„Der große Gatsby“ im Espelkamper Theater / Überfluss trifft auf Armut

Reise in die schillernde High-Society-Welt

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Kann Jay Gatsby (Hans Piesbergen, vorn) Daisy (Ursula Buschhorn) für sich gewinnen? Ihr Cousin Nick Carraway (Hendrik Winkler) hat das Paar im Blick.

Espelkamp - „Der große Gatsby“ lässt sich als Spiegel der Ära der „Goldenen Zwanziger“ verstehen: Verherrlichung des Materialismus prallt auf bittere Armut. Das Meisterwerk von F. Scott Fitzgerald wurde mehrfach verfilmt, eine Neuverfilmung des Klassikers eroberte 2013 mit Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire die Kinos. In einer Bühnenfassung der Theatergastspiele Kempf ist „Der große Gatsby“ am Sonntag, 22. November, ab 18 Uhr im Neuen Theater Espelkamp zu sehen.

Ein Einführungsvortrag, der bereits um 17 Uhr beginnt, bringt den Zuschauern die Welt des atemlosen Amüsements auf brüchigem Grund näher und gibt Einblicke in die „Roaring Twenties“, die 1920er-Jahre, in denen sich die Reichen von den Rhythmen des Jazz treiben ließen. Ein Tanz auf dem Vulkan, einer Gesellschaft, die sich am Überfluss berauscht, heißt es in der Ankündigung.

Zum Stück: Auf dem Anwesen von Jay Gatsby feiert die New Yorker Upper Class jeden Sonnabend legendäre Partys. Niemand weiß, wer der Gastgeber eigentlich ist und wie er diesen Rausch der Verschwendung finanziert. Denn der sagenumwobene Gatsby hat ein romantisches Geheimnis: Als junger, mittelloser Mann verliebte er sich unsterblich in Daisy, die beste Partie der Stadt, und musste zusehen, wie ein steinreicher Football-Star sein Mädchen zum Altar führte.

Ehrgeizig versucht Gatsby seither, die Vergangenheit ungeschehen zu machen und alles zu erreichen: Erfolg, Macht, Anerkennung und – die eine Frau. In Fitzgeralds Meisterwerk geht es um Glanz, Schönheit, teure Autos, sehr viel Alkohol und darum, einen Zipfel des Amerikanischen Traums zu erwischen.

Und das Thema ist laut dem Espelkamper Theater hochaktuell: Attraktiver junger Mann verliebt sich in schillerndes Girl, hat aber nicht die finanziellen Mittel, sie zu heiraten, und lässt sich auf undurchsichtige Geschäfte ein, um sie zurückzugewinnen. Notwendigerweise, denn die Gesellschaft, in der er sich bewegt, ist nicht so durchlässig, wie sie vorgibt zu sein.

Nur in den seltensten Fällen wird der Tellerwäscher auf legale Art zum Millionär. Das sei heute nicht anders als in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts, heißt es in der Ankündigung. Ein Mann, der wenig mehr hat als gutes Aussehen und Intelligenz, brennenden Ehrgeiz und große Gefühle für ein Mädchen, das definitiv in einer anderen Liga spielt, könne heute wie damals von einer mitleidlosen Welt zum Scheitern verdammt sein.

Das Theater und die Abendkasse öffnen um 17 Uhr. Anmeldungen zu dem Einführungsvortrag nimmt die Geschäftsstelle des Volksbildungswerks Espelkamp im Kulturbüro im Bürgerhaus unter Telefon 05772/562185 entgegen. Eintrittskarten für das Theaterstück sind erhältlich im Kulturbüro sowie im Reisebüro Durnio, Steinstraße 4 in Rahden unter Telefon 05771/91110, oder auf der Internetseite des Espelkamper Theaters:

www.theater-espelkamp.de

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