Kleiner Weihnachtsmarkt lockt an Silvester Hunderte in die Rahdener Innenstadt

Die Feier ohne Namen

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Auf dem kleinen Weihnachtsmarkt vor der St.-Johannis-Kirche in Rahden wird auch in diesem Jahr wieder Silvester gefeiert. An der „Polarschänke“ begrüßen Wirte und Gäste das neue Jahr mit einer Feier, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen und inzwischen Kult-Status erlangt hat. ·

Rahden - Von Kai Pröpper„Und, was macht ihr an Silvester?“ „Wir gehen auf den Weihnachtsmarkt.“ So richtig passend scheint die Antwort nicht – es sei denn, man verbringt die letzte Nacht des Jahres in Rahden. In der Auestadt gibt es zum Jahreswechsel einen Ort, der scheinbar von Silvester zu Silvester immer beliebter wird – die Innenstadt beziehungsweise den „Kleinen Weihnachtsmarkt“, auf dem Menschen seit ein paar Jahren zu Hunderten dem neuen Jahr entgegenfiebern.

„Die Feier hat schon fast Kult-Charakter“, sagt Christian Bremer vom Dezembertraum-Team der Werbegemeinschaft Rahden. Er selbst hat es an den vergangenen Jahresenden nicht oft in die City geschafft, weiß aber, dass die kleine Glühweinbude an der St.-Johannis-Kirche an Silvester brechend voll und umstanden ist. Auch an Heiligabend sei dort diesmal etwas los gewesen. Am heutigen Montag, 31. Dezember, werden die „Dezemberträume“ von 11 bis 14 Uhr „verabschiedet“. Das Phänomen, das ab 23 Uhr folgt, beschreibt die AG auf ihrer Homepage als „gemeinsamen Jahresabschied“.

Anders als Christian Bremer geht es Marktschänke-Wirt Andreas Kutsch. Der hat bislang nämlich alle Auflagen der Jahreswechsel-Fete – die bislang noch keinen festen Namen hat – mitgemacht. Vor vier Jahren hätten er und Alfred Morawski von den Altstadtstuben die erste Wirtehütte nach dem „großen“ Rahdener Weihnachtsmarkt betrieben. Kutsch: „Es gab die Überlegung, den Weihnachtsmarkt zu verlängern. Da kam die Idee auf, bis zu Silvester eine Glühweinbude aufzustellen.“

In der ersten Silvesternacht nach der Umsetzung der Idee kamen laut Kutsch „gar nicht so wenige“ Personen. „Wir mussten mehrfach Getränke nachliefern“, erinnert er sich. Mit Glühwein allein gaben sich die Gäste an diesem Abend nicht zufrieden – sie wollten mehr. „Da waren wir schon ein bisschen überrascht.“

Bei der zweiten Auflage waren die Altstadtstuben für die Beschickung der Bude verantwortlich. „Da war auch gut was los“, sagt Kutsch. Im dritten Jahr musste der Wirt Lehrgeld zahlen: Die Zahl der Feiernden der Silvesterparty in seinem Lokal nahm um 23 Uhr – zu diesem Zeitpunkt öffnet der Stand an der Kirche „traditionell“ – rapide ab. Sie packten ihre Jacken und Taschen und zogen zur Kirche. Am Ende hatten sich dort laut Andreas Kutsch rund 140 Personen versammelt.

Damit ihm die Gäste nicht noch einmal „weglaufen“, soll es dieses Jahr keine Silvesterparty in der Schänke geben. Der Wirt und sein Team werden in der Innenstadt auch genug zu tun haben – rechnet der Rahdener für dieses Silvester doch mit 400 bis 500 Leuten.

Darüber, dass die Fete mit dem „kultigen Charakter“ in den vergangenen Jahren scheinbar nur durch Mundpropaganda an Beliebtheit zugenommen hat, wundert sich Kutsch zwar, findet es aber großartig. „Alle Nase lang“ werde er auf die Feier angesprochen. „Wir haben nicht mal groß Werbung dafür gemacht.“

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