Internationale Entlassfeier am Ludwig-Steil-Hof

60 Schüler aus 50 Nationen erhalten Abschlusszeugnis

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Schüler fünfzig verschiedener Nationen besuchen die Bischof-Herman-Kunst-Schule. Knapp 60 von ihnen erhielten jetzt ihr Abschlusszeugnis.

Espelkamp - Orientalische Tänze zur Abschlussfeier sind an den Bischof-Hermann-Kunst-Schulen (BHKS) des Ludwig-Steil-Hofs (LSH) in Espelkamp nicht ungewöhnlich. Schließlich werden sie von Schülerinnen und Schülern aus derzeit 50 Nationalitäten besucht. Knapp 60 von ihnen erhielten jetzt ihr Abschlusszeugnis.

„Nutzt das, was ihr mitbekommen habt“, rief Pfarrer Stefan Bäumer, Vorstand des LSH, den Absolventen zu. „Tut in Zukunft das, was ihr vorhabt, planvoll und konsequent.“ Für die Ausführung ihrer Pläne wünschte er ihnen viel Erfolg und Gottes Segen.

Trotz der hohen Schülerzahl von 550, die die BKHS etwa in diesem Jahr durchlaufen, gleicht kaum eine ihrer Biografien der anderen. Viele unterschiedliche familiäre und schulische Schicksale müssen hier pädagogisch berücksichtigt werden. Andere wieder kommen nach Espelkamp, um die Grundlagen für eine berufliche Bildung in Deutschland zu erwerben.

Ihnen wandte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Vorwerg (FDP) in ihren Grußworten besonders zu, indem sie daran erinnerte, dass diese junge Stadt außergewöhnlich viele Ausbildungsplätze und Arbeitsstellen bereit halte. Sie hoffe daher, dass die Absolventen Espelkamp in guter Erinnerung behielten und sie vielleicht auf der Suche nach einem weiteren beruflichen Standort berücksichtigten.

Mit großem Vergnügen hörten die Schüler die kurze, humorvolle Rede ihres Schulleiters Dieter Gerecke zu, der versicherte, jedes der mehr als 200 Gesichter, die ihn gerade anschauten, persönlich zu kennen. Darunter sei kaum jemand, der nicht zigmal in seinem Büro gesessen und seine Ermahnungen angehört habe. Auch wenn dabei ernste Worte gefallen seien, habe das stets der Sache und nicht der Person gegolten. „Glaubt mir, ich mag euch alle“, versicherte er mit Nachdruck.

Die Schüler hatten ein buntes Programm entworfen, zu dem auch ein orientalischer Tanz sowie eine „Diashow“ gehörten. Die Fotos erinnerten an Begegnungen in der Schule, aber auch an gemeinsame Unternehmungen wie einer Skifreizeit oder der Arbeit an der farblichen Gestaltung des Bahnhofs. Zahlreiche interessante und aussagekräftige Portraits waren dabei entstanden. Unter die Hintergrundmusik mischten sich durchaus auch melancholische Klänge. Das ist verständlich, weil viele Freundschaften, die sich hier gebildet haben, wegen der zu überbrückenden Entfernungen nun bald zu Ende sein dürften.

rks

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