Fahrersituation wird immer schwieriger

Leistungsfähige Immobile für Feuerwehr

Das Feuerwehrgerätehaus in Dielingen könnte aus dem Ortskern ins Gewerbegebiet „In der Toplage“ wandern. -  Foto: Bokelmann

Dielingen -  Für die „herausragende Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Stemwede braucht es entsprechend gute Rahmenbedingungen“, findet Bürgermeister Kai Abruszat. Da sich die Löschgruppen durch Zusammenlegungen stärker verknüpften, seien „leistungsfähige Immobilien“ unumgänglich, machte der Verwaltungschef beim Ortsteilgespräch in Dielingen deutlich. Für die Löschgruppe Drohne-Dielingen sieht die Verwaltung einen Neubau auf einem 7 500 Quadratmeter großen Grundstück „In der Toplage“ vor.

Zunächst müsse aber der Brandschutzbedarfsplan verabschiedet werden, dann stehen noch diverse Untersuchungen aus. „Es zeichnet sich aber ab, dass der Neubau an dieser Stelle gelingen kann“, sagte Abruszat. Ihm zufolge sind auch die Baukosten realisierbar.

Voraussichtlich im Mai könnte es in die Vorplanungen gehen. Ob der versprochene Zeitplan eingehalten werde, fragte Dielingens Löschgruppenführer Cord Hesekamp. Ihm zufolge wurde versprochen, dass der Bau im nächsten Jahr fertig sein soll, in 2018 erwartet die Löschgruppe ein neues Fahrzeug. „Unter Berücksichtigung der Finanzen werden wir ein Gesamtpaket schnüren und die Maßnahmen zeitnah anpacken“, wollte sich Abruszat auf keine näheren Termine festlegen.

Für den Bürgermeister steht aber fest, dass „auch mehrere Feuerwehrgerätehäuser zeitgleich angepackt werden können“. So sei der Neubau für die Löschgruppe Wehdem-Westrup keine Konkurrenz zu Drohne-Dielingen.

Dass die Dielinger Jugendfeuerwehr, die derzeit zusammen mit Drohne 21 Mitglieder hat, künftig mit Haldem kooperieren soll, sehen die Dielinger kritisch. Hesekamp machte deutlich, dass es dann schwierig sei, den Nachwuchs in der heimischen Löschgruppe zu behalten. „Als Vorgesetzter der Feuerwehr erwarte ich, dass solche Fragen unter den Ehrenamtlichen geklärt werden“, sagte Abruszat dazu.

„Die beste Ausrüstung nützt einer Feuerwehr nichts, wenn sie niemand bedienen kann“, merkte ein Besucher an. So sei es schwierig, Fahrer für die Löschfahrzeuge zu finden. Die Anregung, über das Innenministerium Kontakt zu Bundeswehr-Fahrschulen herzustellen, will Abruszat in der kommenden Woche mit nach Düsseldorf nehmen. Er machte aber sogleich klar, dass er nicht unbedingt mit einer Lösung heimkehren werde: „Versprechen ist einfach, sie zu halten dagegen schwierig.“ -  abo

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