Bürger gründen Bindeglied-Verein / Uwe Eigenbrodt erster Vorsitzender

Aus Dorfwerkstatt wird Dorfwerkstatt Westrup e.V.

Der erste Vorstand des neu gegründeten Vereins Dorfwerkstatt Westrup (v.l.): Kassierer Klaus Teipel, Vorsitzender Uwe Eigenbrodt, zweiter Vorsitzender Karl-Friedrich Eigenbrodt und Schriftführer Friedhelm Kohlwes. ·

Rahden - WESTRUP · Die Dorfwerkstatt Westrup ist nicht tot. Sie lebt als Verein mit gleichem Namen weiter. Rund 35 Westruper versammelten sich am Freitag im Gasthaus Grunwald, um einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der sich als Bindeglied zwischen den Gruppierungen des Ortes verstanden wissen will. Als ersten ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung einstimmig Uwe Eigenbrodt.

Der weitere Vorstand – alle einstimmig gewählt – besteht aus Klaus Teipel (Kassierer), Karl-Friedrich Eigenbrodt (zweiter Vorsitzender) und Friedhelm Kohlwes (Schriftführer). Außerdem gehören Beisitzer dem Vorstand an. Diese werden bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2012 gewählt. Vertreter für die Beisitzer-Posten sollen von den anderen Vereinen, Gruppen und Verbänden des Dorfes vorgeschlagen werden. Neben ihnen sollen auch die in Westrup wohnenden gewählten Gemeinderatsmitglieder (derzeit Wilhelm Riesmeier, SPD, und Andreas Weingärtner, CDU) als Beisitzer fungieren

30 Westruper unterschieben am Freitag die Gründungsurkunde. „Damit sind wir bei der Einwohnerzahl sehr zufrieden“, so Klaus Teipel.

Gerd Niermann klärte die Anwesenden über die Nützlichkeit eines Vereins auf. Schon vor einigen Monaten sei angedacht worden, einen zu gründen. Damals sei der Vorschlag jedoch auf Ablehnung gestoßen. Zur letzten Sitzung der Dorfwerkstatt vor der Gründungsveranstaltung waren 62 Westruper gekommen (wir berichteten) und hatten beschlossen, dass ein Verein doch von Nöten sei. Das „Warum“ erklärte Thorsten Bartsch. Die Dorfwerkstatt habe viele gute Punkte erarbeitet. Um bei gewissen Stellen vorstellig werden zu können, sei eine Vereinsgründung jedoch notwendig, zumal dieser auch Spenden entgegennehmen könne.

„Ziel des Vereins soll es nicht sein, die anderen Vereine im Ort zu belasten. Vielmehr soll der neue als Bindeglied zwischen ihnen verstanden werden“. Man wolle aktive Dorfarbeit leisten und jedem Raum bieten, der eine gute Idee hat, aber „nicht weiß, wie man sie an den Mann bringen kann“, so Bartsch.

Unter dem Arbeitstitel „IG Westrup“ hatte eine Arbeitsgruppe eine Satzung verfasst, die am Freitag Punkt für Punkt analysiert und manchmal auch diskutiert wurde. „Was uns in der Arbeitsgruppe ganz wichtig war, ist, dass der Verein konfessionell und parteipolitisch ungebunden ist“, erklärte Uwe Eigenbrodt. Ein jährlicher Mindestbetrag für Mitglieder wurde darin ebenso festgeschrieben wie die grundlegenden Ziele des Vereins.

Die nächsten Schritte sind das Eintragen des Zusammenschlusses ins Register des Amtsgerichtes. Danach muss der Vorstand beim Finanzamt vorstellig werden. Man müsse wohl noch kleinere Änderungen an der Satzung vornehmen, um die Gemeinnützigkeit zu unterstreichen, war sich Kassierer Klaus Teipel gestern sicher

„Use Westrup“ nur

zweite Wahl

„Trinksportgruppe Westrup“, „Wir in Westrup“, „Vorwärts Westrup“, „Pro Poprovinz“, „Elitärer Kreis Westrup“: 67 manchmal wahrscheinlich nicht ganz ernst gemeinte Namen standen am Freitagabend zur Wahl für den neuen Verein. Die Vorschläge hatte die Dorfwerkstatt unter anderem bei Festen in der Umgebung gesammelt. Jeder durfte einen machen. Per Ausschlussverfahren näherten sich die Teilnehmer der Gründungsversammlung an ihren endgültigen Namen an. In die engere Auswahl kamen „Dorfwerkstatt Westrup“, „Use Westrup“ und „Die Westruper“, wobei letztgenannter Name keine Chance hatte. Nach einer kurzen Diskussion, bei der auch moniert wurde dass das „Use“ auf englisch als „benutzen“ verstanden werden könne, fiel die Entscheidung deutlich aus. „Dorfwerkstatt Westrup“ gewann mit 20 Stimmen. „Use Westrup“ bekam neun.

Verein hat schon

eine To-Do-ListeDie Dorfwerkstatt weiß, was in Westrup zu tun ist. Ihre nächsten Aufgaben haben die Mitglieder bereits auf ihre To-Do-Liste geschrieben: Angebot von Filzabenden im Winter, Suche nach öffentlich zugänglichem Sandspielzeug für den Spielplatz am Freudeneck, Einsatz für den Verbleib der Spielgeräte auf dem Grundschulhof, Erhalt der letzten Dorfkneipe, touristische Vermarktung Westrups als Obstdorf und Ausrichtung eines „Kochduells“ (mit SV Westrup). · kap

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