Gauselmann Gruppe stellte Halbjahresbilanz vor / Geschäftsvolumen um neun Prozent gestiegen

Ausland bringt den Erfolg

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Paul Gauselmann erneuert anlässlich der Vorstellung der Halbjahresbilanz seine Kritik an den gesetzlichen Gegebenheiten in Deutschland.

Espelkamp - Eine positive Halbzeitbilanz vermeldet die Gauselmann Gruppe mit Sitz in Espelkamp und Lübbecke für die erste Hälfte des Jahres 2015. Wie schon im vergangen Jahr hätten sich die „erheblichen gesetzlichen Restriktionen für das gewerbliche ‚kleine‘ Spiel im Kernmarkt Deutschland“ nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt, teilt das Unternehmen mit.

Allein die Produktion von Geräten für den deutschen Markt sei in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 25 Prozent gesunken. Nur aufgrund eines prosperierenden Auslandsgeschäfts habe das fehlende Wachstum der Industrie in Deutschland mehr als ausgeglichen werden können. Das Geschäftsvolumen „der Spielemacher“ stieg nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr um rund neun Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 auf 1,042 Milliarden Euro. Damit wurde das Gewinnziel von gut fünf Prozent deutlich erreicht.

Die Zuwächse in den internationalen Märkten machen sich auch in der Zahl der Arbeitsplätze bemerkbar. So stellte die Gauselmann Gruppe nach eigenen Angaben im abgelaufenen Halbjahr rund 8891 Stellen zur Verfügung, was eine Steigerung um 6,3 Prozent oder 530 Arbeitsplätze bedeute. Mehr als 500 davon entfallen auf die internationalen Aktivitäten.

„Mit diesem Halbjahresergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagt Paul Gauselmann, Gründer und Vorstandssprecher der Gauselmann Gruppe. „Nicht zufrieden bin ich allerdings mit den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, die die Spielgäste mit ihrem Freizeitvergnügen in die Illegalität treiben. Denn durch übertriebene gesetzliche Einschränkungen, wie verlängerte Sperrzeiten, verschärfte Einlasskontrollsysteme, die jeden Besucher belasten, teilweise Serviceverbot für Getränke und Snacks oder Nichtraucherschutzgesetze, wird vielen Spielgästen der Besuch von Spielhallen verleidet.“ Sie nutzten jetzt vermehrt unregulierte und in Deutschland illegale ausländische Glücksspielangebote aus dem Internet.

Als Konsequenz habe das Unternehmen seine Aktivitäten im Ausland verstärkt, wo verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen herrschten. Möglich geworden sei die dortige erfolgreiche Geschäftsentwicklung durch Investitionen in Höhe von 90 Millionen Euro, 8,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Leider lassen die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weder die Entstehung neuer Arbeitsplätze, noch größere Investitionen zu“, so Gauselmann.

Neue Märkte in Deutschland wie das Sportwettgeschäft hingen weiter in der Warteschleife, beklagt der Unternehmer. Wann sein Unternehmen mit der Erteilung von Sportwettlizenzen rechnen könne, stehe in den Sternen. „Vor dem Hintergrund, dass wir dieses Ausschreibungsverfahren als bester Bewerber abgeschlossen haben, ist es eine völlig unbefriedigende Situation, seit rund drei Jahren auf eine offizielle Erteilung warten zu müssen.“

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