Musikschulverband gibt bei Tag der offenen Tür einen Überblick über die Angebote

Streifzug durch die große Instrumentenwelt

Liam Oliver und das Cello – vielleicht der Beginn einer großen Musikkarriere für den Jungen.

Espelkamp - Kaum hatte man die Waldschule betreten, musste man stehenbleiben, horchen und schauen, woher die Töne kommen. Oben auf der Galerie der Aula musiziert ein Saxophon-Quartett. Famke Tielbürger (Sopran Saxophon), Nicolas Beermann (Alt Saxophon), Cem Keles (Tenor Saxophon) und Niklas Sudmann (Bariton Saxophon) sind zusammen die „Sax Pistols“ und zeigten mit Songs wie „Hit the road Jack“, wie weit man kommen kann, wenn man fleißig übt.

Der Musikschulverband Espelkamp-Rahden-Stemwede hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen – zum ersten Mal in der Waldschule. Die beste Möglichkeit, für die kleinen Musiker und alle, die es werden wollen, einmal alle Instrumente auszuprobieren und herauszufinden, welches ihnen am meisten Spaß bereitet.

„Ab acht Jahren kann man anfangen, Saxofon-Unterricht zu nehmen“, erklärten die Musikschullehrer den interessierten Gästen. Denn die Hände müssten dafür einfach eine gewisse Größe haben. Saxophon-Lehrer Mortimer Greenborough schaffte es nach einigen Jahren, einige Schüler an diesem Tag für sein Instrument begeistern zu können. Wenn auch nicht sofort, doch ein, zwei Jahre später, war das Interesse da.

Jan und seine Schwester Mia sind bei ihrem Rundgang bei den Gitarre- und E-Bass-Lehrern Paul Otte und Jörg Stüve angekommen. Der neunjährige Frotheimer möchte eigentlich Posaune spielen. Doch gerade das Klassenzimmer blieb am Samstag leer.

„Posaune haben sie gerade in der Schule in Instrumentenkunde behandelt. Jan war ganz begeistert“, erzählt Mutter Tanja Kahre. Seine sechsjährige Schwester bearbeitet die sechs Gitarrensaiten dagegen mit wachsender Begeisterung und Paul Otte steigt zu einer kleinen Gitarrensession ein. „So ab sechs Jahre können Kinder anfangen, Gitarre spielen zu lernen. Es gibt extra Gitarren für sie“, erläutert Paul Otte.

Musikpädagoge Frank Ritter zeigte Malin, wie sie am Schlagzeug Musik macht. Der Lehrer des Musikschulverbands berichtet beim Tag der offenen Tür, dass immer mehr Mädchen dieses Instrument für sich entdecken. - Fotos: Frensing

Bei Schlagzeuglehrer Frank Ritter schwingt Malin die Trommelstöcke. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Musikpädagogen. „Malin ist rhythmisch sehr talentiert“, sagt er und weist darauf hin, dass immer mehr Mädchen anfangen, Schlagzeug zu spielen. Doch auch bei ihr gilt, erst einmal einen Streifzug durch die große Instrumentenwelt zu unternehmen, Kontakt aufnehmen und erste Gespräche führen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.

Der Leiter der Musikschule, Willi Hartmann, war mit der Besucherresonanz beim Tag der offenen Tür nicht ganz zufrieden. Woran es lag, dass im Gegensatz zu den Vorjahren recht wenig Eltern mit ihren Kindern den Weg zur Musikschule gefunden hatten, konnte keiner aus dem Kollegium so richtig beantworten.

Zu wenig Werbung? Zu viele Parallelveranstaltungen? Der neue Standort? In den vergangenen Jahren musste die Musikschule mehrere Umzüge verkraften. Vom Espelkamp-Haus über die Ostlandschule in die Ina-Seidel-Schule und im vergangenen Herbst in die Waldschule führte der Weg. Und ob die Musikpädagogen hier jetzt für die kommenden Jahre heimisch werden, mochte keiner beantworten.

Das Angebot der Musikschule richtet sich aber nicht nur an Kinder und Jugendliche. Willi Hartmann wies auf die beiden Kennenlern-Kurse für Holzblas- und Streichinstrumente für Jung und Alt über jeweils 16 Stunden hin. Zudem hält ein neues Instrument Einzug in das Angebot der Musikschule. Jörg Stüve bietet einen Einsteigerkursus über zwölf Abende für Ukulele an.

„Das kleine Instrument hat eine Reihe von Vorzügen: sie ist klein, gut zu transportieren, klanglich durchsetzungsfähig, kostet nicht viel – und für Einsteiger schneller zu erlernen“, sagt er. Notenkenntnisse seien dafür nicht erforderlich. - kf

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