Neu: Archivraum im Schloss Haldem

Domizil für dörfliche Heimatpflege

Den Nutzungsvertrag unterschrieben: Die kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsanstalt Schloss Haldem, Barbara Steinmeyer, Dieter Grube und Helga Steckel (sitzend, v.l.) mit Stefan Möller-Nolting, Reinhold Gralla, Gerhard Gräber, Rüdiger Hemann, Henrich Meyer, Ursula Oevermann und Hans-Henning Köchy vom der Bürgerstiftung.

Haldem - (ges) · Für alle, die an der Geschichte Haldems und Arrenkamps interessiert sind und sich für den Erhalt von Brauchtum und historischen Unterlagen einsetzen, geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Seit Donnerstagabend steht ihnen im historischen Keller der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem ein großer Raum für die Einrichtung eines Archivs für die Heimatpflege zur Verfügung.

        Mit der symbolischen Schlüsselübergabe  durch die kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsanstalt Schloss Haldem, Barbara Steinmeyer, an die Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp, Helga Steckel, und Vorstandsvorsitzenden Dieter Grube sowie der Unterzeichnung eines Nutzungsvertrages zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Bürgerstiftung wurde die lange andauernde Suche nach geeigneten Räumlichkeiten beendet. Ziel der künftigen Nutzer ist es, in dem neuen Domizil im historischen Schlosskeller die heimatkundliche Arbeit von Geschichtswerkstatt, Ortsheimatpflege und Bürgerstiftung zu vernetzen. „Die Ortsheimatpflege in Haldem und Arrenkamp hat jetzt ein Zentrum gefunden, in dem alle historisch wertvollen Informationen und Materialien inventarisiert und archiviert werden können“, freute sich Kuratoriumsvorsitzende Helga Steckel.

„Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe pflegt aktiv die Geschichte unserer Heimat durch Museen und Industriekultur in Nordrhein-Westfalen“, betonte Barbara Steinmeyer am Donnerstagabend während einer kleinen Feierstunde im Schloss Haldem. „Wir haben das Glück, unsere Klinik in den geschichtsträchtigen Mauern des schönen Schlosses betreiben zu können und begreifen uns als Teil der Ortschaft Haldem. Wir sind dankbar für die Akzeptanz und Duldung unserer Arbeit im dörflichen Umfeld und möchten die Gelegenheit nutzen, mit den Menschen der Umgebung auf persönlicher Ebene Kontakte zu pflegen. Auch dadurch entsteht Vertrauen in unsere Arbeit“, sagte die kaufmännische Direktorin der Maßregelvollzugsklinik weiter. „Daher unterstützen wir gern auch die Menschen und Vereine, die sich ehrenamtlich für den Erhalt des Gewesenen, die Pflege des Gegenwärtigen und die Entwicklung von Zukünftigem für die Bürger der Umgebung einsetzen.“

Barbara Steinmeyer wünschte sich, dass die durch die Bürgerstiftung, Gemeindeheimatpfleger Wilhelm Dullweber, die Ortsheimatpfleger Reinhold Gralla (Haldem) und Hans-Henning Köchy (Arrenkamp) sowie der Geschichtswerkstatt der Klinik geleistete Heimatpflege speziell für Bilder, Urkunden, Schriften und Bücher eine Heimat erhalten möge. „Wir hoffen auf eine lange und gute Zusammenarbeit.“

Helga Steckel erläuterte kurz, was hinter dem Projekt Einrichtung eines Dorfarchivs steckt: „Wir sammeln alles, was uns zugetragen wird und sich zurzeit noch an unterschiedlichen Stellen befindet.“ Sie wies darauf hin, dass das Sichten und Sortieren der historischen Exponate bereits begonnen habe und gab zu, „dass es ein schwieriges Projekt ist, für das wir eventuell noch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen“. Zudem machte sie deutlich, dass alles Historische abgegeben werden könne, nur keine Gerätschaften. „Dafür haben wir die Heimathäuser in Wehdem und Levern.“

Auch Dieter Grube, dem Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung, stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Wir haben jetzt einen Ort, wo historische Unterlagen gut aufgehoben sind.“ Gleichzeitig appellierte er an alle Einwohner, alte Unterlagen bei einem Generationenwechsel in den Häusern nicht einfach wegzuwerfen, sondern der Ortsheimatpflege zur Verfügung zu stellen. „Wenn sie entsorgt werden, sind sie für die Nachwelt unwiederbringlich verloren.“

Jeder, der historische Schriften, Bilder und Dokumente abgeben möchte, kann sich mit Helga Steckel von der Bürgerstiftung (Telefon 840) sowie den Ortsheimatpflegern Reinhold Gralla (6315) und Hans-Henning Köchy (496) in Verbindung setzen oder gefüllte Kartons einfach an der 24 Stunden besetzten Pforte des Schlosses abgeben.

▪ Historisches nicht

▪ einfach wegwerfen

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