CDU-Stadtverband nominiert Ratskandidaten / Hachmann findet markige Worte

Problemlöser und Pöbler

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Mit einigen neuen Gesichtern und vielen erfahrenen Politikern tritt die Rahdener CDU zur Kommunalwahl an. ·

Rahden - Von Melanie RussMit dem Slogan „Klare Ziele – klarer Kurs“ ist die Rahdener CDU 2009 zur Kommunalwahl angetreten. Fünf Jahre später ist die Stadtverbandsvorsitzende Bianca Winkelmann mit dem zurückgelegten Weg zufrieden. Stadtentwicklung, neue Radwege, sanierte Feuerwehrgerätehäuser oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze – viel hat sich in Rahden getan, und alles trägt die Handschrift der CDU. So jedenfalls deutete Winkelmann die Entwicklung am Montagabend. In der Versammlung bei F.A. Wagenfeld in Varl stellte der Stadtverband das Team auf, mit dem die Ratsarbeit in den kommenden sechs Jahren fortgesetzt werden soll.

Die CDU setzt bei ihren Direktkandidaten weitestgehend auf ihr bewährtes Team (wir berichteten). Die wichtigste Personalveränderung wurde bereits vor einigen Wochen bekannt, als der Fraktionsvorsitzende Hermann Seeker seinen Verzicht auf eine erneute Ratskandidatur erklärte. Seinen Wahlbezirk übernimmt Frank Moormann. Für den Posten des Ortsvorstehers steht dieser nach Informationen dieser Zeitung aber nicht zur Verfügung. Ihn dürfte Bianca Winkelmann – ihre Wahl vorausgesetzt – übernehmen.

In ihren einleitenden Worten glich Winkelmann die vor fünf Jahren formulierten Ziele mit der heutigen Situation ab. Ihr Fazit: Die CDU hat Kurs gehalten und maßgeblich dazu beigetragen, dass Rahden heute eine „Klein stadt im Aufbruch“ ist. Was der CDU 2009 wichtig war, das gelte auch heute noch, etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Neuansiedlungen in Gewerbegebieten. Entgegen dem Wunsch der anderen Parteien habe die CDU eine Erhöhung der Gewerbesteuer verhindert, damit Rahden weiterhin für Unternehmen attraktiv bleibe, stellte Winkelmann heraus.

Auch die Bildung sei ihr wichtig. Die CDU stehe für den Erhalt aller vier Grundschulstandorte. Zwar habe sie sich mit der Aufgabe des dreigliedrigen Schulsystems schwer getan, die Hauptschule finde aber bei den Eltern keine Akzeptanz mehr. Die Entscheidung, die oberen Stockwerke des Bettenhauses anzumieten, ist nach Ansicht Winkelmanns ebenfalls richtig gewesen. Sie sichere den Bestand des Krankenhauses, und mit Bonitas habe man ein medizinisches Alleinstellungsmerkmal, das zudem 40 Arbeitsplätze schaffe.

Dass die Kandidaten-Kür zugleich der Auftakt zum Wahlkampf war, wurde in der Rede Bürgermeister Bernd Hachmanns deutlich, der mit markigen Worten gegen SPD, FWG und Grüne schoss. Sämtliche positiven Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre reklamierte er für die Christdemokraten. Die CDU habe Rahden mit „ruhiger und fester Hand“ zukunftsfähig gemacht.

„Wir stellen uns auch schwierigen und unbequemen Fragen. (...) Wir ducken uns nicht weg, wenn es schwierig und unbequem wird“, rückte Hachmann die CDU in das Licht einer verantwortungsvollen Partei, die handelt und nicht „palavert“, „pöbelt“ und nur um des Streites willen streitet. Dem gegenüber stellte er SPD, FWG und Grüne als die Rückwärtsgewandten und Bestandswahrer, die Blockierer, denen Selbstdarstellung wichtiger ist als sachliche Arbeit. „Wir sind diejenigen, die die Probleme vor Ort lösen und nicht wie einige Vertreter der Freien Wählergemeinschaft erst die Probleme schaffen“, holte Hachmann kräftig aus. Die FWG wolle aus Rahden ein Museum machen, die CDU dagegen richte den Blick nach vorn.

Mit Unterstützung der FDP habe man erfolgreich die Zukunftsfragen der Stadt in Angriff genommen. Das Ergebnis kann sich nach Ansicht des Bürgermeisters sehen lassen. Rahden sei als Wohnort begehrter denn je.

Für die anstehende Kommunalwahl bemühte Hachmann den Begriff Schicksalswahl, auch wenn er auf Bundesebene bereits etwas abgegriffen sei. Es gehe am 25. Mai um mehr als die Frage, welche Partei die Mehrheit im Rat erringe, es gehe um eine grundlegende Richtungsentscheidung.

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