Acht Söderblomer lernen die Seniorenhilfe am Ludwig-Steil-Hof kennen / Win-Win-Situation

Praktikanten mit neuen Ideen

Alex Gaus (r.) hat beim Kartenspiel Spaß mit Gästen der Tagespflege. Er absolviert sein Praktikum gerne in der Einrichtung in Espelkamp. - Fotos: LSH

Espelkamp - Während andere Ferien machen, gehen sie zur Arbeit: Acht Schüler des Söderblom-Gymnasiums Espelkamp absolvieren zur Zeit ein Praktikum in den Einrichtungen der Seniorenhilfe am Ludwig-Steil-Hof (LSH), dem Volkeninghaus und der Tagespflege. Sie nehmen damit an einem Diakonischen Projekt des Söderblom-Gymnasiums teil.

Die Schüler sind in der achten Jahrgangsstufe und zwischen 14 und 15 Jahren alt. Am Ludwig-Steil-Hof arbeiten sie 20 Stunden im Freizeitbereich und begleiten unter anderem ältere Menschen bei Spaziergängen oder bei Einkäufen oder sie lesen ihnen vor. Die Senioren der Einrichtung freuen sich darüber, auch junge Menschen um sich herum zu haben.

„Es ist eine klassische Win-win-Situation“, meint Schwester Peggy Meerkötter-Puller, Leiterin des Volkeninghauses. „Wir sind froh über die Unterstützung und die jungen Leute lernen bei uns eine ganze Menge, nicht nur über die Altenpflege. Die Kommunikation, die so ganz unbefangen entsteht, ist für beide Seiten eine schöne Situation.“ In ihren Familien seien die Jugendlichen meist nicht mehr daran gewohnt, dass unterschiedliche Generationen zusammen sind, sind sich die Akteure sicher. Die persönliche Begegnung mit den alten Menschen lasse sie neu über ihre Lebensplanung nachdenken.

Allein schon deswegen werden sie während ihrer Einsatzzeit von Betreuungsassistenten begleitet, die ihnen als ständige Ansprechpartner zur Verfügung stehen. „Das ist außerdem nötig, damit sie sich zurecht finden – unsere Häuser sind nämlich recht weitläufig“, ergänzt Meerkötter-Puller.

Auch Schwester Maria Kopp, zuständig für die Leitung der Tagespflege, zeigt sich erfreut von der Arbeit der jungen Leute und der Wirkung, die diese auf ihre Gäste haben. „Die Anwesenheit der Jugendlichen sorgt stets für frohe Gesichter. Viele unser Gäste erinnern sich dann an ihre eigene Jugend, oder an ihre Kinder und Enkelkinder. So sind die Praktikanten eine wesentliche Bereicherung ihres Alltags.“ Aber noch ein weiterer Aspekt spielt für Kopp eine große Rolle: „Die Sichtweisen, die in den Fragen der Praktikanten deutlich werden, zeigen uns routinierten Kräften oft völlig neue Aspekte, die uns neue Anregungen geben. Auch deswegen habe wir sie sehr gerne bei uns.“

Die Zeit um Ostern sei eine gute Zeit für die Praktika. „Bei der Vorbereitung werden auch viele Dekorationen gestaltet oder selbst hergestellt“, erklärt Schwester Peggy. „Da können Jung und Alt harmonisch zusammenarbeiten.“ Auch werde viel gemeinsam gebacken, aber das sei so mehr Mädchensache, weiß Meerkötter-Puller aus Erfahrung. Die Jungen mögen lieber etwas Handfesteres. „Die begleiten unsere Gäste besonders gerne auf Fahrten mit unseren Kleinbussen“, bestätigt Schwester Maria. „Da unterhalten sie sich dann mit ihnen und helfen beim Ein- und Aussteigen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

So funktioniert Virtual Fitness

So funktioniert Virtual Fitness

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Kommentare