Polizei geht von Brandstiftung aus

Müllcontainerbränden halten Einsatzkräfte in Atem

An der Kantstraße in Espelkamp hatten Unbekannte in der Nacht zu Montag gleich vier Müllcontainer in Brand gesetzt. An weiteren Stellen im Stadtgebiet sowie in Rahden gab es ebenfalls Brände. Verletzte gab es bei den Feuern nicht. - Foto: Polizei

Espelkamp / Rahden - Eine Serie von Müllcontainerbränden haben Feuerwehr und Polizei am Wochenende in Espelkamp in Atem gehalten. Auch in Rahden mussten zwei Feuer gelöscht werden. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Verletzt wurde niemand.

Zunächst standen am Samstagabend gegen 22.50 Uhr am Föhrenweg 1 in Espelkamp vor einem Haus mehrere Mülltonnen in Brand. Die Flammen hatten beim Eintreffen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bereits auf eine begrünte Überdachung und eine Hecke übergegriffen. Nur 25 Minuten später wurde einer Polizeistreife ein weiterer Brand eines Müllcontainers am Föhrenweg, diesmal in Höhe der Hausnummer 59, gemeldet. Die Feuerwehr löschte beide Brände umgehend.

In der Nacht zu gestern rückten die Polizisten dann gegen 1.45 Uhr erneut in Espelkamp zur Kantstraße aus. Als die Beamten eintrafen, brannten dort vier von einer hölzernen Verkleidung umgebene Müllcontainer in voller Ausdehnung. Erneut nur wenige Minuten später, gegen 2.09 Uhr, erreichte die Polizisten eine neuerliche Brandmeldung. Diesmal stand eine Mülltonne östlich der Rundturnhalle an der Isenstedter Straße in Flammen. In der Umgebung trafen die Einsatzkräfte zwei 19 und 24 Jahre alte Männer aus Espelkamp an. Da ihnen ein unmittelbarer Zusammenhang zu den Bränden nicht nachgewiesen werden konnte, durfte das Duo seinen Weg fortsetzen, so die Polizei.

Zuvor wurden die Beamten gegen 23.42 Uhr nach Rahden zur Straße Neuer Markt gerufen. Dort war die Feuerwehr bereits im Einsatz und hatte einen brennenden Haufen Grünschnitt und eine in Flammen stehende Mülltonne abgelöscht. Die hatten Unbekannte aus einem Holzverschlag des Hauses Neuer Markt 15 gezogen und einige Meter vom Wohnhaus entfernt in Brand gesetzt, berichtet die Polizei. Anwohner der Straße Ahlfeld hatten den Löschzug Rahden über die Leitstelle alarmiert, die wiederum über den Funkmeldeempfänger von dem Feuer am Neuen Markt erfuhr.

Wie Feuerwehrsprecher Andreas Berg mitteilt, brannte der Haufen beim Eintreffen der Wehr bereits lichterloh – Berg spricht von zwei mal zwei Meter hohen Flammen. Mit einem Strahlrohr gelang es dem Löschzug, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen. Während der Brandbekämpfung fiel den Einsatzkräften Angaben von Andreas Berg zufolge ein weiterer deutlicher Feuerschein in Richtung eines Mehrfamilienhauses in der Nähe des Aldi-Marktes auf. Das zweite Löschfahrzeug machte sich unmittelbar auf den Weg und die Besatzung entdeckte vor Ort im Hinterhof des Gebäudes eine freistehende, brennende Papiermülltonne.

Insgesamt war die Rahdener Wehr mit 16 Freiwilligen und drei Fahrzeugen im Einsatz. Die Leitung hatte Stadtbrandinspektor Mark Ruhnau übernommen. In Rahden waren den Feuerwehrkräften nach um kurz nach Mitternacht alle Feuer gelöscht.

Den Gesamtschaden aller Vorfälle, in Rahden und Espelkamp, schätzt die Polizei auf mehrere Tausend Euro. Die Ermittler bitten in allen Fällen um Zeugenhinweise unter Telefon 0571/88660. Andreas Berg fügt zudem hinzu: „Brandstiftung ist kein Kaveliersdelikt und wird strafrechtlich verfolgt.“

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