Dieter Schlehäuser nimmt erstmals am Großglockner-Event teil

Geburtstagsgeschenk beschert WM-Bronze

Überwältigt: Dieter Schlehäuser freut sich mit Ehefrau Marlies über seinen dritten Platz bei der WM. ·

Rahden - RAHDEN/VARLHEIDE/ALT ESPELKAMP · Dieter Schlehäuser vom Vorstand der Treckerfreunde Varlheide lässt so gut wie kein Alttraktoren-Treffen aus. Doch dass er und Ehefrau Marlies einmal an der Großglockner-WM in Österreich teilnehmen würde, hätte er sich bis zu seinem Geburtstag nicht träumen lassen. Er kam als Drittplatzierter seiner Klasse zurück nach Hause

Schlachter Wilhelm Schröder aus Rahden hatte Ende März die Anmeldung für Dieter Schlehäuser als Geschenk zum 70. Wiegenfeste seines Kumpels in der Tasche. Schon länger hatten einige Varlheider und Alt Espelkamper Alttraktoristen darüber nachgedacht, gemeinsam an die Bezwingung des höchsten österreichischen Berges zu gehen.

„Die Veranstaltung ist in der Treckerszene der Renner und das Kontingent von 600 Startplätze binnen kürzester Zeit erschöpft. Auch dieses Mal war das Event innerhalb von acht Stunden ausgebucht. Selbst der Weltmeister des vergangenen Jahres erhielt keinen Startplatz mehr“, so Michael Tysper.

Bevor es am Donnerstagmorgen auf die zwölf Stunden lange Reise gen Österreich ging, wurden am Abend zuvor die historischen Landmaschinen von Dieter und Marlies Schlehäuser, Jörg Kolkhorst, Michael Tysper, Wilhelm Schröder und Erhard Klasing auf den Klasingschen Transporter verladen, der die historischen Schätzchen - vom Unimog über einen Bungarz Multifunktionsschlepper bis hin zum MAN Traktor Typ 430 von Dieter Schlehäuser – ins österreichische Bruck transportierte. Hier wurden am Freitagmorgen die Traktoren in Startaufstellung gebracht. „Dann ging es zur Gleichmäßigkeitsfahrt auf die 14 Kilometer lange Flachlandroute bis zur Mautstation in Ferleiten“, berichtet Michael Tysper. „Die grundlegende Herausforderung, die über Sieg und Niederlage entscheidet.“ Denn bei der Bezwingung weiterer 14 Kilometer entlang der Passstraße nach ganz oben am Sonnabend geht es nicht darum, wer als erster das Ziel nach 2 400 bewältigten Höhenmetern erreicht, sondern wer seine konstante Durchschnittsgeschwindigkeit beibehält. „Darin ist Dieter Schlehäuser ein Experte“, wissen seine Kameraden. Sein 30 PS starker MAN, Typ 430, Baujahr 1955, diente dem Landwirt bis zur Restauration jahrelang als Ackermaschine. „Da hast du irgendwann die Gangabstufungen im Kopf“, so der frischgebackene Bronzesieger, dessen Oldie weder eine Geschwindigkeitsanzeige noch einen Drehzahlmesser besitzt. „Das Zusammenspiel von Kopf und Fuß muss stimmen.“ Bei Schlehäuser stimmte alles, in der Klasse der Baujahre 1955 bis 1958 ließ er 147 weitere Starter hinter sich.

„Wir haben nach dem Wettbewerb mit einer Fahrt zur Edelweißspitze weitere 100 Höhenmeter bewältigt“, berichtet Marlies Schlehäuser noch immer beeindruckt. Denn bis dorthin wagen es nicht viele.

Auch die Siegerehrung genossen die heimischen Alttraktoristen in vollen Zügen. „Hier geht es nicht nur ums Gewinnen. Man kommt schnell ins Gespräch. Es ist wie eine große Familie“, macht Michael Tysper deutlich, dass das Gemeinschaftsgefühl und die Alpen-Gaudi eine noch größere Attraktivität als ein Sieg besitzen.

Dieter Schlehhäuser jedenfalls genießt seinen Bronzetitel, der zuhause nun erst einmal zünftig gefeiert wird. Über eine Teilnahme im nächsten Jahr will er jedoch noch nicht nachdenken. · Art

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