Bürgerstiftung erntet viel Lob für Initiierung und Umsetzung

Dorfkongress – Was bleibt?

Gibt es ein Comeback der Dörfer? Moderatorin Christina Harland (v.l.) sowie das Organisationskomitee mit Pfarrer Roland Mettenbrink, Christian Aukamp, Bianca Winkelmann und Berater Dieter Rothard begrüßten gespannt rund 300 Teilnehmer.  - Foto: Schubert

Rahden - Ein einmaliges Bekenntnis zum Leben auf dem Land oder was bleibt vom Dorfkongress „Ländlicher Raum 4.0“, den die Bürgerstiftung Pr. Ströhen am Sonnabend in der Aula des Rahdener Gymnasiums veranstaltete? „Wir sind mehr als zufrieden. Die Resonanz auf die Veranstaltung war schier gewaltig“, freute sich das Organisationsteam der Bürgerstiftung am Ende des langen, informativen Tages. Neue Kontakte und Vernetzungen sowie aus Fachvorträgen, offenem Forum und Podiumsdiskussionen gewonnene Impulse und Denkanstöße dürften mehr denn je dazu motivieren, sich für den ländlichen Raum zu engagieren.

Pr. Ströhen hat’s vorgemacht und im Rahmen des Kongresses nicht nur seine Stärken – vom Auemarkt über Schulbusverkehr bis hin zum Nordpunkt als Touristenattraktion – präsentiert, sondern auch einer übergreifenden Vernetzungsplattform Raum geboten, in deren Rahmen man sich auch zukünftig austauschen kann und gemeinsam Gehör verschaffen kann. Gehör fanden die Sorgen, Probleme und Nöte, aber auch die Vorzeigeprojekte im Zuge des Kongresses nicht nur vor Ort und im Kreise Gleichgesinnter der Region, sondern auch in Düsseldorf. Wobei das Gehörte zu verstehen und dementsprechend zu handeln nicht unbedingt das Gleiche sind. „Ländliche Räume sind unsere Zukunftsregionen, und das wichtigste Kapital dort sind die Menschen mit ihrem sozialen Engagement für ihre Heimat“, unterstrich selbst Hans-Bernd Hartmann vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die von vielen Seiten geäußerte Kritik am Landesentwicklungsplan macht aber deutlich, dass die Menschen dieser Region und die Landesregierung offenbar unterschiedlich denken.

„Wir machen uns Sorgen um die Präsenz von Dorfarzt und Apotheke, fragen uns, wie es mit unserer Schule und Bauplatzausweisungen zukünftig weitergeht“, zeigte Bianca Winkelmann in ihrem Schlusswort auf, dass es noch existenzielle Themen anzupacken gilt, um das Dorf auch für die Zukunft attraktiv zu erhalten. „Wir glauben fest an die Zukunftsfähigkeit der Dörfer. Deswegen haben wir diesen Kongress auf die Beine gestellt“, so die Pr. Ströher Ortsvorsteherin. Ihr Dank galt insbesondere dem großen Helferstab, der die Veranstaltung tatkräftig unterstützte.

„Die Veranstaltung wird einen großen Nachhall haben“, war auch Landrat Dr. Ralf Niermann überzeugt. „Die Veranstaltung ist ein toller Erfolg, den sich nicht wir Politiker, sondern nur die engagierten Mitglieder der Bürgerstiftung auf die Fahnen schreiben können, die für den ländlichen Raum auf herausragende Weise aufgestanden ist.“ Mit solch einem Engagement in den Dörfern werde in der Region in den kommenden Jahren wohl die Landlust überwiegen.

Auch Bürgermeister Dr. Bert Honsel sprach den Verantwortlichen für die Initiierung einer solchen Veranstaltung seinen Dank aus. „Das Maß an Eigeninitiative, das nicht nur mit diesem Kongress, sondern mit den bisherigen Errungenschaften in unseren Ortschaften gezeigt wurde, zeugt von Beharrlichkeit, um kreative Prozesse in Gang zu setzen.“ Man brauche Einwohner, die mit Eigeninitiative signalisierten, welche Werte erhalten werden sollten und wo neue Wege beschritten werden müssten. „Denn wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen.“ - Art

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