Friedrich Priesmeier Jubiläumsspender

Einmal war das Blut nicht in Ordnung

Funktionsschwester Gabriele Thederan (links) und Marga Büning vom DRK Stemwede betreuten Friedrich Priesmeier bei seiner 100. Blutspende (großes Foto). Reinhold und Ulrike Gralla sowie Karsten Harmening vom DRK-Blutspendedienst West bedankten sich beim Jubilar mit einem prächtigen Blumenstrauß (kleines Bild). Fotos (2): Scheland

Levern - (ges) Am späten Montagnachmittag hat sich die Zahl der Menschen im Bereich der Gemeinde Stemwede, die zum 100. Mal einen halben Liter ihres kostbaren Blutes zur Verfügung gestellt haben, auf 30 erhöht: Der gebürtige Oppendorfer Friedrich Priesmeier aus Rahden reihte sich beim Blutspendetermin in Levern in den erlauchten Kreis der besonderen Jubiläumsspender ein.

        Als der heute 59-jährige Friedrich Priesmeier im März 1968    in Oppenwehe   zum ersten Mal zum Blutspenden ging, musste er bei der Anmeldung noch eine Einverständniserklärung der Eltern vorlegen. „Damals lag das Einstiegsalter für Blutspender noch bei 21 Jahren“, erinnert sich der Verwaltungsbeamte. Weil der Rahdener im Bereich der Gemeinde Stemwede arbeitet, erreichte er die mehr als beachtliche Zahl an Blutspenden ausschließlich bei Terminen des DRK-Ortsvereins Stemwede. – den hundertsten „Anstich“ am Montag im Gemeindehaus in Levern.

„Ich wollte einfach Gutes tun und alten, kranken und verletzten Menschen helfen“, begründet Priesmeier seine inzwischen über 40-jährige Bereitschaft, sein Blut für in Not geratene Mitmenschen abzugeben. „Voraussetzung ist der gute Wille und jedesmal eine Stunde Zeit“, sagt er weiter. „Wenn auch nur einem Menschen mit meinem Blut geholfen werden konnte, hat sich meine jahrzehntelange Spendebereitschaft schon gelohnt“, betont der 59-Jährige.

Seit dem „Jungfernstich“ im März 1968 zählt Friedrich Priesmeier im DRK-Ortsverein Stemwede und beim Fachteam des Blutspendedienstes West zu den treuen Wiederholern. „Jedes Jahr nehme ich drei Termine wahr“, berichtet der Rahdener. Nur einmal habe er seitdem Nachricht bekommen, dass mit seinem Blut etwas nicht in Ordnung sei. „Da wusste ich aber, woran das lag. Kurz zuvor war ich beim Schützenfest in Oppendorf gewesen…“.

Solange er sich körperlich fit fühlt, wird der 59-Jährige weiterhin zum Blutspenden gehen. „Vielleicht nicht mehr drei Mal im Jahr wie bisher, sondern nur noch zwei Mal“, kündigte er bei seiner Ehrung am Montagabend an. Der Stemweder Blutspendebeauftragte Reinhold Gralla, seine Frau Ulrike und Karsten Harmening, beim DRK-Blutspendedienst West Referent für Öffentlichkeitsarbeit, bedankten sich bei Friedrich Priesmeier für dessen Treue mit einem prächtigen Blumenstrauß.

Mit der Resonanz beim jüngsten Blutspendetermin in Levern zeigte sich das Ehepaar Gralla nicht ganz zufrieden. „Wegen der sommerlichen Temperaturen und auf Grund der Urlaubszeit haben wir diesmal nur 82 Blutspender registriert. „Es hätten ruhig ein paar mehr sein dürfen, den gerade im Sommer kommt es in den Krankenhäusern oft zu Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven“, bedauerte Gralla. Grund zur Freude gab es aber auch: Unter den 82 Spendenwilligen befanden sich fünf mutige Erstspender.

Ausgezeichnet wurden im Verlauf des Abends noch vier weitere Jubilare – Christine Jobusch (Niedermehnen) für ihre zehnte, Andreas Dieckhoff (Levern) für seine 25., Nicole Lamburn (Levern) für die 50. und Reinhold Uetrecht (Levern) für die 75. Spende.

Zum Helferteam zählten auch wieder vier Frauen des Gemischen Chores „Frohsinn“ Levern. Der Arbeitseinsatz des Sängerinnen-Quartetts dauerte über sieben Stunden: „Wir waren schon anderthalb Stunden vorher da, haben Tische und Stühle gestellt und Brote geschmiert und bleiben nach dem Termin noch anderthalb Stunden länger, um die Spuren des Blutspendens zu beseitigen“, berichteten die vier Frauen während der Bewirtung der Spender mit heißen Würstchen, belegten Broten, heißem Kaffee oder Erfrischungsgetränken. „Wir machen das aber gern.“

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