Mit historischen Fahrrädern zum Sommerfest des Ludwig-Steil-Hofs

Rabenort „hoch zu Ross“

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Historische Fahrräder will Dirk Rabenhorst in zeitgenössischer Kleidung auf dem Sommerfest des Ludwig-Steil-Hofs am Wochenende präsentieren.

Espelkamp - Dirk Rabenort ist ein absoluter Fahrrad-Fan. Das zeigen schon seine zahlreiche Fahrradreisen etwa durch das Münsterland, entlang der Donau und durch Masuren. „Dazu benutze ich natürlich ein modernes Reiserad“, erklärt er. Richtig ins Leuchten aber geraten seine Augen, wenn er über seine „alten Schätzchen“ ins Schwärmen gerät. Mit einigen ist er am Sonntag, 31. Mai, beim Sommerfest des Ludwig-Steil-Hofes in Espelkamp zu Gast.

Historische Fahrräder und Fahrradzubehör gehören zu Rabenorts bevorzugten Sammel-Objekten. Alles hatte recht harmlos angefangen. Rabenort wohnt zwar seit dreieinhalb Jahren in Rahden, davor jedoch in Espelkamp-Frotheim. Dort gibt es den Opelclub „Rhenus“ , in dem einige seiner Freunde aktiv waren. „Schade eigentlich, dachte ich erst, aber Autos sind nun mal nicht mein Ding“, erzählt der 45-Jährige.

„Hingegen haben Fahrräder mich schon immer interessiert.“ Eines Tage erfuhr Rabenort zufällig, dass Adam Opel, der zunächst mit der Herstellung von Nähmaschinen begonnen hatte, zwischen 1886 und 1940 in der Fahrrad-Produktion aktiv war, also nicht nur Autos hergestellt hatte.

Rabenort ersteigerte sein erstes Opel-Fahrrad im Internet. „Es schien mir irgendwie nicht in Ordnung“, berichtet er. Darum fuhr er nach Nordhausen zu einem Mann, der unter Fahrrad-Sammlern als großer Kenner geschätzt wird. Der untersuchte das Rad und stellte fest, dass ziemlich viele Teile nicht mehr original waren. Eine Restaurierung würde zeit- und kostenaufwändig sein. Doch Rabenort gelang es, ihn dazu zu bewegen, sich von einem vollständig restaurierten „Blauschild“ zu trennen.

Heute hat der Sammler „ungefähr“ 25 Fahrräder verschiedener Hersteller, darunter auch ein Hochrad. „Allerdings sind darunter auch neue Modelle“, schränkt der Rahdener Fahrradfan ein. Daneben beschäftigt er sich gern mit den historischen Ereignissen und Gepflogenheit ab 1920 – zu der Zeit, als seine Fahrräder gebaut und gefahren wurden. „Das ist fast noch interessanter als die Räder selbst“, sagt er lachend und bemerkt so nebenbei, dass er heute „natürlich“ auch selbst Mitglied im Opelclub sei.

In stilechter Kleidung, passend zur „Lebenszeit“ des jeweiligen Fahrzeugs, stellt Rabenort inzwischen seine Fahrräder auch in der Öffentlichkeit vor, das nächste mal am Sonntag, 31. Mai, auf dem Sommerfest des Ludwig-Steil-Hofes in Espelkamp auf dem Parkgelände an der Präses-Ernst-Wilm-Straße 2. Nach einem Gottesdienst im großen Saal des Volkeninghauses um 10.30 Uhr beginnen die zahlreichen Veranstaltungen dort um 12 Uhr, unter anderem mit Pull Rodeo, Klettergigant, Aqua Balls oder Bungee-Trampolin, Goldwaschen, Schatzsuche, Kaninhop, Kasperletheater und Trommelworkshop, Kinderschminken und kulinarischen Angeboten.

Mittendrin wird Dirk Rabenort mit seinem Hochrad und anderen historischen „Drahteseln“ sein. Wie auch eine Gruppe von Pferdefans, hat er sich erst spät entschlossen, noch ein wenig mehr Bewegung in den geplanten Rummel am Ludwig-Steil-Hof zu bringen.

rks

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