Knapp 90 Zuschauer lachten Tränen

Dessous und urkomischer Striptease

Sabine Misiorny und Tom Müller zogen in der Begegnungsstätte in Wehdem in der Komödie „Candlelight und Liebestöter“ sämtliche satirischen Register.

Wehdem - (hm) · Sie wollte Romantik, er das Fußballländerspiel. Aus diesem Gegensatz haben Sabine Misiorny und Tom Müller eine pointenreiche, kabarettistische Komödie geschmiedet. Auf Einladung des Stemweder Kulturrings gastierte das Schauspieler-Duo mit dem Stück in der Wehdemer Begegnungsstätte.

       Knapp 90 Zuschauer kringelten sich am Sonnabend vor Lachen, als die beiden Schauspieler auf der Bühne ihr reizvolles Stück „Candelight und Liebestöter“ zeigten. „Wir machen Lachen“, lautete die Devise, und damit hatten die Darsteller des „m&m-Theaters“ aus Dormagen nicht zu viel versprochen.

Sabine Misiorny und Tom Müller zogen sämtliche komödiantischen und satirischen Register und ließen beim Aufarbeiten des Geschlechterkampfes, mit „Candelight & Liebestöter“ nun auch beim Publikum in Wehdem kein Auge trocken. Den Zuschauern wurde ganz schnell bewusst, dass es unterschiedliche, ja weibliche und männliche Anschauungen für den Begriff Romantik gibt, dass Männer und Frauen eben anders ticken.

Hintergrund der Geschichte war, dass sie (Sabine Misiorny) nach einem ereignisreichen Tag davon ausgegangenen war, beim spätsommerlichem Sonnenuntergang den Abend mit romantischem Kerzenschein ausklingen zu lassen, „auf dem Bärenfell vor dem Kamin, so wie Gott uns schuf“, zumal zu vermuten war, dass die gesamte Nachbarschaft vor den Bildschirmen beim Länderspiel mitfiebern würde und der Sohnemann partyfeiernd ohnehin außer Haus sei.

Dass er (Tom Müller) von dieser Idee überhaupt nicht begeistert ist, lässt sich leicht nachvollziehen, denn „was für ein Quatsch. Die Sonne geht doch jeden Tag unter“. Bier und Chips waren reichlich geordert, standen in greifbarer Nähe und der Anpfiff rückte näher. „Lass es sein, nächste Woche ist doch wieder Bundesliga“, flehte sie, zunächst noch mit allem Charme.

Die ganze Geschichte wurde zu einer pointenreichen, kabarettistischen Komödie in der das Schauspielerduo kein Thema zwischen Candlelight und Liebestötern ausließ und der Geschlechterkampf bei Fußball, über Busenfreundin, Warmduschern, Sitzpinklern, gemeinsamen Shoppingtouren, dem Bad zu zweit, mehr oder weniger verführerischen Dessous und einem urkomischen Striptease mit einem langrüsseligen Elefanten-Tanga seinen Höhepunkt erreichte.

Die Akteure des „m&m-Theaters“ begeisterten nach einigen erfolgreichen Aufführungen in der Vergangenheit in der Begegnungsstätte auch in diesem Jahr wieder mit herrlicher Mimik und Gestik. Besonders Sabine Misiorny gefiel den Zuschauern. Sie mussten sich wiederholt Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen.

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