Bürgermeister Gerd Rybak besucht mit Ratsmitgliedern das Autohaus Weitkamp

„Ein Vorzeigeunternehmen“

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Rundgang mit Erläuterungen: Horst (3.v.l.) und Jan Christoph Weitkamp (rechts) führten die kommunalpolitischen Gäste durch alle Abteilungen ihres Autohauses in Levern. ·

Levern - In unregelmäßigen Abständen besucht der Stemweder Bürgermeister Gerd Rybak Handwerksbetriebe, Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister in der Gemeinde, um mit den Inhabern über Wünsche und Erwartungen an die Verwaltung zu sprechen.

Ziel der jüngsten Stippvisite Rybaks war das Autohaus Weitkamp beidseits der Schröttinghauser Straße in Levern. Begleitet wurde er von den Ratsmitgliedern Wilhelm Riesmeier (SPD), Jürgen Lückermann (FWG) und Hermann Gesenhues (Grüne) sowie Bauamtsleiterin Birgit von Lochow. Zur Unternehmensgruppe Weitkamp gehören heute ein autorisierter Mercedes-Benz- und smart-Verkaufs- und Servicebetrieb, eine Freie Werkstatt mit Tankstelle sowie eine Autovermietung. Von den 75 Mitarbeitern sind 50 in Levern beschäftigt.

Zum Abschluss des Rundgangs durch alle Bereiche des Autohauses geizte Gerd Rybak nicht mit Lob: „Das ausgesprochen kundenorientierte und innovative Autohaus zählt zu den Vorzeigeunternehmen in unserer Gemeinde und ist ein wichtiger Arbeitgeber“, fasste er seine Eindrücke zusammen.

Zunächst gaben Firmensenior Horst Weitkamp und sein Sohn Jan Christoph, der seit 2003 in dritter Generation die Geschicke der Unternehmensgruppe leitet, einen Einblick in die Geschichte der Firma. Das Stammhaus habe sich hinter dem Teich befunden, dort, wo heute die Firma Rila residiere, erläuterte Horst Weitkamp. „Mein Vater Friedrich hat dort 1948 mit der Reparatur von Fahrrädern und Nähmaschinen, in der Nachkriegsentwicklung dann auch von Motorrädern und Personenwagen begonnen“. 1963 sei das Autohaus Vertragswerkstatt von Mercedes-Benz geworden. „Ich habe im Jahre 1971 die Geschäftsführung übernommen“, nannte Weitkamp ein weiteres wichtiges Datum aus der Geschichte. „Zu der Zeit hatte das Unternehmen elf Mitarbeiter“. Die neue Ausstellungshalle mit angegliederter Werkstatthalle für Nutzfahrzeuge in Levern sei 1996 gebaut, der smart-Service-Stützpunkt in Lübbecke 2004 errichtet worden, so Weitkamp. „Das war schon mein Baby“, ergänzte Junior Jan Christoph.

Der Neubau der Pkw-Serviceannahme am Standort Levern folgte 2011. „Alle am Service Beteiligten sollten in einem Raum zusammensitzen können“, begründete Weitkamp während des Rundgangs die Investition im Vorjahr. „Das sorgt für kurze Wege und gute Kommunikation.“ Die Werkstatt ist nach dem neuesten Stand der Technik eingerichtet, und eine energetische Sanierung hat ebenfalls stattgefunden. Als Besonderheit der Werkstatt machte Jan Christoph Weitkamp auf zwei so genannte Trio-Stände aufmerksam. „Hier können ständig drei Mitarbeiter an einem Auto arbeiten, dadurch verkürzen sich Arbeitszeiten und Wartephasen für die Kunden um ein Drittel“, betonte der Unternehmens-Junior. Als wichtigstes Werkzeug stellte er ein computergesteuertes Diagnosegerät vor, mit dem im Bedarfsfall auch eine Ferndiagnose durch Spezialisten bei Mercedes-Benz in Stuttgart möglich ist.

Großer Wert wird im Autohaus Weitkamp schon von jeher auf die Nachwuchsförderung gelegt. „Wir bilden ständig zehn bis zwölf junge Leute aus, die meisten in den technischen Berufen Kfz-Mechatroniker und Karosserieinstandsetzungsmechaniker, bei Bedarf auch für den kaufmännischen Bereich“, teilte Horst Weitkamp den Besuchern mit. „Dass unser Unternehmen für eine gute und qualifizierte Ausbildung steht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wir haben keine Mühe, geeignete Bewerber für unsere Ausbildungsplätze zu finden“, ergänzte Jan Christoph. „Festzustellen ist allerdings, dass wir verstärkt in eine Erzieherrolle hineinrutschen, weil den jungen Leuten ganz offensichtlich im Elternhaus das Leistungsprinzip nicht vorgelebt worden ist.“ Die Auszubildenden kämen aus allen Teilen Stemwedes, aus Rahden und aus Gemeinden im benachbarten Niedersachsen, sagte der Juniorchef weiter.

Er verband damit den Hinweis, dass das Autohaus Weitkamp auch stets offen für Praktikanten sei. „Dabei haben wir schon mehrere Auszubildende gefunden, die in unseren Betrieb passen“, betonte Horst Weitkamp. Und Gerd Rybak unterstrich: „Schulpraktika und Ferienjobs sind für junge Leute eine ganz wichtige Erfahrung.“ · ges

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