Schüler des Musikschulverbands stellen bei Jahreskonzert Können unter Beweis

Von di Lasso bis Rogers

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Die Kinder, die im Chor von Mechthild Bräkling (r.) singen, hatten vor ihrem Auftritt eisern geprobt und boten dem Publikum beim Jubiläumskonzert im Neuen Theater Espelkamp eine bunte Mischung ihres Repertoires.

Espelkamp - Von Robert R. Grundmann. Im Neuen Theater öffnete sich am Sonntagnachmittag der Vorhang für den Auftritt der Schüler der Musikschule des Zweckverbands Espelkamp-Rahden-Stemwede. Diese hatte zu einem Jubiläumskonzert des Cello-Ensembles und des Kammerorchesters eingeladen.

Die Cellisten, die schon bei verschiedenen Wettbewerben Preise eingeheimst hatten, stellten zur Eröffnung mit „Factus est Dominus firmamentum meum“ eines der mehr als 1300 Werke des Renaissance-Komponisten und Hofmusikers Orlando di Lasso vor, dem seine Zeitgenossen den Beinamen „Princeps musicorum“ (Fürst der Musiker) verliehen hatten. Die jungen Streicher ließen dann noch die „Drei Deutschen Tänze“ von Joseph Haydn erklingen, bevor sie mit dem Beatles-Titel „All my loving“ erstmals im Verlauf des Programms musikalisch in der Gegenwart ankamen. Das Stück war von der musikalischen Leiterin Dorina Feraru für vier Cellisten arrangiert worden.

Danach hatten Maite Gatzke, Jasmin Herman und Casper Snetlage ihren großen Auftritt als Blockflöten-ensemble und spielten, unterstützt von Lea Bonhorst am E-Cembalo, „Greensleeves to a Ground“, dessen Entstehung nicht eindeutig belegt ist. Manche Musikhistoriker spekulieren daher, dass das Stück aus der Feder des englischen Königs Heinrich VIII. stamme.

Ganz aktuell dagegen ist die Musik zu „Game of Thrones“: Dafür brachten drei der Cellisten die Saiten zum Schwingen, wobei eine Djembe das musikalische Trio zum Quartett erweiterte und als Instrument mit Migrationshintergrund einen Hauch von Afrika nach Espelkamp brachte.

Ganz andere Töne schlugen die Kinderchöre aus Rahden, Tonnenheide und Varl an, die unter der musikalischen Leitung und ordnenden Hand von Mechthild Bräckling „DO-Re-Mi“ aus dem Musical „Sound of Music“ lebhaft und mit großer Begeisterung interpretierten. Dabei erhielten sie Unterstützung vom Orchester. Dieses Ergebnis der musikalischen Früherziehung in Verbindung mit den Leistungen der Instrumentalklassen kam beim Publikum gut an.

Für Unterstützung sorgte das Orchester auch beim „Concerino“, das Joseph Haydn komponiert hat, um auch ganz jungen Pianisten die Möglichkeit für einen Auftritt zu geben. Die achtjährige Lea Neumann spielte den ersten Satz und wurde von Julianna Braun abgelöst, die mit den weiteren Sätzen das Werk komplettierte.

Nach der Pause ging es mit „Celebration“ weiter, das in einem Satz für vier Stimmen und Percussion erklang und wieder zum musikalischen Schaffen der heutigen Zeit gehört.

Mit Julia Esau und Maximilian Schiller betraten zwei Preisträger des Wettbewerbs der Volksbank die Bühne und spielten auf Cello und Flügel die „Humoresque“ von Antonin Dvorak. Als weiteres Duo folgten Lea Neumann und Tim Franke – unterstützt vom Orchester – mit einer Komposition von Antonio Vivaldi, dem „Cellokonzert in C-Dur“. Dann wurde es auf der Bühne nochmal sehr lebendig, denn die drei Chöre hatten ihren zweiten Auftritt mit „My Favorite Things“, das Richard Rodgers ebenfalls für das Musical „Sound of Music“ geschrieben hat.

Nachdem Tim Franke noch einmal als Solist mit Beethovens „Five Secrets“ in einem Arrangement für Cello und Orchester glänzte, kam zum Abschluss Richard Rodgers mit „So Long Farewell“ zum Zuge.

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