Rahdener Bauhof-Mitarbeiter „kämpfen“ gegen Schnee und glatte Straßen

Buschmann: „Wir sind immer guter Dinge“

Im Einsatz (v.l.): Wilhelm Buschmann, Jens Wagenfeld und Matthias Kopka waren gestern für die Räumung und Streuung der Straßen in Rahden zuständig. Ein paar ihrer Kollegen feierten währenddessen die Überstunden ab, die sich über die arbeitsreichen Weihnachtstage angesammelt hatten. Fotos (3): Pröpper

Rahden - (kap) · Entspannt kann Ulrich Pöppelmeier dem bevorstehenden Jahreswechsel nicht entgegensehen. Vielmehr graut es dem Leiter des Rahdener Bauhofes vor dem angekündigten Eisregen. Er und die Mitarbeiter des Bauhofes haben bereits ein paar sehr arbeitsreiche Tage hinter sich: Bislang hielten die Schneemassen sie auf Trab – gefrierender Regen würde die Lage noch „verschärfen“.

„Die Räumung bei Eisregen dauert länger, weil die Streufahrzeuge langsamer fahren müssen“, weiß Pöppelmeier, der beim Bauamt unter anderem für die Leitung des Bauhofes, Räum- und Streudienste sowie die Straßenunterhaltung und -beleuchtung zuständig ist. Die Fahrzeuge des Bauhofes seien schon jetzt ausgelastet.

An was es der Stadt (noch) nicht mangelt, ist Streusalz. Rund 80 Tonnen lagern derzeit in einer Scheune auf dem Gelände des Bauhofes. Diese Menge reicht – bei gleichbleibender Witterung – noch rund fünf Wochen, schätzt der Leiter des Bauhofes. Die Stadt habe diesen Monat noch eine 100-Tonnen-Lieferung bekommen. Fast zeitgleich mit dem Eingang des Schreiben des Salzlieferanten Esco – diese Firma fördert und verteilt das Streusalz –, in dem stand, dass es kein Salz mehr gebe, habe ein Lastwagen die Lieferung gebracht. „Streusalz haben wir noch, neues kriegen wir nicht“, sagt Ulrich Pöppelmeier. Der Salzpreis sei zudem stark gestiegen. Kostete eine Tonne vor dem Winter noch 49 Euro plus Steuern, berechnen die deutschen Salzbergwerke nun 73 Euro plus Steuern, weiß Pöppelmeier.

Seit dem ersten Schnee hätten die Mitarbeiter des Bauhofes jeden Tag Überstunden gemacht, erklärt er. Morgens um 4 Uhr nehmen sie täglich ihre Arbeit in der Innenstadt auf. Von dort aus arbeiten sie sich in die Außenbezirke vor. Drei Mitarbeiter bedienen die Räum- und Streufahrzeuge, zwei versuchen von Hand, Bürgersteige und Eingänge öffentlicher Gebäude freizubekommen. Die gute Laune lassen sie sich trotz der Minusgrade nicht verderben. „Wir sind immer guter Dinge“, sagt Bauhof-Mitarbeiter Wilhelm Buschmann, der für die maschinelle Räumung der Bürgersteige zuständig ist.

Die Stadt Rahden ist in zehn Räumbereiche unterteilt, deren Befreiung von den Schneemassen laut Ulrich Pöppelmeier je zwischen acht und zehn Stunden dauere. Erst seien die viel genutzten Straßen dran, dann die Siedlungen. Auch an Heiligabend waren die Mitarbeiter des Bauhofes ab 4 Uhr unterwegs. Schneeverwehungen ließen ihnen am ersten Weihnachtstag keine Ruhe. Gruppenweise wechselten sich die zwölf Mitarbeiter meist mit ihren Diensten ab. „Wenn einer eine Woche durcharbeitet, sieht er am Ende ziemlich alt aus“, weiß Ulrich Pöppelmeier.

In den einzelnen Ortschaften übernehmen seit Jahren Lohnunternehmen die Räumung. Diese würden von der Stadt benachrichtigt, sobald die ausrücken müssten, sagt der Leiter des Bauhofes.

Beschwerden über nicht geräumte Wege habe es bislang voranging von Bewohnern der Seitenstraßen gegeben, erklärt Pöppelmeier, der sich nicht nur wegen des angekündigten Eisregens Sorgen macht. Sollte Frau Holle ihr Bett erneut gründlich ausschütteln, müssen Wilhelm Buschmann und Co. die weißen Berge an den Rändern der Straßen und Wege in der Innenstadt abtragen. Schon jetzt sind die Straßenverhältnisse beengt.

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