Derzeit Unterdeckung von fast 55 000 Euro

Friedhofsgebühren sollen kräftig steigen

Levern - (km) · Um das nicht vorhandene Geld drehte sich alles am Mittwochabend während der Sitzung des Stemweder Finanzausschusses. Außerdem waren nach der neuen Zusammensetzung des Gremiums durch die Wahl einige Regularien erforderlich. So wurde Dietmar Meier (CDU) zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses gewählt. Dem Ausschuss steht Bürgermeister Gerd Rybak vor.

Gar nicht erst in die Diskussion gelangte die Vorlage der neuen Verwaltungsgebührensatzung, die teilweise erhebliche Preissteigerungen für Dienstleistungen der Gemeinde vorsah. Rybak zog namens der Verwaltung die Vorlage zurück.

An den Rat weitergeleitet wurde, trotz der von Wilhelm Riesmeier vorgetragenen Bedenken, weil die SPD-Fraktion noch nicht abschließend beraten hat, die Anpassung der Gebühren für die Friedhofsnutzung. Die Friedhofsgebührensatzung sieht ebenfalls zum Teil deutliche Preisstegerungen vor. Damit soll ein drohendes kalkulatorisches Defizit von knapp 55 000 Euro ausgeglichen werden, hieß es seitens der Verwaltung.

Für die CDU-Fraktion fragte Monika Lösche, wie „wir die Kosten zum Stoppen kriegen können. Das darf nicht immer so weiter gehen.“ Allerdings, daran erinnerte die Sitzungsvorlage, sind die Gebühren zuletzt vor sechs Jahren angepasst worden. Lösche regte an, Überlegungen anzustellen, ob nicht Leistungen eingeschränkt werden könnten, eventuell beim Pflegeaufwand. Sie räumte aber auch ein, dass „wir keine besseren Vorschläge haben, aber den Finger heben“.

Manfred Südmeyer vom Friedhofsamt gab jedoch zu bedenken, dass es schwierig sei, „was rauszukürzen“. Er sagte, dass es Aufgabe der Politik sein müsse, die Friedhöfe der Gemeinde attraktiver gegenüber anderen Friedhöfen oder privaten Betreibern zu machen. So könnte überlegt werden, ob die Gemeinde nicht neue attraktive Bestattungsformen anbietet wie Rasengräber mit Grabstein oder Baum-Beisetzungen.

Bei den derzeit geltenden Gebührensätzen muss die Gemeinde einen Aufwand von rund 300 000 Euro betreiben und nimmt dabei nur etwa 240 000 Euro ein. Bei drei Gegenstimmen wurde beschlossen, dem Rat die Entscheidung über die neuen Gebühren zu überlassen.

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