Fiesteler Burgruine als Ort für kulturelle Veranstaltungen und des Lernen

Ellerburg soll zum Erlebnispark werden

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Ortstermin an der Ellerburg: Berthold Freiherr von der Horst von Eichel-Streiber erläuterte den Vertretern der beteiligten Organisationen und Vereine den inneren Bereich der abgerissenen Burg.

Espelkamp - Es schwingt ein wenig Freude mit in der Stimme, wenn Freiherr Berthold von der Horst von Eichel-Streiber verkünden kann: „Wir haben inzwischen breite Unterstützung gefunden, um zumindest die Spuren der bedeutenden Geschichte der Ellerburg der Nachwelt zu erhalten.“

Im Heimathaus Fiestel kamen jetzt Vertreter verschiedenster Gruppierungen zusammen, um genau dies zu demonstrieren. Stadt Espelkamp, der Fiesteler Heimatverein und die Dorfgemeinschaft, die Kreishandwerkerschaft, die Kreisheimatpflege, die Kreisjägerschaft und der „Verein Herrenhäuser und Parks im Mühlenkreis“ ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, den Rückbau der einstmals so stolzen Burg so behutsam wie möglich über die Bühne zu bringen.

„Die Zeit ist seit dem Auszug des letzten Mieters darüber hinweggegangen“, sagte Berthold von der Horst am Ende seiner Begrüßung. So erwarb 2004 die Stadt Espelkamp das inzwischen ruinöse Gemäuer. Es erfolgte der Grundsatzbeschluss, einen „qualifizierten Rückbau“ vorzunehmen und es als Bodendenkmal unter Schutz zu stellen.

Nach dem Anfang dieses Jahres erfolgten Abriss der zerfallenen und nicht mehr standfesten Mauern geht es jetzt darum, zu retten, was noch gerettet werden kann, um die historische Entwicklung der Gebäudeteile wieder ablesbar zu machen. Außerdem ist gewünscht, die ehemalige Gräfte als Bindeglied zur Parkanlage insgesamt aufzuwerten. Ziel ist die Entwicklung eines touristischen Anziehungspunktes mit vielseitigen kulturellen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Vertreter der beteiligten Vereine und Organisationen sowie der Stadt Espelkamp besuchten nach der Zusammenkunft das freigeräumte Areal. Dabei stellten sie fest, dass schon jetzt die vorhandene Ruinenlandschaft großen Erlebniswert hat. Entstanden sind verwunschene Ecken, mysteriöse Ein- und Ausgänge, die man möglichst schnell der Bevölkerung zugänglich machen möchte. Dies soll in Form einer begehbaren Ruine geschehen. Der Burghof wird mit Stufen versehen, es entstehen Sitzgelegenheiten.

Somit könnten hier auch Veranstaltungen wie kleinere Konzerte und Theateraufführungen sowie Vorträge angeboten werden. Die alte Brücke wird erhalten, eine kleine Brücke in den Park ist geplant. Alle Zugänge sollen barrierefrei gestaltet werden. Es gibt Informationen über Burg, Park und Natur für Alt und Jung.

Lernorte wie Wald, Bach, Teich, Obstwiesen, Bauerngarten, tagaktive wie auch nachtaktive Tiere werden gezeigt. Hinweise und Informationstafeln zu den Wegen und Lernorten führen durch Burg und Park. „Wir stehen am Beginn der Umsetzungsphase“, sagt Dominik Bulinski, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement, Projektsteuerung und Stadtmarketing bei der Stadt Espelkamp. Die Vorarbeiten seien geleistet. „Wir gehen von innen nach außen, von Stein zu Grün vor. Und das geschieht in kleinen, behutsamen Schritten.“. Weiterhin werde nach Unterstützern und Sponsoren gesucht.

DK

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