Stimmungsvoller Abschlussgottesdienst der Söderblom-Abiturienten / Erfolge gefeiert und Niederlagen erlebt

Mit dem Kompass hinaus in die Welt

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Ausgezeichnet: Stefan Thünemann (2.v.l.), Isabel Bartling und Ernst-Friedrich Brandt ehrten Abiturienten für hervorragende Leistungen.

Espelkamp - Abitur! Sie haben ihr Ziel erreicht, steht auf dem Programmblatt des Abschlussgottesdienstes. 170 Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs des Söderblom-Gymnasiums nahmen während der stimmungsvollen Entlassung am Freitagabend ihre Zeugnisse entgegen.

Die Thomaskirche war einschließlich des sprichwörtlich letzten Platz besetzt, als die Abiturienten, geführt von ihrer Stufenleiterin Dr. Beate Knauth und musikalisch begleitet von Christoph Heuer an der Orgel, in das Gotteshaus einzogen. Wer in der Kirche keinen Platz bekommen hatte, konnte dank der Video-AG das Geschehen im Gemeindehaus live verfolgen. Viele Entlassschüler waren in die Gestaltung des Festgottesdienst einbezogen. Unter der Leitung von Matthias Berges sang ein vielköpfiger Chor und spielte eine Band. Abiturient Marcel Diekmann hielt zusammen mit Schulleiter Ernst-Friedrich Brandt die Predigt.

Das Abitur ist geschafft. Die Zukunft kann kommen. Doch mit dem Erreichen des Ziels werde die Ziellinie zu einer neuen Startlinie. Den Abiturienten stünden alle Wege offen. Aber welcher ist der richtige? Studium, Ausbildung, FSJ, Auslandsaufenthalt? Die neue Freiheit und die Vielzahl der Möglichkeiten werfe oft mehr Fragen auf als sie Antworten liefere. Da wäre ein Navi doch wünschenswert. Doch die Route werde einem aus der Hand genommen. „Einen Kompass fände ich wesentlich angebrachter“, so Marcel Diekmann. Man müsse zwar wissen, wo sein Ziel liege, jedoch habe man die Möglichkeit, seinen eigenen Weg zu finden.

Die Schulzeit habe die Abiturienten zu dem gemacht, „was wir heute sind, als Einzelperson und als Stufe“, hob Marcel Diekmann hervor. Man habe viel Schönes erlebt, gemeinsam Spaß gehabt, große und kleine Erfolge gefeiert, es habe aber auch Niederlagen, Streit und Probleme gegeben. Doch nichts habe sie davon abhalten können, das Ziel zu erreichen.

„Ihr seid Euren Weg gegangen und habt gelernt, Euch selbst zu orientieren“, ermutigte Ernst-Friedrich Brandt sie, weiterhin zuversichtlich ihren eigen Weg zu gehen. Denn wohin dieser Weg sie auch führe, Gott sei verlässlich auf ihrer Seite. Mit dieser Verheißung könne man zuversichtlich aufbrechen, selbst wenn man noch gar nicht so recht wisse, wohin die Reise gehe.

Stufensprecherin Camilla Schiegnitz verglich in ihrer sehr unterhaltsamen, (wort)witzigen Rede die Schulzeit mit einem großen gemischten Eintopf mit vielen Zutaten. Da gab es Streber, Besserwisser, Nicht-so-fleißige und vieles mehr. Man habe im Lauf der Zeit auch gelernt, dass Konstellationen nie in einem dauerhaften Zustand verblieben. Es habe Ab-, aber auch Zugänge gegeben, und manchmal habe Stufenleiterin Dr. Beate Knauth unter Androhung, die „Bulldogge“ die Schüler wieder auf den rechten Weg gebracht.

Es habe viele Momente gegeben, die „uns verbinden und immer im Gedächtnis bleiben“, nahm sie Bezug auf das Stufenlied. „We are all in this together“ aus dem Fim „High School Musical“. „Es war einfach toll mit Euch“, schloss sie unter tosenden Beifall.

Knauth unterstrich, dass das Abitur auch eine große Gemeinschaftsleistung sei, und dankte Eltern, Kollegen und allen Mitarbeitern des Söderblom-Gymnasiums. Sie nahm in ihrer Rede Bezug auf die verschiedenen Zeilen des Stufenliedes. „Together let's have some fun“ stehe für die Stufenfahrten, den Variété-Abend, die Stufen- und Abi-Feten. „Everyone is special in his own way“ für die verschiedenen AGs, das vielfältige Engagement und die grandiose Aufführung der Laienspieler, „we make each other strong“ für das gute Miteinander, und zum Schluss wünschte sie ihren Abiturienten „make your dreams come true“!

Dann war der große Moment der Zeugnisvergabe gekommen. Das Abitur wurde anschließend mit einem Sektumtrunk in der Aula sowie am Sonnabend mit einem rauschenden Abiball im Bürgerhaus gefeiert.

kf

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