Andre Fischer. Er uns seine Kollegen mussten sich oft rechtfertigen, warum manche Straßen in der Flächengemeinde nicht frei waren. Dabei hatten sie unter anderem rund 100 Tonnen Salz verstreut.

Jüngst hatte sich der Betriebsausschuss für den Wasserbetrieb Stemwede mit dem Thema „Winterdienst“ beschäftigt. Bürgermeister Gerd Rybak hatte die Bauhof-Mitarbeiter für ihre gute Arbeit gelobt. Seiner Einschätzung nach sei eine Verbesserung des Winterdienstes aber nur durch den kostspieligen Einsatz von Fremdunternehmen möglich. Einig waren sich die Ausschussmitglieder darüber, dass es keine generelle Ausweitung des Winterdienstes geben soll.

Der Ausschuss vertagte die Entscheidung, ob Fremdunternehmen eingesetzt werden sollen, gab der Verwaltung aber den Auftrag, Angebote von Firmen einzuholen und auch die landwirtschaftlichen Ortsvereine anzusprechen. Letzteres übernahm André Köster, beim Fachbereich Bau und Planung zuständig für den Bauhof. Er habe bei vier landwirtschaftlichen Ortsvereinen nachgefragt, ob sie einspringen könnten und bislang vier Angebote erhalten. „Wie die Hilfe realisiert werden kann, das müssen wir noch gucken“, sagte er am Donnerstag.

Erschwerend kam 2010 hinzu, dass die Stemweder Streusalz-Vorräte aufgrund der kalten Witterung schnell zur Neige gingen. Nachschub musste her, doch der kam nicht. So richtig erklären kann sich André Köster den Mangel immer noch nicht. „Die Salzlieferanten haben es auf logistische Probleme geschoben. Zeitweise war gar kein Salz mehr zu bekommen.“ Tauchten doch mal wieder Vorkommen auf, lagen die Preise pro Tonne oft viermal so hoch wie üblich.

Damit Stemwede nicht wieder ohne Streugut dasteht, hat sich die Gemeinde schon vor dem Wintereinbruch um „Notfall-Salz“ bemüht. Auf dem Bauhof in Westrup lagern rund 70 Tonnen. „In normalen Wintern kommen wir damit locker hin“, betonte Köster. Weitere 28 Tonnen wurden jetzt als Notreserve auf dem ehemaligen Bauhof-Gelände in Oppenwehe deponiert.

„Mehr gelagertes Salz können wir nicht vorhalten, das könnten wir nicht begründen“, so Andre Köster. Sollten die Vorräte in diesem Winter wieder knapp werden, könne man nachbestellen, „und hoffen, dass auch geliefert wird...“ · kap

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