Hermann Seeker als Kreisverbandsvorsitzender der Landwirte im Amt bestätigt

Das Rückgrat der Region

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Der geschäftsführende Vorstand der Landwirte: (v.l.) Holger Topp, Hermann Seeker, Klaus-Günther Huebert, Wilhelm Wiebke jun., Rainer Meyer, Dirk Niederstucke, Cord Peitsmeyer, Joachim Schmedt und Stefan Schmidt.

Espelkamp-Frotheim - Hermann Seeker ist alter und neuer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Minden-Lübbecke. Während der Sitzung des Kreisverbandsausschusses im Gasthaus Albersmeyer in Frotheim schenkten seine Berufskollegen dem 53-Jährigen aus Pr. Ströhen erneut das Vertrauen. Stefan Schmidt (22) aus Bad Oeynhausen-Eidinghausen ist neuer stellvertretender Vorsitzender, während Rainer Meyer (53) aus Bad Oeynhausen-Dehme in diesem Amt bestätigt wurde.

Alle drei Jahre wählen die Landwirte ihre ehrenamtliche Vertreter auf Verbandsebene. Nach den Ortsverbandswahlen erfolgte nun die Wahl auf Kreisverbandsebene. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören neben den drei Vorsitzenden und den Kreisgeschäftsführern Klaus-Günther Huebert (Minden) und Holger Topp (Lübbecke) weiterhin Dirk Niederstucke (Hille-Rothenuffeln), Cord Peitsmeyer (Gestringen), Wilhelm Wiebke jun. (Petershagen-Bierde) und Joachim Schmedt (Dielingen) an. Schmidt vertritt den Kreisverband auch als Delegierter im Bezirksverband.

Neu im Vorstand sind Heinrich Spechtmeyer (Isenstedt), Helmut Ostermeier (Oberbauerschaft), Eckhard Wittemeier (Lübbecke-Eilhausen), Heiko Franke (Pr. Oldendorf-Schröttinghausen) und Ralf Kettler (Minden-Todtenhausen). Der insgesamt 34-köpfige Vorstand, in dem jeder der elf Stadt- und Gemeindeverbände vertreten ist, präsentiert die berufsständischen Interessen seiner mehr als 4000 Mitgliedsbetriebe und Hofstellen im Kreisgebiet.

Vertreter des Landwirtschaftlichen Kreisverbands dankten zudem den ausgeschiedenen Vorsitzenden der Orts- und Stadtverbände, Vorstandsmitgliedern sowie Delegierten für ihr Engagement und ihre berufsständische Arbeit: Wilhelm Wiebke jun. (ehemaliger Stadtverbandsvorsitzender Petershagen), Friedrich Meyer (Bad Oeynhausen-Wulferdingsen), Heiko Witte (Hille-Südhemmern), Karl-Heinz Hahne (Minden-Päpinghausen), Wilhelm Buschhorn (Petershagen-Großenheersee), Günter Lampe (Petershagen-Seelenfeld), Klaus-Wilhelm Schonebohm (Porta Westfalica-Costedt), Bernd Horstmann (Porta Westfalica-Neesen), Friedhelm Meier (Porta Westfalica-Veltheim), Martin Berger (Blasheim), Ernst Vögeding (Lübbecke-Obermehnen), Karl-Heinz Treseler (Lübbecke-Stockhausen), Karl-Gerd Husemeyer (Lübbecke-Nettelstedt), Dieter Unverferth (Hüllhorst-Tengern), Wilhelm Stockmann (Frotheim), Werner Schwettmann (Levern), Gerhard Priesmeier (Oppendorf), Heinrich Niederschmidt (Hille) und Stefan Blöbaum (Hüllhorst-Bröderhausen).

Hermann Seeker dankte der Versammlung für seine Wiederwahl und unterstrich, dass ihm die Vertretung der Belange seiner Berufskollegen besonders am Herzen liege. Für die Landwirtschaft im Mühlenkreis wünscht er sich „gute Zukunftsperspektiven, damit auch die nächste Generation mit Begeisterung den grünen Beruf ergreift und ihre Familien davon ernähren kann“. Seeker stellte heraus, dass die Landwirte aktuell unter einem hohen Preis- und Kostendruck ständen und gleichzeitig mit steigenden Anforderungen hinsichtlich Bürokratie, Gesetzgebung und Auflagen konfrontiert seien. Er appellierte an die Politik, daran zu denken, dass Landwirtschaft auch weiterhin wirtschaftlich betrieben werden müsse, um zu überleben. Entsprechende Rahmenbedingungen müssten daher geschaffen werden. „Gerade kleineren Höfen, denen das Geld für Investitionen fehlt, darf man durch die vielen politischen Entscheidungen nicht die Luft zum Atmen nehmen“, betonte Seeker.

Insgesamt stehe die grüne Berufssparte vor großen Herausforderungen, so der Vorsitzende. In einer zunehmend kritischer werdenden Gesellschaft müssten die Bauern ihr Tun und ihre Leistungen immer wieder erklären. „Die Menschen müssen verstehen, was wir Bauern tun.“ Rainer Meyer verdeutlichte, dass dabei die Landwirte selbst ihre besten Botschafter seien.

„In veränderten Zeiten müssen wir gemeinsam nach Lösungen suchen, unsere Position in der Öffentlichkeit mehr verdeutlichen und dabei Verbündete suchen“, unterstrich Stefan Schmidt. Die Landwirtschaft bleibe nach wie vor ein wichtiger Faktor und das Rückgrat des ländlichen Raumes.

Zu Beginn hatte Dr. Jörn Krämer, Referent für Umweltpolitik beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), einen Stand zur Neufassung der Düngeverordnung gegeben. Der Entwurf der Bundesregierung sehe erheblich stärkere Restriktionen und Dokumentationspflichten für die landwirtschaftlichen Betriebe vor als bisher.

Ein weiteres Thema war die Biodiversitätsstrategie des Landes NRW und daraus abgeleitete Gesetzesinitiativen, die insbesondere die Landbewirtschaftung berührten. „Die Kooperation mit der Landwirtschaft ist der richtige Weg zum Ausbau der Artenvielfalt“, kommentierte Hermann Seeker. „Weitere rechtliche Auflagen bedrohen ansonsten den Fortbestand unserer kleinen und mittleren Betriebe.“

kf

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