Jugendtheater „For Your Eyes Only“ thematisiert Cybermobbing / Apell, digitale Verantwortung zu übernehmen

Computerwelt und Realität vermischen sich

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Mediengruppe Kreiszeitung

Espelkamp - Wie viel Macht hat ein Mensch, dem im wahren Leben niemand zuhört, im Internet? Und wem glauben wir mehr: den eigenen Erfahrungen oder dem World Wide Web? In dem Jugendtheaterstück „4YourEyesOnly“ (4YEO) von Esther Rölz, das am Mittwoch, 28. Oktober, um 18 Uhr im Neuen Theater Espelkamp zu sehen ist, werden die Erlebnisse und Wünsche der Jugendlichen und die daraus resultierende Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem Umfeld dargestellt.

Laut einer Ankündigung des Theaters ist es ein Stück über Vertrauen, Rache und Auswirkungen von Cyber-Mobbing, das geradezu explosiv die Folgen fehlender Medienkompetenz beschreibt und dabei an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen appelliert, digitale Verantwortung zu übernehmen. Mit Sachkenntnis und Sympathie für ihre Protagonisten wendet sich die Autorin einem zentralen Problemfeld der heutigen Jugend zu.

Es ist ohnehin nicht leicht, jung zu sein, so das Theater. Man sei unsicher: Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Wie sehen mich die anderen? Heutzutage werde diese Unsicherheit auf komplizierte und gemeine Weise potenziert, im Umgang mit dem „Social Network“, im virtuellen Raum.

Zum Stück: Für die drei Jugendlichen „Digital Natives“ Anouk, 15 Jahre alt, und ihre Klassenkameraden Sven und Kian, die mit Laptop und Smartphone so selbstverständlich aufgewachsen sind wie die „Doors“-Generation in den Siebzigern, scheint zunächst alles in geordneten Bahnen zu laufen. Alle haben einen gefestigten gesellschaftlichen Status inne: Anouk, das nette Mädchen von nebenan, auf das alle stehen, ihr Freund Kian, der coolste Typ der Schule, und ihr Klassenkamerad Sven, der typische Computerfreak.

Kian ist Mitläufer einer Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leuten wie Sven das Leben zur Hölle zu machen. Sven sucht per Geheimbriefchen und Chat Kontakt zu Anouk. Als die Mitschüler entdecken, dass sich der Außenseiter der Klasse an das angesagteste Mädchen ranmacht, ist die Treibjagd auf beide eröffnet. Dabei begnügen sie sich nicht mit körperlichen Angriffen und Demütigungen, sondern stellen die Handy-Videos davon ins Netz. Durch die Anonymität des Internets bleibt die Bedrohung ungreifbar, aber Computerwelt und „real life“ vermischen sich zunehmend.

Eintrittskarten sind noch erhältlich in der Geschäftsstelle des Volksbildungswerks Espelkamp im Kulturbüro im Bürgerhaus am Wilhelm-Kern-Platz 14 (Telefon 05772/562161, 562185 und 562255) oder online unter

www.theater-espelkamp.de

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