Abschlussfeier am Söderblom Gymnasium

„Es reicht“: 172 Schüler erhalten Abiturzeugnisse

172 Schüler haben in Espelkamp ihr Abitur bestanden. Zum großen Abschlussfoto kamen die Söderblom-Gymnasiasten auf dem Schulhof zusammen, bevor sie anschließend gemeinsam auf eine erlebnisreiche Zeit zurückblickten. - Foto: Frensing

Espelkamp - Das war ihr Tag! Im großen Gemeindesaal der John-Gingerich-Mennonitengemeinde war die große Freude und Erleichterung zu spüren. Es ist geschafft. 172 Abiturienten des Espelkamper Söderblom-Gymnasiums feierten zusammen mit Eltern, Verwandten, Freunden und Lehrern einen stimmungsvollen Entlassgottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde dieser vom Stufenchor der Schule sowie Kantor Tobias Krügel am Flügel.

Der Dank von Schulleiter Ernst-Friedrich Brandt galt zuerst der John-Gingerich-Gemeinde, die der Schule ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Knapp 700 Gäste verfolgten den Gottesdienst am Freitagabend.

Die Vielfalt der Stufe und des Lebens in Espelkamp stellten Stufensprecher Ali Akus und Nelli Mjahel in ihrer Rede mit Stufenleiterin Petra Brauneck-Godwin heraus. In den drei Jahren Oberstufe habe jeder viele neue Erfahrungen gesammelt und ganz viel voneinander gelernt. „Das Schöne an dieser Vielfalt ist, dass der eine oder andere durch die Diskussionen und Gespräche mit seinen Mitschülern lernen durfte, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und dadurch den Horizont grundlegend erweiterte.“

Dieser besondere Tag gab auch Anlass, in die Zukunft zu schauen und dafür wünschten sich die drei die Einführung des Schulfaches Glück. „Es wird schon an 100 Schulen unterrichtet“, klärte Petra Brauneck-Godwin die Festgemeinde auf. Im Schulfach Glück gehe es um Seele und Körper, um Aktion und um die Gemeinschaft. Sie sollen jedem Schüler ermöglichen, Aufgaben zu meistern, Hürden mit Hilfe der anderen zu überspringen und auch im Misserfolg einen Gewinn zu sehen. „Es geht letztlich darum, Lebensfreude zu vermitteln und Lebenskompetenz zu entwickeln, um im Anschluss an das Testfeld Schule seinen Lebensweg aktiv und selbstverantwortlich zu gestalten.“

Wäre es nicht wunderbar, wenn jeder Schüler nach einem Schultag sagen könnte, „Heute habe ich wieder ein bisschen Glück erlernt und bin zufriedener als gestern“. Ansätze ähnlicher Inhalte und Methoden seien bereits zu erkennen, beim Laienspiel-Kurs etwa, der wieder ein großartiges Projekt auf die Beine gestellt habe oder in den unterschiedlichen Religionskursen. Zudem habe die Stufe eine Anerkennungskultur entwickelt, bei der nicht nur Leistung, sondern vor allem der Charakter, die Stärke und die Einzigartigkeit gezählt habe.

„Lasset uns mutig und selbstbewusst auf den Weg in die Zukunft gehen, an uns selber glauben und auf Gott vertrauen“, forderten die Sprecher ihre Mitschüler auf. „Jeder von uns reicht. Denn wir sind reich, reich beschenkte Individuen und es öffnet uns eine Welt der Möglichkeiten und Abenteuer.“

Das Thema des Gottesdienstes „Es reicht“ hatte auch Schulleiter Brandt in seiner Festpredigt aufgegriffen und dabei mit Hilfe von kurzen Anspielungen dreier Aspekte zu der Aussage herausgestellt. „Mir reicht’s!“, „Reichen meine Möglichkeiten?“ und „Gottes Güte reicht“ waren diese Aspekte.

„Unser Blick richtet sich zu oft auf die Unzulänglichkeiten und auf unsere Mängel. Dankbar sein für das, was man hat, und dann das geben, was man kann – das ist gelebter Glaube“, unterstrich Brandt und forderte einen Perspektivwechsel – weg vom Gemaule, weg vom verzagten Blick auf die wenigen eigenen Möglichkeiten.

Es sei nie umsonst, wenn wir nur wenige Ressourcen an materiellen Dingen oder an Zeit für andere einsetzen könnten. Denn jeder Tropfen auf dem heißen Stein könne der Anfang eines Regens sein. „Den einen Tropfen dürfen wir beisteuern und dann darauf vertrauen, dass Gott es reichlich regnen lässt“, so der Schulleiter. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel weg von uns und unseren Grenzen hin zu Gott und seinen ungeahnten Möglichkeiten“, betonte Brandt. So ein Perspektivwechsel führe zu der am Ende wunderbaren Erkenntnis: „Es reicht!“

Birgit Januschewski zeichnete Lenja Finke für das beste Abiturzeugnis, Jamie-Lea Teichreb für das beste aller Realschulabsolventen und Jonas Steffan für das beste Zeugnis aller Hauptschulabsolventen aus.

Elternpflegschaftsvorsitzende Kirsten Tirre ehrte für hervorragende Leistungen im Abitur Despina Reimler, Chiara Nolte und Tim Schossau. Schulleiter Brandt überreichte letzterem für besondere Leistungen im Fach Physik einen Buchpreis und die Urkunde über die Mitgliedschaft in der deutschen Physikalischen Gesellschaft. Ebenfalls in die Gesellschaft aufgenommen wurden Robin Rohlfing und Oliver Dario Gauselmann, der darüber hinaus für besondere Leistungen im Fach Mathematik einen Buchpreis erhielt.

Ausgezeichnet für besondere Leistungen im Fach Religion wurden Anna-Lena Künker, Jamie-Lea Teichreb sowie Julian Brinkmeyer, Carolin Klostermeyer, Nadine Meier und Carolin Steffan für das Erreichen des Delf Niveau C1, der höchsten Stufe des französischen Sprachzertifikats.

Lena Steinkamp und Mathis Lemke von der Schülervertretung ehrten Sabrina Wilkening, Sandra Knost, Daniel Reimer und Alexander Zeitler für ihr langjähriges Engagement in der Gruppe. 

kf

Die Söderblom-Abgänger

John Abrams, Lara Ahrensmeier, Ali Akus, Nele Bajohr, Ole Bajohr, Liesa Banmann, Christian Barg, Sarah Bartel, Artem Bauer, Jaqueline Baumbach, Dominik Beckschewe, Lena Bekemeier, Emilie Bergen, Saskia Kim Beutner, Alena Johanna Brand, Laura Charlotte Brand, Evelyn Braun, Bastian Bredemeyer, Gina Breuer, Julian Brinkmeyer, Jacqueline Brinks, Lilith Burkamp, Leon Busche, Tugba Coskun, Jessika Deobald, Leonie Detering, Franziska Deußen, Simon Dick, Tom Jannis Diehl, Hannes Döding, Nils Eickhoff, Lea Engelsmeier, Maren Epp, Tina Feer, Fabienne Feldmann, Lenja Finke, Julia Focke, Michael Franke, Merle-Carolin Froböse, Karina Gärtner, Marei Gatzke, Oliver Dario Gauselmann, Marie-Sophie Gehrmann, Jacqueline Gerdom, Sergej Grabeschow, Laura Grau, Angelina Haarbusch, Merle Hagemeier, Moritz Hagemeier, Joshua Harms, Niklas Hartmann, Lisa Marie Heckert, Daniela Heide, Aline Heinrichs, Nele Hellige, Dennis Hellweg, Matthies Hesse, Jannis Hoffmann, Jale Holzmeyer, Anna Jalilyan, Rebekka Annalena Janzen, Wiebke Jösting, Anna Luise Jotter, Esther Jung, Lennon Juraschek, Monika Kasper, Jan Kettler, Atchara Khamsim, Romina Chantal Klassen, Susanna Adriana Klassen, Jan Malte Kleimann, Lissy Kleine, Celine Klinkmann, Carolin Klostermeyer, Sandra Knost, Marina Knust, Melina Koch, Veronika Koch, Celine Kopainski, Yvonne Krämer, Eric Jano Kröker, Tanja Kröker, JanaKummer, Anna-Lena Künker, Franziska Künker, Nele Kütemann, Malte Loetz, Veronika Löwen, Robin Maschmann, Michelle Medwedew, Nadine Meier, Julia-Marie Melcher, Leonard Metzen, Lara Michaelis, Nelli Mjahel, Lea-Sophie Möller, Theresa Möller, Merle Müller, James Nachtigall, Rieke Nedderhoff, Jonas Neuhaus, Sören Niemann, Sebastian Nobbe, Joshua Nöh-Pott, Ciara Marie Nolte, Denise Nöpel, Jonas Oestreich, Jessica Olenberg, Julia Olgarenko, Alena Overbeck, Mara-Kathrin Pätkau, Frank Pauls, Rebecca Penner, Sophia-Marie Pichner, Aaron Pieper, Oda Johanna Platte, Luca Noah Poggemöller, Sarah Pohlmann, Jan Chris Pollert, Justine Pries, Raphaela Rabe, Daniel Reimer, Jacqueline Reimer, Despina Reimler, Alexander Riedel, Robin Rohlfing, Merle Rolfs, Martin Rosemke, Jana Rullkötter, Lukas Rüter, Emre Salgin, Yannic Schlüter, Tabea Schmale, Julian Schmidt, Tonia Schnepel, Tim Schossau, Til Benedict Schröder, Jasmin Schulz, Feray Selami Oglou, Jan-Philip Selle, Janika Sens, Kim Michelle Simes, Elvira Stang, Carolin Steffan, Jonas Steffan, Oliver Steinhauer, Lena Steuter, Hedda Tabea Strobel, Zilan Tas, Jamie-Lea Teichreb, René Teichrib, Laura Pauline Tirre, Rebecca Torno, DimitriVasilev, Liana Vickers, Leon Vieker, Léon Vullriede, Nils Ole Wachholz, Nina Patricia Wachholz, Till Westerholt, Carolin Wickemeyer, Sascha Wiebe, Sabrina Wilkening, Timon-Luca Winkelmann, Maria Winkelmeier, Robin Witte, Lennart Witter, Lukas Johannes Günther Wlotkowski, Sjard Dominik Wucherpfennig, Melissa Yagbasan, Alexander Zeitler und Danny Zulewski.

Mehr zum Thema:

Fahrradversteigerung auf dem Sottrumer Markt

Fahrradversteigerung auf dem Sottrumer Markt

Nach G7-Pleite: Europa muss Schicksal in eigene Hand nehmen

Nach G7-Pleite: Europa muss Schicksal in eigene Hand nehmen

Oldtimertreffen in Asendorf

Oldtimertreffen in Asendorf

Rowdinale: Handwerk in der Rotenburger Innenstadt

Rowdinale: Handwerk in der Rotenburger Innenstadt

Kommentare