Keine Biogas-, Photovoltaik- und Windenergieanlagen im Gewerbepark Stemwede

„Ein alter Gaul, den keiner will“

Viel Platz gibt‘s im Gewerbepark in Dielingen, aber nicht mehr für Biogas-, Photovoltaik- und Windenergieanlagen. · DK

Levern - Im Rahmen der Diskussion über den Verkauf von Flächen aus dem Gewerbepark Stemwede in Dielingen zur Ansiedlung von Biogasanlangen hat der Stemweder Gemeinderat im April beschlossen, die Flächen nicht für Biogas oder Bodenphotovoltaik und gewerbliche Windkraft zur Verfügung zu stellen.

Daran erinnerte Andreas Weingärtner, stellvertretender Vorsitzender des zuständigen Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Mittwoch die Ausschussmitglieder.

In einer späteren Sitzung habe die SPD-Fraktion den Vorschlag gemacht, durch die Änderung des Bebauungsplanes nur Biogasanlagen, nicht aber Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Windenergieanlagen auszuschließen. Gegen die Änderung des Bebauungsplanes waren damals FDP und Grüne, die CDU schlug vor, das Thema zur weiteren Beratung in die Fraktionen zu geben.

„Das Gewerbegebiet will keiner haben. Wir sollten die Hürden nicht noch höher heben“, sprach sich Wilhelm Riesmeier (SPD) am Mittwoch erneut für den alleinigen Ausschluss von Biogasanlagen aus. Das Gewerbegebiet sei ein „alter Gaul, den keiner will“.

Man habe den Gewerbepark eingerichtet, um Arbeitsplätze zu schaffen, erklärte Jörg Bohne (CDU). Photovoltaikanlagen könne man auch auf Dächer bauen. „Wenn wir Bodenphotovoltaik zulassen, wird unter Umständen einem anderen Investor der Weg versperrt“, sagte Karl Wilhelm Krohn (CDU) und erinnerte daran, dass Firmengebäude Schatten werfen. An der Meinung der FDP, den Bebauungsplan nicht zu ändern, habe sich bislang nichts verändert, so Günter Grube.

Die Gemeinde habe für den Gewerbepark in Dielingen viel Geld ausgegeben, jetzt habe man auch „ein Interesse daran, dass das Geld wieder rein kommt“, so Riesmeier. „Wir sollten froh sein, wenn es das Gelände überhaupt wer haben will.“ Windkraftanlagen seien in Gewerbegebieten möglich, das sehe man in Lübbecke an der Gauselmann-Anlage. Am Ende brachte seine Argumentation nichts. CDU und FWG waren für die Änderung. Einen Tagesordnungspunkt später empfahl der Bauausschuss dem Rat, eine Veränderungssperre über den Bebauungsplan des Gewerbeparks zu verhängen. · kap

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