Betriebsausschuss wartet auf weiteres Datenmaterial für Lehrschwimmbecken in Oppenwehe

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen

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Entscheidung vertagt: Der Betriebsausschuss für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede beschließt erst in seiner nächsten Sitzung, wie es mit dem Lehrschwimmbecken in Oppenwehe weitergeht. ·

Rahden - LEVERN/OPPENWEHE · Der Betriebsausschuss für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede hat – wie berichtet – am Mittwochabend die Entscheidung darüber, ob das Lehrschwimmbecken in Oppenwehe endgültig geschlossen und daraus schon in naher Zukunft ein „Leer“-Schwimmbecken wird, erst einmal vertagt. Eine endgültige Entscheidung wird es erst bei der nächsten Sitzung des Fachgremiums im Oktober geben.

Nach längerer Diskussion wurde die Verwaltung beauftragt, bis dahin untersuchen zu lassen, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind, um die marode Technik zu modernisieren und in einen Zustand zu versetzen, der den Betrieb des Lehrschwimmbeckens über einen längeren Zeitraum ohne weitere größere Aufwendungen für Reparaturen garantiert. Bürgermeister Gerd Rybak sagte zu, die entsprechenden Fakten und Zahlen bis zur nächsten Sitzung zu ermitteln. Bei der Entscheidungsfindung soll zudem berücksichtigt werden, dass das Lehrschwimmbecken in Oppenwehe heute viel stärker frequentiert wird als noch vor zehn Jahren.

Entsprechende Informationen hatten Bürgermeister Rybak und die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen vom Verein „WIR in Oppenwehe“ erhalten. In dem Schreiben hatte Vorsitzender Lars Mentrup unter anderem darauf hingewiesen, dass inzwischen nicht nur Schülerinnen und Schüler aus den Stemweder Grundschulen, sondern schon seit Jahren auch Kindergärten, Vereine und andere Gruppen zu den Nutzern des Lehrschwimmbeckens zählten. Zudem hatte der Verein bei der notwendigen Instandsetzung seine Hilfe angeboten.

Klaus Tellbüscher vom Bauamt der Gemeinde zeigte am Mittwochabend anhand von digitalen Fotos die maroden Stellen der Technik auf und bezifferte die Kosten für den Einbau neuer Teile und die Montage auf gut 15 000 Euro. „Das ist eine recht hohe Summe“, fasste er seine Ausführungen zusammen, „die Reparatur kann aber durchaus noch teurer werden.“ Bei der Maßnahme werde eine alte Technik instand gesetzt, eine Sanierung sei das nicht. „Schon seit geraumer Zeit sind wir mehr am flicken als alles andere.“ Tellbüscher machte deutlich, dass die Technik überholt sei und es inzwischen weitaus effizientere Wasseraufbereitungsanlagen gebe. Jetzt müsse der Ausschuss entscheiden, wie es weitergehen solle.

Ausschussvorsitzender Manfred Quebe stellte fest, dass alles ziemlich marode aussehe. „Wir müssen uns über eine neuere Technik Gedanken machen“, forderte er. Und Bürgermeister Rybak machte deutlich, dass der Ausschuss an die stark gestiegene Nutzung denken solle. Wilhelm Riesmeier (SPD) sprach sich dafür aus, schnell mit dem Verein „WIR in Oppenwehe“ ins Gespräch zu kommen, um neue Entscheidungshilfen zu erhalten. „Mehr kann bis zur nächsten Sitzung ja nicht kaputt gehen“, merkte er an. Jürgen Lückermann (FWG) erkannte ebenfalls den Nutzen des Lehrschwimmbeckens. „Warum ist die Instandsetzung nicht schon im Vorfeld als Ganzes betrachtet worden“, wollte er wissen. „Wir brauchen eine Auflistung, was in den nächsten Jahren an Kosten auf uns zukommt und was die nächsten Schritte sind.“ Von Lückermann kam der Antrag, die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung des Betriebsausschusses ermitteln zu lassen, „welche Investitionen in den nächsten Jahren notwendig sind, um das Lehrschwimmbecken weiter zu betreiben“.

Dem schloss sich auch Stefan Leonhardt (CDU) an: „Bevor wir etwas beschließen, müssen die Kosten für eine vernünftige Sanierung her.“ Für die richtige Entscheidung sei weiteres Datenmaterial sinnvoll, forderte er. Klar für einen Erhalt der Einrichtung sprach sich Sebastian Allhorn (Grüne) aus und schlug vor, bei der notwendigen Sanierung auch energetische Gesichtspunkte mit zu berücksichtigen. Jörg Tielbürger (CDU) riet davon ab, 15 000 Euro für die Instandsetzung einer überholten Technik auszugeben. Heute sehe technisch alles ganz anders aus. Er forderte dazu auf, bei der Sanierung nach Einsparpotenzialen zu suchen. Gleichzeitig warnte er davor, den Bogen zu überspannen und auch noch das Dach sanieren zu wollen. „Das wäre das K.o-Kriterium für das Lehrschwimmbecken“, sagte er. Die Einrichtung sollte nutzbar bleiben, „ohne auf überdrehte Technik zu setzen“.

Wolfgang Fricke (FDP) wollte den FWG-Antrag dahingehend erweitert wissen, nicht nur die Kosten für drei bis fünf Jahre ermitteln zu lassen. „Viel besser wäre zu wissen, welche Investitionen für eine länger anhaltende Komplett-Sanierung der Technik auf uns zukommen.“ · ges

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