Espelkamper Kantorei singt in Schloss Benkhausen / Erstaufführung ausverkauft

Königliches Adventskonzert öffnet die Herzen

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Die Espelkamper Kanotrei unter Leitung von Tobias Krügel begeisterte die Zuhörer im Kaminzimmer von Schloss Benkhausen.

Espelkamp - Von Mareile Kurtz. Manch einer mag sich aus seiner Kindheit noch daran erinnern: Adventssonntag, das bedeutete, sich am späten Nachmittag gemeinsam mit der Familie im dämmerigen Wohnzimmer um den Kranz zu setzen, entsprechend viele Kerzen anzuzünden, Geschichten über Jesus zu erzählen und Weihnachtslieder zu singen. Wenn man so will, hat die Kantorei der evangelischen Martins-Kirchengemeinde Espelkamp diese Tradition nun wieder aufleben lassen.

Das erstklassige Adventskonzert im Schloss Benkhausen in Espelkamp war am Sonntag auf Initiative der Kantorei hin erstmalig veranstaltet worden und auf beeindruckende Resonanz gestoßen – bereits Wochen vorher waren sämtliche Karten für die 60 Plätze ausverkauft gewesen. Eine große Freude für Kantor Tobias Krügel und seine rund 40 ambitionierten Sängerinnen und Sänger, deren kraftvolle Stimmen in dem kleinen Kaminzimmer über die Köpfe ihrer gebannten Zuhörer hinwegdonnerten wie ein himmlischer Engelschor.

Von Meisterstücken wie „Machet die Tore weit“, „Ehre sei Gott in der Höhe“, beides Andreas Hammerschmidt, und „Schaffe in mir Gott ein reines Herz“ von Heinrich Schütz bis hin zu konventionelleren Weihnachtsliedern wie „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Es ist ein Ros’ entsprungen“ hatte die Kantorei bei Pianobegleitung von Jeannette Gründling insgesamt 13 hingebungsvolle Interpretationen im Gepäck, sodass sich auch ganz ohne Orchester und Kirchenakustik eine majestätisch-ehrwürdige Atmosphäre entfaltete und sich jedes Herz öffnen und jedes Seelentor weit machen musste.

„Wir hoffen, Ihnen mit unserem Konzert Freude zu bereiten, Sie zu berühren, auf Weihnachten einzustimmen und mitnehmen zu können“, richtete Kantor Tobias Krügel das Wort an das Publikum und lieferte zwischen den Musikstücken immer wieder auch Hintergrundinformationen aus der christlichen Tradition. So sei „Machet die Tore weit“ ein Psalm (24, 7-10), der in den Kirchen üblicherweise am ersten Advent gesungen werde, um die Herzen der Menschen für die Adventszeit zu öffnen, während „Meine Seele preist die Größe des Herrn“ von Alan Wilson ein Lobgesang Marias sei, nachdem der Erzengel Gabriel ihr die Geburt von Gottes Sohn angekündigt hat, erläuterte der Kantor.

Krügel, der neben Ariane Möller (Sopran), Jan Frerichs (Bass) und Gastsänger Sven Hagemeier (Tenor) selbst auch einige Soloparts übernahm, trieb aber nicht nur seine Kantorei zu Höchstleistungen an, sondern motivierte mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Humor auch das Publikum dazu, mitzusingen und gemeinsam mit der Kantorei in verschiedene Kanons einzusteigen, sodass jeder Zuhörer sein ganz eigenes Adventsstündchen fühlen und hautnah erleben konnte.

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