Buckfast Westfalen richtete im Dorfgemeinschaftshaus in Alt-Espelkamp dreitägige Seuchenschulung aus

Eich: „Imker brauchen gesunde Bienen“

38 Buckfast-Imker beteiligten sich im Dorfgemeinschaftshaus in Alt-Espelkamp an einer dreitägigen Seuchenschulung mit dem Bienenzuchtberater Guido Eich vom Institut für Bienenkunde in Celle.

Rahden - ALT-ESPELKAMP (ges) · Die weiteste Anreise hatte ein Teilnehmer aus dem Großraum Frankfurt am Main auf sich genommen, und zwei Imker von der holländischen Inselbelegstelle Ameland gaben der Veranstaltung einen internationalen Touch. Insgesamt beteiligten sich 38 Buckfast-Imker an einer Seuchenschulung im Dorfgemeinschaftshaus in Alt-Espelkamp.

        Ausrichter der drei  informativen Tage war der Landesverband Westfalen im Deutschen Buckfastimker-Bund. Von den 45 im Landesverband organisierten Mitgliedern nahmen 25 an der Schulung mit dem Bienenzuchtberater Guido Eich vom Institut für Bienenkunde in Celle teil. „Die übrigen 13 kommen aus umliegenden Vereinen“, informierten die Rahdener Museumshof-Imker Herbert Kummer und Reinhard Wimmer, „überwiegend aus dem Osnabrücker Land und aus dem Nachbarkreis Diepholz“.

Herbert Kummer, zweiter Vorsitzender des Landesverbandes und erster Vorsitzender der Bundesvereinigung, hatte die Schulung organisiert und erhielt dafür viel Lob von allen Seiten.

„Varroamilben und Faulbrutsporen machen nicht an Landesgrenzen halt. Sie unterscheiden auch nicht zwischen Vereinszugehörigkeit oder Bienenrasse“, machte Schulungsleiter Guido Eich zu Beginn der drei Lehrgangstage deutlich. „Alle Teilnehmer sollen nach dem Kursus über das theoretische und praktische Rüstzeug verfügen, um als versierte Kenner der gängigen Bienenseuchen Veterinäre von Landkreisen und kreisfreien Städten sowie Gesundheitsableute von Imkervereinen tatkräftig unterstützen zu können“, nannte Eich als Zielsetzung.

„Ein Imker braucht gesunde Bienenvölker“, stellte Eich heraus, „die hat er aber nur, wenn er die Krankheiten kennt“. Mit der Feststellung stieg er in Theorie und Praxis in die unterschiedlichen Krankheitsbilder ein. Als schnellste Möglichkeit, mit einfachen Mitteln eine Bienenkrankheit zu erkennen, nannte er die so genannte Felddiagnostik. Aber nicht nur das Erkennen des Gesundheits- oder Krankheitszustandes von Bienenvölkern, sondern auch die Durchführung von Krankheits- und Umgebungsuntersuchungen sowie die schnelle und sachgerechte Planung und Durchführung von Sanierungs- und Desinfektionsmaßnahmen zählten zur Bekämpfung von Krankheiten. „Wichtig ist zudem, die wesentlichen rechtlichen Grundlagen des Tierseuchengesetzes sowie der Bienenseuchenverordnung zu kennen“, betonte der Experte.

Unter dem Motto Vorbeugen ist besser als heilen“ nannte der Berater wichtige Punkte für eine erfolgreiche Imkerei. Er zählte dazu eine jährliche Volksverjüngung, „weil die Wabenbauerneuerung und Königinnenerneuerung am einfachsten durch die Jungvolkbildung erreicht wird“. Zudem riet er den Imkern, mehr Völkerreserven zu bilden als sie eigentlich halten wollten. Das mindere die Gefahr einer „Mickervolkshaltung“ und Totalverlusten. Für eine wirksame Varroabekämpfung empfahl er Erfolgskontrollen mit gittergeschützten Bodeneinlagen, „weil Sie jederzeit wissen müssen, wie die Varroasituation in ihren Völkern ist“. Zudem riet er, jede Räuberei zu vermeiden, keine dunklen Waben in den Völkern zu dulden und die Völker nie hungern zu lassen.

Den Abschluss der spannenden, informativen und anstrengenden Schulungstage bildete eine theoretische Prüfung. Die Teilnehmer beantworteten Fragen und wiesen nach, dass sie in der Lage sind, Bienen, Brutzellen und Waben zu untersuchen. „Die Praxis kommt aber erst in der Bienensaison, wenn möglich, an einem realen Faulbrutherd“, gab Guido Eich den Schulungsteilnehmern mit auf den Weg.

Die Buckfastbiene ist übrigens eine schwarmträchtige Rasse, die bei moderner Wirtschaftsweise überdurchschnittliche Erträge bringt.

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