„Ganz oben“ ist noch immer gefragt

Heimatvereinsvorsitzender Bernhard Wietelmann und „Speuken“-Wirtin Beate Wöstehoff sind mit der dem Saisonverlauf am Nordpunkt zufrieden.

Pr. Ströhen  · Auch der nördlichste Punkt Nordrhein-Westfalens ist dieser Tage tief verschneit und hält seinen Winterschlaf. Zeit für Bernhard Wietelmann, Vorsitzender der Pr. Ströher Heimatfreunde, und „Speukenkieker“-Wirtin Beate Wöstehoff, in deren Händen die gastronomische Bewirtschaftung liegt, einen Blick auf die zurückliegende Saison am NRW-Nordpunkt zu werfen.

Die Sonnenuhren von Ortsheimatpfleger Friedrich Sander (Mitte) faszinierten in der zurückliegenden Saison zahlreiche Besuchergruppen.

„Auch neun Jahre nach seiner offiziellen Einweihung hat der Nordpunkt nichts von seiner Anziehungskraft verloren“, ziehen beide angesichts des guten und kontinuierlichen Besucherzulaufs ein zufriedenes Fazit für das ausklingende Jahr. Der NRW-Nordpunkt sei auch 2010 ein beliebtes Ziel für Tagestouren gewesen. Vor allen Dingen Radler- und Motorradgruppen machten „ganz oben“ immer wieder gezielt – manchmal auch zufällig – Station. Mit dem am Nordpunkt vorbeiführenden Fernradweg Bremen – Bad Oeynhausen, der Bahn-Rad-Route Weser-Lippe sowie einem innerstädtischen Radweg, der in diesem Jahr durch den Ausbau des Pr. Ströher Ortskerns bis zum Speukenkieker erweitert wurde, verfüge man über ein gut ausgebautes Radwegenetz, das sowohl von den Rahdenern als auch von auswärtigen Gästen geschätzt wird.

Ein Highlight der Saison 2010 war am Nordpunkt wieder das große Bikertreffen mit Teilnehmern aus dem weiteren Umland.

„Die Kombination aus Eurobahn und Draisine lockt zusätzlich sehr viele Besucher dorthin“, so Beate Wöstehoff. Aufgrund dieser sich ergänzenden Transportmittel sei die Landesgrenze auch für viele Gäste aus dem Bielefelder und Herforder Raum ein attraktives Ausflugsziel. „Nicht nur an den Wochenende, sondern auch in der Woche herrschte hier viel Leben.“ Und nach Absprache sorgt die „Just-in-Time-Bewirtung” durch das „Speukenkieker“-Team dafür, dass Besuchergruppen nicht hungrig die Weiterreise antreten müssen. Klar, dass „Speuken“-Wirtin Beate Wöstehoff mit dem Verlauf der Saison zufrieden ist. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass dort, wo friedlich Kühe an der Grenze zu Niedersachsen grasen, diese kleine touristische Attraktion versteckt liegt. Der immer weiter vorgenommene „Ausbau“ dieser geschichtsträchtigen Stätte – Einweihung des Nordpunkthauses im Jahre 2004 und in den letzten Jahren der von Ortsheimatpfleger Friedrich Sander angelegte und immer wieder erweiterte „Sonnenuhrenpark“ – locken mittlerweile noch ganz andere Besuchergruppen an den nördlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens.

„Häufig sind es Schulklassen und Jugendgruppen, die sich die alt hergebrachte Methode der Zeitmessung erläutern lassen“, stellte Sander bei der Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde unlängst erfreut fest. „Der Nordpunkt führt alle Generationen in irgendeiner Weise zusammen.“

Ein besonderes Highlight der Saison war erneut das Bikertreffen, das zum achten Mal Motorradfreunde aus dem nahen und weiteren Umland anlockte. „Das Wetter stimmte“, so Wietelmann. „Und die geselligen Benzingespräch inmitten unberührter Natur sprechen sich in der Bikerszene immer weiter herum.“ „Daran hat auch der monatliche Bikerstammtisch im ‚Speuken’, der gut angenommen wird, großen Anteil.“

Die Heimatfreunde und Beate Wöstehoff sehen auch für 2011 keinen Grund, ihre Aktivitäten am nördlichsten Zipfel des Landes einzuschränken oder zu verändern. „Es läuft alles rund und die Besucher sind zufrieden. Für neue Anregungen haben wir jedoch jederzeit ein offenes Ohr.“

Trotz der positiven Bilanz haben sich die Pr. Ströher Heimatfreunde für das kommende Jahr bereits neue arbeitsintensive Ziele gesteckt. „Wir wollen die Beschaffenheit des Bodens mit Mulchen verbessern. Dazu müssen wir ihn aber erst abtragen“, erklärt Wietelmann. Dennoch freuen sich schon jetzt alle Mitglieder auf die am Osterwochenende beginnende neue Saison.

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