Zwei Jungtiere kommen in Oppenwehe zur Welt, drei in Levern / Beringung bei Summanns

Fünf Jungstörche schlüpfen in Stemwede

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Hoch hinaus: Rainer (9) durfte als erster einen Blick ins Oppenweher Storchennest werfen. ·

Rahden - OPPENWEHE/LEVERN · Wenn der Storch die Babys bringt, wer bringt dann die Babys von Störchen? Eine Frage, die sich seit einigen Wochen die Oppenweher Familie Summann stellen kann.

Bis gestern wussten Robert und Daniela sowie ihre Kinder Jenny und Rainer zwar, dass es Nachwuchs in ihrem Pfahlnest im Moor gibt, dass es aber zwei Jungtiere sind, die ihre Eltern auf Trab halten, erfuhren sie erst, als Stefan Bulk und Hubwagen-Bediener Jürgen Plagge zum ersten Mal in Nesthöhe fuhren.

Mitgebracht hatte Bulk als ehrenamtlicher Storchenbetreuer des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ drei mit Zahlen-Buchstaben-Kombinationen versehene Ringe zur Kennzeichnung der Kleinen, da er drei im Nest vermutet hatte. Die Jungstörche, schätzte der Experte, seien vor drei beziehungsweise zweieinhalb Wochen geschlüpft. Ihre Eltern blieben während der Beringung auf Abstand, ließen das Nest aber nicht aus den Augen.

„Die Westerweiterung freut uns. Da haben wir jahrelang drauf gewartet“, erklärte Bulk. Störche waren in Stemwede und anderen westlichen Kommunen des Kreises Minden-Lübbecke in den vergangenen Jahren rar. In Rahden gibt es dieses Jahr laut Bulk beispielsweise keinen Storchennachwuchs. Und auch in Oppenwehe musste die Familie Summann lange warten: Seit 1979 hat laut Aufzeichnungen des Aktionskomitees kein Storchenpaar mehr das Nest besetzt – nur Gelegenheitsbesuche wurden verzeichnet (wir berichteten).

Stefan Bulk weiß: „Nach der Flurbereinigung ging‘s bergab.“ Umso erfreuter sind er und seine Komitee-Kollegen, dass langfristige Artenschutzmaßnahmen greifen und der Storch langsam in den Altkreis zurückkehrt. Angesichts der widrigen Witterungsbedingungen bezeichnete er die Zahl der Jungvögel in diesem Jahr als gut.

Vergangene Woche musste Bulk schon in Levern aktiv werden. Im Nest in der Niederheide lagen drei damals drei Wochen alte Jungstörche, die in die Kartei der Vogelwarte Wilhelmshaven aufgenommen werden wollten. · kap

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