Nach Austausch von Flüssigkeiten in Oppenwehe: Exxon-Sprecher zieht positives Fazit und verspricht, Gemeinde auf dem Laufenden zu halten

Diesel-Rest fließt „wahrscheinlich ganz langsam“ zurück ins Bohrloch

Levern - Norbert Stahlhut hatte am Mittwoch in Levern die ungeteilte Aufmerksamkeit der Stemweder Bauausschuss-Mitglieder. Der Leiter der Unternehmenskommunikation bei Exxon Mobil ging noch einmal auf den Abschlussbericht zum Austausch der Bohrungsflüssigkeit ein. Mitte Februar hatte Exxon den Großteil der 26 000 Liter Diesel aus dem Bohrloch „Oppenwehe 1“ gepumpt und gegen Stickstoff ausgetauscht (wir berichteten).

Während der Austauscharbeiten habe Exxon Transparenz bewiesen, fand Stahlhut. Besucher wurden über das Bohrgelände im Moor geführt, ein Info-Mobil stand in Oppendorf und eine Webcam übertrug die Rückholung ins Internet. Einige Mitarbeiter hätten sich deshalb beobachtet gefühlt, so Stahlhut. Das Interesse der Öffentlichkeit habe in diesem Fall aber Vorrang gehabt.

Man habe ziemlich genau soviel Diesel aus dem Loch geholt, wie das Volumen des Bohrlochs fasse. Ein Rest von 2 600 Litern bleibe aber im Boden. „Das, was in die Formation geflossen ist“, sagte Stahlhut. Dieser Diesel werde durch den dort bestehenden Unterdruck „wahrscheinlich ganz langsam“ zurück ins Bohrloch fließen. Das „geringfügige Mengen“ im Gestein bleiben, hatte zuletzt Dr. Christian Chmel-Menges von der Bezirksregierung Arnsberg gegenüber unserer Zeitung erklärt. Exxon spricht von „geringen Haftmengen“.

Norbert Stahlhut unterstrich noch einmal, dass von dem Diesel-Rest aus Exxon-Sicht keine Gefahr für das Grundwasser ausgehe – und das, selbst wenn „alle Barrieren“ wegfallen würden. Den Bohrplatz werde das Unternehmen regelmäßig anfahren und die Technik warten. Wie es mit der Bohrung weitergeht, dazu konnte der Firmensprecher nichts sagen. Sobald sich neue Planungen ergeben würden, werde Exxon Politik und Bevölkerung informieren, versprach er. Der Betriebsplan für das Bohrloch läuft wie berichtet laut der Bezirksregierung Arnsberg noch bis Juni 2014. Spätestens dann werde von Exxon Mobil eine Entscheidung gefordert, was mit dem Loch und der Diesel-Restmenge geschehen soll.

Bis auf Martin Boguschewski hatte kein Bauausschuss-Mitglied Fragen an Stahlhut. Der Christdemokrat wollte wissen, ob bei weiteren Bohrungen auch Diesel eingesetzt werde, was Stahlhut verneinte. Fracs mit Diesel werde es nicht geben. Exxon arbeite an der Entwicklung umweltfreundlicher Frac-Fluide. · kap

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