Erster Teil des Planetenwegs in Rahden steht kurz vor der Vollendung / Einweihung am Bahnhof

Auf der Draisine durch die Galaxie

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Pr. Ströhens Ortsheimatpfleger Friedrich Sander mit einer der bunten Bahnschwellen. Am NRW-Nordpunkt endet die Strecke mit dem Planeten Neptun.

Rahden - Von Theresa Lercher. Schon vor längerer Zeit hatten Pr. Ströhens Ortsheimatpfleger Friedrich Sander und sein Rahdener Kollege Claus-Dieter Brüning die Idee, in Rahden Planetenwege anzulegen (wir berichteten).

Bei einer Präsentation im Ausschuss für Soziales, Sport, Kultur und Tourismus waren die Astrologiefans mit ihren beiden Modellen auf positive Reaktionen gestoßen. Inzwischen ist einiges passiert. Die Einweihung des ersten Weges, die Variante, auf der ein Planetenweg entlang der alten Bahnstrecke verläuft, steht kurz bevor.

Am Dienstag, 10. September, wird es ab 15 Uhr eine Vorstellung und Präsentation der Ergebnisse am Rahdener Bahnhof geben, da sich auf dem Bahnhofsvorplatz auch die Sonne als Startpunkt befindet. Laut Sander wird die Sonne zunächst durch einen aufgemalten Ring von dreieinhalb Meter Durchmesser gekennzeichnet. Die Größe des Rings ist keineswegs willkürlich gewählt, sondern lässt sich auf die maßstabsgetreue Umrechnung des Sonnensystems von 1:402.000.000 zurückführen. Auf diese Weise wurde die Größe aller Planeten auf dem Weg sowie die Abstände zwischen ihnen berechnet und angelegt.

Die aufgemalte Sonne ist jedoch nur ein Provisorium, das eventuell in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll. Sander zieht beispielsweise eine Pflasterung der Sonnenfläche in Betracht. Allerdings möchten er und Brüning die Kosten für den Planetenweg in Grenzen halten und die Standorte der Planeten weit weniger aufwendig gestalten, als es bei vielen der anderen 90 Planetenwege in Deutschland der Fall ist.

Von der Sonne auf dem Bahnhofsvorplatz gelangen Gäste vorbei an der Museumsbahn, wo sich der Merkur befindet, zum Draisinenbahnhof. Dort liegt der Planetenpunkt Venus. Alle weiteren Punkte können per Draisine über die alte Bahnstrecke abgefahren werden. Dies mache diesen Planetenweg laut Friedrich Sander einzigartig, da kein anderer Weg an einer Bahnstrecke angelegt sei. Zu erkennen sind die Planeten durch farbige Bahnschwellen. An diesen befinden sich Info-Tafeln, die Interessierten beispielsweise die Entfernung des Planeten zur Sonne, seine Entfernung zum vorherigen Planeten auf der Strecke, die Anzahl seiner Monde oder auch die Oberflächentemperatur vermitteln.

So gelangen Besucher auf einer Strecke von etwa elf Kilometern von Sonne über Merkur, Venus, Erde, Mars, den Zwergplaneten Ceres, Jupiter, Saturn und Uranus bis zum Endpunkt und dem Planeten Neptun, der sich in der Nähe des NRW-Nordpunktes in Pr. Ströhen befindet und durch einen kurzen Fußmarsch erreicht werden kann.

Mit dem „Schienen-Planetenweg“ ist das Projekt von Friedrich Sander und Claus-Dieter Brüning jedoch keineswegs beendet. Das so genannte Umlaufbahn-Modell, das dem Sonnensystem durch die Umlaufbahnen der Planeten ähnlicher werden soll, möchten sie zusätzlich umsetzen.

Die Ortsheimatpfleger legten dazu Planetenbahnen kreisförmig auf einer Karte an und entdeckten, dass bei gleichem Maßstab wie im Bahn-Modell viele interessante Orte auf diesen Umlaufbahnen liegen. Die Erdumlaufbahn trifft sowohl auf das Rahdener Gymnasium und die benachbarte Realschule als auch auf die Marktschänke am Alten Markt. Die Saturnumlaufbahn läuft durch die Weher Bockwindmühle, den Dorfplatz in Tonnenheide, aber auch durch die Ortschaften Kleinendorf, Varl und Sielhorst.

Wie in dem Bahn-Modell könnten an interessanten Orten auf den Umlaufbahnen Modelle der Planeten sowie Informationstafeln aufgestellt werden. Das Projekt befindet sich jedoch laut Sander noch in der Planungsphase.

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