Grundschulen Levern und Oppenwehe nach aktuellen Schätzungen langfristig nur als Teilstandort fortführbar

Eigenständigkeit in Gefahr, Bestand aber nicht

Stemwede - Der Weg zur Grundschule könnte für einige der künftigen Erstklässler ein wenig länger werden. Für das Schuljahr 2014/2015 können an den Grundschulen Haldem, Levern und Oppenwehe noch insgesamt fünf Eingangsklassen gebildet werden, im folgenden Schuljahr nach derzeitiger Prognose auch. Danach wird aufgrund rückläufiger Schülerzahlen voraussichtlich eine Klasse wegfallen müssen.

An welcher Grundschule das der Fall ist, hat zu gegebener Zeit die Stemweder Politik zu entscheiden, welche Schüler an einer anderen Einrichtung eingeschult werden müssen, entscheidet die betroffene Grundschule.

Die Entscheidung über die Zahl der Eingangsklassen wird nach Maßgabe des achten Schulrechtsänderungsgesetzes ermittelt. Demnach sind bei bis zu 29 Kindern eine erste Klasse zu bilden und bei 30 bis 56 Kindern zwei Klassen. Es müssen also 93 Anmeldungen vorliegen, um fünf Klassen bilden zu können, ab dem Schuljahr 2016/2017 erwartet die Verwaltung allerdings nur noch maximal 82 Einschulungskinder.

Jörg Bartel, Leiter des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur, geht davon aus, dass auf lange Sicht nur die Grundschule Haldem zweizügig bleiben wird, obwohl auch hier die Anmeldezahlen rückläufig sind. Die Grundschule Levern, in der es im laufenden Schuljahr bereits nur eine erste Klasse gibt, wird nach jetzigem Stand ab 2016 ebenfalls langfristig nur noch eine Klasse bilden können. Bartel ist optimistisch, dass auch die Grundschule Oppenwehe in Zukunft die für die Bildung einer Eingangsklasse erforderlichen 15 Anmeldungen bekommt.

Ob die beiden Standorte Levern und Oppenwehe aber in einigen Jahren noch eigenständig oder nur als Teilstandort weitergeführt werden können, ist offen. Bis zum Ende des aktuellen Planungszeitraums 2020 werde die Zahl der Grundschüler an den drei Einrichtungen um 45 Prozent zurückgehen, schilderte Bartel die Problematik, machte aber zugleich deutlich, dass alle drei Schulen erhalten werden können. 46 Schüler reichen laut Gesetz für die Fortführung als Teilstandort aus, sofern der Schulträger sie für erforderlich hält. Mit dieser Thematik soll sich ab dem kommenden Jahr die Arbeitsgruppe „Qualitäts-(weiter-)Entwicklung an Stemweder Grundschulen“ befassen. Nach aktueller Beschlusslage sollen alle drei Standorte so lange wie möglich erhalten bleiben.

Man müsse sich überlegen, wie man die Attraktivität der Grundschulen steigern können, so Bartel, nach dessen Aussage derzeit 90 Prozent der Stemweder Kinder eine der drei Schulen besuchen. Diese Quote müsse gesteigert werden. „Wir haben eine ganze Menge Pfunde, mit denen wir wuchern können. Das müssen wir den Eltern noch deutlicher machen.“

Zuletzt sind laut Bartel unter anderem fünf Kinder aus dem Einzugsbereich der gemeindlichen Grundschulen in der Freien Evangelischen Grundschule Oppendorf und vier in Varl eingeschult worden. Ansgar Mattern, Leiter der Grundschule Oppenwehe, berichtete in diesem Zusammenhang, dass Eltern aus Wehdem und Westrup ihre Kinder aus Ärger über die Schließung der Westruper Grundschule in Varl angemeldet hätten und nicht an einer Stemweder Schule. Matern: „Das finde ich sehr bedauerlich.“ · mer

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