Richtlinie spricht jeder Stemweder Ortschaft 1500 Euro zu

Gemeinde-Geld für Dorfvereine

Levern - Stemweder Dorfvereine wie Leben in Wehdem, Wir in Oppenwehe, Dielinger Runde oder die Dorfwerktstatt Westrup haben es sich zum Ziel gesetzt, ehrenamtlich viel für ihre Ortschaften zu tun. Bislang mussten sie bei Vorhaben baulicher Art auf eine finanzielle Hilfe von der Gemeinde Stemwede verzichten.

„Das hat zu Frust geführt“, sagte bei der jüngsten Bauausschuss-Sitzung Sitzungsleiter Andreas Weingärtner. Auf der einen Seite sollten und wollten die Vereine etwas tun, auf der anderen habe es keine Unterstützung von Seiten der Kommune gegeben. Die Ausschussmitglieder stimmten deshalb für eine „Förderrichtlinie zur Durchführung kleinerer Maßnahmen der Dorferneuerung und Dorfentwicklung in der Gemeinde Stemwede“. Diese spricht jeder Ortschaft einen jährlichen Höchstförderbetrag von 1 500 Euro zu. Angesetzt hatte die Verwaltung vor der Sitzung 2 500 Euro.

Durch die Dorfgemeinschaften erlebe Stemwede eine „erhebliche Wertschöpfung“, sagte Bürgermeister Gerd Rybak. „Es wäre gut, wenn wir uns beteiligen und kleine Maßnahmen fördern könnten.“

In Petershagen sei dieses Prinzip seit Jahren erfolgreich. „Wir sollten uns daran orientieren, jedoch unter Vorbehalt der verfügbaren Haushaltsmittel“, so Rybak. „Auch für uns als Verwaltung ist die Situation frustrierend“, sagte Birgit von Lochow, Fachbereichsleiterin Bau- und Planung. Es wäre gut, wenn es eine Regelung gebe.

„Nach meinem Kenntnisstand haben wir am Ende des Jahres weniger Gewerbesteuereinnahmen als erwartet“, sagte Jürgen Lückermann (FWG), nicht sicher, ob man jetzt schon einen neuen „Pott“ aufmachen sollte. Seien die Rücklagen der Gemeinde voll, habe er nichts dagegen. „Wir haben am Jahresende keinen ausgeglichenen Haushalt“, mahnte er an. Den Fördertopf müsse man von Jahr zu Jahr neu bedienen, erklärte von Lochow. Voll und ganz hinter dem Vorschlag der Verwaltung stand FDP-Sprecher Wolfgang Fricke. „Wir sind auch dafür, würden den Höchstfördersatz aber auf 1500 Euro pro Ortschaft setzen“, sagte Jörg Bohne (CDU).

Hartmut Engelmann (SPD) war auch für einen Zuschuss für die Vereine, nur hätte seine Fraktion gerne mehr Informationen (aus Petershagen) gehabt. Deshalb plädierte er dafür die Entscheidung zu vertagen.

Die Petershäger verfolgten dieses Konzept sein mehr als zehn Jahren, und es habe sich als einfach und praktikabel erwiesen, erklärte Birgit von Lochow. „Wir vertun uns nicht, wenn wir jetzt entscheiden“, sagte Weingärtner. Das Schieben der Entscheidung sein keine gute Idee, fand Günter Grube (FDP).

Gut und anwendbar fand Monika Lösche (CDU) die Richtlinie, sprach aber wie ihr Parteikollege Bohne für einen niedrigeren Betrag. „Wir sind nicht gegen den Entwurf, aber wir sind nicht in der finanziellen Lage, um Geld vergeben zu können“, ermahnte Jürgen Lückermann seine Ausschuss-Kollegen.

Bei der Entscheidung enthielt sich die SPD, die Freien Wähler stimmten dagegen und CDU, FDP und Grüne waren dafür. · kap

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