Ortsvorsteher Wilhelm Kopmann ist ein glücklicher Mann / Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 424 000 Euro

„Freitag, der 13., ist ein Glückstag“

Spatenstich für einen Radweg – mit vielen funkelnagelneuen Spaten (v.l.): Grundstückseigentümer Helmut Wietelmann, Bauamtsleiter Dieter Drunagel, Ortsvorsteher Wilhelm Kopmann, Manuela Rose (StraßenNRW), Landtagsabgeordneter Friedhelm Ortgies, Ortsvorsteher Hermann Seeker, Bürgermeister Bernd Hachmann, Oliver Zierenberg, Diplom-Ingenieur Bernd Locherer (Ingenieurbüro Steinbrecher + Gohlke) sowie Heinz-Jürgen Burmester (Hillbau), der die Spaten mitbrachte.

Rahden - SIELHORST (km) · Für Ortsvorsteher Wilhelm Kopmann ist außer Frage: „Freitag, der 13., ist ein Glückstag.“ Was den Ortsvorsteher so glücklich macht, ist 1,5 Kilometer lang und zwischen 2,25 und drei Meter breit. Ein Radweg soll ab sofort gebaut werden, auf den Sielhorst schon mehr als 20 Jahre gewartet hat.

Als gestern der symbolische Spatenstich Ecke Lemförder- und Wagenfelder Straße gleich in mehrfacher Ausführung gemacht wurde, herrschte eitel Sonnenschein. Den sah man allerdings nur auf den Gesichtern der Teilnehmer, denn der Himmel war – wie zu erwarten war – novembertrüb, auch wenn es trocken blieb beim Spatenstich.

Und um zu belegen, was alles in der Vergangenheit dafür getan wurde, dass entlang der Landesstraße 765 zwischen der Firma Glas Metall und dem Friedhof in Sielhorst der Radweg gebaut wird, hatte Kopmann eine Einladung zu einer Bürgerversammlung von vor mehr als zehn Jahren mitgebracht, aus der hervorging, dass einziges Thema der Radwegebau sein sollte. Und auch eine Unterschriftenaktion, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, habe es in der Vergangenheit gegeben, sagte der Ortsvorsteher.

Zu den „Vätern“ des Radweges zählte Kopmann den früheren Ratsherren und das Landtagsmitglied Friedhelm Ortgies. Der habe auf das Bürgerradwegebau-Programm des Landes aufmerksam gemacht. Die Stadt habe dann die Planungskosten bereit gestellt und so die Voraussetzungen für einen Baubeginn geschaffen. Und auch im Rat habe niemand gegen den Radwegebau votiert. Lob zollte er auch den Grundstückseigentümern an der Strecke, die sofort die notwendigen Flächen an die Stadt abgegeben hätten.

Friedhelm Ortgies, der sehen wollte, was seine Bemühungen eingebracht haben, fühlt sich vom Wunsch nach diesem Radweg schon „verfolgt, seitdem ich Ratsmitglied war. Seit 35 Jahren.“ Im Kreis gebe es inzwischen viele Gemeinden, die auf einen neuen Radweg warteten. Etliche müssten auch noch länger warten, denn das neue Programm sei im nächsten Jahr nicht mehr so gut finanziell ausgestattet. Und in dem Zusammenhang ergänzte er auch, warum der Radweg nicht bis zum Kleinendorfer Kreuz ausgebaut werde, also weitere 1,5 Kilometer hinzu kämen. „Das war finanziell nicht mehr möglich.“

Doch ein kleines Geschenk des Kreises hatte vom Amts für Straßen/NRW des Landes Manuela Rose im Gepäck, wenngleich derzeit noch als Foto, das sie Bürgermeister Bernd Hachmann überreichte. Dabei handelt es sich um eine Holzbrücke, noch „gut in Schuss“ aussehend, die im Zuge der Arbeiten an der A 30 als Radfahrerbrücke entbehrlich sei. Sie soll als Überbau über den Dieckfluss eingesetzt werden. „Sie können sich die Brücke abholen“, sagte Rose.

Den Auftrag für den Ausbau des Radweges hat vor einem Monat die Firma Hillbau aus Hille erhalten. Die Auftragssumme beträgt rund 424 000 Euro. Davon entfallen rund 280 000 Euro auf die Erstellung des Rad-/Gehweges einschließlich der Brückenbauwerke und der Entwässerung aus dem Radwegeprogramm. Weitere 144 000 Euro werden für das Herstellen einer Linksabbiegespur und notwendiger Querungshilfen aus dem allgemeinen Straßenbauprogramm aufgebracht. Abgeschlossen sein werden die Arbeiten vermutlich Mitte März des nächsten Jahres.

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