Espelkamper zu Geldstrafe verurteilt

Ohne Führerschein und unter falschen Namen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden/Espelkamp - Zu schnell, ohne Führerschein und unter dem Einfluss von Rauschmitteln: Ein 34-Jähriger Espelkamper hatte fast alle gängigen Voraussetzungen erfüllt, um nicht am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen – und setzte sich trotzdem hinters Steuer. Als er von der Polizei angehalten wurde, gab er sich als sein Freund aus. Das Ganze passierte zwei Mal. Wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde er nun vor dem Amtsgericht Rahden zu einer Geldstrafe von insgesamt 4200 Euro verurteilt. Außerdem drückte Richter Hagenkötter ihm ein Fahrverbot von 15 Monaten auf.

„Es handelte sich um spontane Taten“, erklärte der Verteidiger des Angeklagten die beiden Fälle. Auf weitere Nachfragen antwortete der Angeklagte nicht. Dabei hätte der Staatsanwalt gerne noch eine Antwort von ihm gehabt: „Ich hätte sie gerne gefragt, wieso sie am 30. Januar erneut gefahren sind“, sagte er mit Blick auf ein neues Verfahren. „Es liegen Anhaltspunkte vor, dass er auch da unter dem Einfluss berauschender Mittel stand“, ergänzte der Richter. Dabei bezog er sich auf Informationen, die er erst einen Tag zuvor bekommen hatte – im Gegensatz zu dem Verteidiger des Angeklagten. Der zeigte sich überrascht über den neuen Vorwurf. „Das laufende Ermittlungsverfahren macht‘s nicht besser“, gab er zu. Allerdings betonte er, dass dies ein neuer Fall und vorerst nicht relevant sei.

Wie es zu einem der aktuellen Fälle gekommen ist, verdeutlichte eine Zeugenaussage, die Richter Hagenkötter schriftlich vorlag. Sie stammte von dem Mann, als den sich der Angeklagte in einem der Fälle vor der Polizei ausgegeben hatte. Auf ihn war das Fahrzeug, mit dem der Espelkamper unterwegs war, angemeldet. „Er köderte mich damit, dass ich den Wagen auch nutzen dürfe“, las Hagenkötter die Begründung hierfür vor. Normalerweise fahre er den Angeklagten, schilderte der Zeuge. An diesem Tag habe er jedoch keine Zeit gehabt. Irgendwann habe er dann festgestellt, dass der Wagen weg sei. Als der Angeklagte ihm berichtete, dass er geblitzt worden sei, sei er zur Polizei gegangen, um die Sache zu klären.

„Der Angeklagte hat keine Skrupel, um einer Bestrafung zu entgehen, in die Belange Dritter einzugreifen“, so der Staatsanwalt. Außerdem kümmere er sich nicht um die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Der Staatsanwalt, der Verteidiger und Richter Hagenkötter waren sich einig, dass 140 Tagessätze zu jeweils 30 Euro angemessen seien.

ks

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