Halbjahresangebot von „Kul-Tür“ scheint erneut ein Selbstläufer zu werden

„Erfolg des Programms macht mir langsam Angst“

„Grammophon & Schellack“ verwandeln die Gaststätte F.A. Wagenfeld in Varl am 1. Mai in ein Kaffeehaus.

Rahden - (Art) · „Der Erfolg des Programms macht mir langsam Angst“, gesteht Kul-Tür-Chef Detthard Wittler nicht ohne Stolz. Das neue Halbjahresprogramm des Rahdener Kulturvereins scheint erneut ein Selbstläufer zu werden. „Ausverkauft“ konnte Detthard Wittler bereits bei einzelnen Veranstaltungen erfreut vermelden.

        Die mehr als positive Resonanz auf das erstmalig präsentierte Neujahrskonzert mit der ungarischen Philharmonie sei bereits ein richtungsweisendes Zeichen für die Akzeptanz des Programms gewesen, freut sich Wittler.

Auch für die 11. Soirée, zu der Kul-Tür für den 19. Februar um 19 Uhr in das Hotel Westfalen-Hof geladen hat, gibt es nur noch begrenzt Karten. „Erzpoet und Eulenspiegel“ – ein vielversprechendes Motto, das den Besuchern einen Abend voller Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung verspricht. Ein Satiriker und ein Briefmacker – die Stimme Niedersachsens Manfred Hausin und der niedersächsische Eulenspiegel Winfried Bornemann – zwei Herren im besten Mannesalter vor der spannenden Frage: Wie bringen wir einen Abend gemeinsam auf die Reihe, wie soll es da zugehen?

Superkurze Texte, entstanden aus frühen Widerworten gegen Autoritäten aller Art sind das Kennzeichen von Manfred Hausin. Mit skurrilen Eingaben an Behörden, Banken und Konzerne, mit der Gründung neuer Institutionen, mit aberwitzigen Kleinanzeigen z. B. als „fröhlicher Alleinunterhalter für größere Trauerfeiern“ führt Winfried Bornemann nicht nur die Mächtigen der Republik an der Nase herum. Es ist ein heiteres Programm für ernste Leute bzw. ein ernster Anstoß für alle, die einen Witz auch dann verstehen, wenn der Erzähler keine Pappnase auf hat.

Ein anregender Apéritif und ein Drei-Gang-Menü verleihen dem Abend eine kulinarische Note. Unterstützt wird die Veranstaltung von Savenije & Partner und vom Westfalen-Hof.

Musik und Literatur im Dialog heißt es am Donnerstag, 11. März, wenn Axel Gottschick mit seinen Lesungen sowie Rainer Berger (Querflöte) und Felix Reuter (Gitarre) im neuen Kulturbahnhof „endlich einmal wieder Literatur und Musik vereinen“, wie Wittler erfreut vermeldet. Denn diese Kombination sei im vergangenen Jahr ein wenig auf der Strecke geblieben. .

Auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff wandelt Gottschick, entführt in die brillanten Schilderungen der Autorin, das Land und Leute zu charakterisieren. Das Münsterland, das Sauerland und das Paderbornische stehen im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Die Musikauswahl berücksichtigt die Stimmung der Erzählung und den Geschmack der Droste. Neben Haydn, Mozart, Weber und Blum stellt das Duo Berger-Reuter mit Kaspar Fürstenau einen Komponisten vor, der im Münsterland wirkte. Diese Veranstaltung wird von Optik-Achterberg unterstützt.

Ein „so gut wie ausverkauftes Haus“ können die Kul-Türisten bereits für das Konzert „Scala und Kolacny Brothers“ vermelden. „Für dieses absolute Highlight am 16. April gibt es auf der Empore jedoch noch wenige Hör- und Radioplätze.“ Der überaus große Anklang, den sowohl das Konzert als auch das Kul-Tür-Programm überregional findet, verleite schon jetzt zu der Überlegung einer Wiederholung des Konzerts im nächsten Jahr.

Beim Gastspiel von „Scala und Kolacny Brothers“ wird zusammengefügt, was nicht zusammengehör: Kylie Minogue und Kraftwerk, Depeche Mode und Die Toten Hosen, Radiohead und Rio Reiser oder Sinead O'Connor und die Sportfreunde Stiller stehen in ungewohnter Eintracht nebeneinander. Ungewohnte Eintracht auch im Publikum: Bei den Konzerten stehen Siebenjährige neben Siebzigjährigen, Punk-Freaks neben Pop-Fans – eben irgendwie grenzenlos. Scala beweist: Rock lebt!“ Den Auftakt zu diesem Konzert gestaltet mit drei Titeln der Jugendchor der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede, Leitung Mechthild Bräkling. Restkarten gibt es ausschließlich in den Geschäftsstellen der Volksbank Lübbecker Land, die die Veranstaltung auch unterstützt und im Internet unter http://www.webviser.de/tickets/scala.

Auch das traditionelle Kaffeehauskonzert, das unzählige Gäste jedes Jahr zum 1. Mai in die Gaststätte F.A. Wagenfeld lockt, ist bereits restlos ausverkauft. „Entsprechend der Nachfrage im vergangenen Jahr könnten wir auch 2010 zwei Kaffeehauskonzerte anbieten“, so Wittler. Doch davon sehen die Kultür-Verantwortlichen ab, „denn jede Veranstaltung ist etwas Besonderes und soll es auch bleiben.“ Mit „Grammophon & Schellack“ verwandelt eine außergewöhnliche „Boygroup“ ab 15.30 Uhr die Gaststätte in ein Kaffeehaus und sorgt für beschwingte Atmosphäre.

Vier Herren begeistern, frech und frivol in Frack und Zylinder, mit einem hinreißenden Feuerwerk extravaganter Unterhaltungskunst. Mit einem Augenzwinkern servieren Stan Hemken (Gesang), Klaus Heuermann (Violine), Jano Blase (Akkordeon) und Stephan Werner (Kontrabass) dem Publikum der Moderne die Lebensfreude der 20er Jahre. Sie vermitteln die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins mit Musik, Sprachgewandtheit und viel Humor. Und wie es sich für ein Kaffeehauskonzert gehört, bietet das Gasthaus „Zur Linde“ ein reichhaltiges Kuchenbüfett an. Die Veranstaltung wird unterstützt von AMR-Reisen und dem Gasthaus F. A. Wagenfeld.

„Selbstverständlich werden wir auch dort präsent sein“, verkündete Detthard Wittler erfreut und meinte das Rahdener Stadtfest, das der Kulturverein mit einer attraktiven Veranstaltung begleitet. Doch womit man am 12. und 13. Juni das Augenmerk auf sich ziehen möchte, wird noch nicht verraten. Ebenso „streng geheim“ sind noch die ersten Überlegungen, die der Kulturverein für das zweite Halbjahr bereits tätigt. Nur soviel sei verraten: „Es wird abwechslungsreich, unterhaltend und spannend mit erlesenen Höhepunkten, die man nicht an jeder Ecke findet und die man so schnell nicht vergisst“, so Detthard Wittler.

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