Schüler nehmen insgesamt 34 Berufe unter die Lupe / Messe wird am Donnerstag eröffnet

Einige Kontakte münden in Ausbildung

Beim Berufsorientierungsparcours werden die Jugendlichen selbst aktiv. Von Donnerstag bis Sonnabend können sich Schüler noch im Bürgerhaus in Espelkamp über die Berufs- und Ausbildungswelt informieren. - Foto: Frensing

Espelkamp - Schrauben, drehen und designen, Elektro-Schaltungen erstellen, Interviews führen, Kartons packen – das sind nur einige der vielfältigen Arbeitsproben, die Jugendliche auf dem Berufsorientierungsparcours ausprobieren konnten. Die Veranstaltung wird stets kurz vor der Berufsausbildungsmesse (BAM) angeboten, die am Donnerstag offiziell im Espelkamper Bürgerhaus eröffnet wird.

20 Unternehmen, 34 Berufe vom Altenpfleger bis zum Zerspanungsmechaniker, 41 Stationen und 369 Schüler aus fünf Schulen – das sind die nackten Zahlen des Berufsorientierungsparcours (BOP). Ein Erfolgsmodell, wie Bürgermeister Heinrich Vieker betonte, das den Schülern die Möglichkeit bietet, sich über die Ausbildungsberufe zu informieren, praktisch zu testen und so in die Arbeitswelt zu schnuppern.

„Etwa 90 Prozent aller Jugendlichen wissen nicht, welche Ausbildungsberufe es gibt, bei welchen Firmen sie sich bewerben können oder was in den verschiedenen Branchen verlangt wird“, so Michaela Meyer vom Technikzentrum. „Die Jugendlichen brauchen Unterstützung, um ihren Weg zu finden“, sagte sie und freut sich, dass mit den Firmen Kesseböhmer und Aumann sowie dem Wasser- und Schifffahrtsamt Minden wieder einige neue Unternehmen zum ersten Mal in Espelkamp sind.

Der BOP biete den Schülern eine interessante Auswahl an verschiedenen Berufen, erklärt Dirk Schulz von der Interessengemeinschaft Espelkamper Unternehmen (IGEU). Nicht zuletzt wurde auf so manchem Berufsparcours schon der erste Kontakt für einen Ausbildungsplatz geknüpft. „Der Vorteil der BOP ist, dass man ganz verschiedene Bereiche kennenlernen und ausprobieren kann“, sagt Birgitt Hafer, Ausbildungsleiterin der Rahdener Firma Kolbus. Der Praxisbezug sei ein großer Vorteil der BOP, unterstreicht sie.

Das sieht Thomas Vogt, Berufswahlkoordinator am Söderblom-Gymnasium, genau so: „Der BOP ist eine tolle Gelegenheit, einmal in die Arbeitswelt hinein zu schnuppern und eine erste Orientierung fürs Praktikum zu bekommen.“

135 Minuten hatten die Jugendlichen Zeit, die Stationen zu durchlaufen. „Wir begrüßen die Jugendlichen und geben eine kurze Einführung sowie einen Laufzettel, auf dem sie dokumentieren, welche Stände sie besucht haben und sollen ganz selbstständig den Parcours durchlaufen“, erläuterte Valeria Casselmann.

Viele der kleinen praktischen Übungen sind von den Auszubildenden der beteiligten Unternehmen erarbeitet worden und werden auch von ihnen betreut. Dafür bekamen sie ein großes Kompliment von Thomas Vogt. Die Übungen wecken das Interesse der Jugendlichen „Die Stationen sind richtig interessant. Hier erhält man einen guten Überblick“, unterstreichen Sidar und Lukas, Diana und Jessica.

„Wir wollen für Technik begeistern und unseren Stand mit immer wieder neuen praktischen Übungen, die von unseren Auszubildenden erstellt werden, lebendig halten“, sagt Nico Gottlieb von Harting.

Den Azubis mache es Spaß, ihren Berufsstand zu vertreten und den Schülern schmackhaft zu machen, ergänzt Holger Marten von der Espelkamper Firma Plümat, die in diesem Jahr Partner der Veranstaltungswoche ist. Und dieser Kontakt auf Augenhöhe komme bei den Jugendlichen gut an. „Wir haben hier schon viele Erstkontakte geknüpft, die später in ein Praktikum oder auch einen Ausbildungsplatz gemündet sind“, so Marten.

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